{"id":18157,"date":"2024-10-28T10:12:20","date_gmt":"2024-10-28T09:12:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/verschiedene\/handel-und-macht\/"},"modified":"2024-10-29T13:26:13","modified_gmt":"2024-10-29T12:26:13","slug":"handel-und-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/handel-und-macht\/","title":{"rendered":"Handel und Macht. Wie kann die Schweiz ihre Macht einsetzen, um in den Partnerl\u00e4ndern Grundwerte und SDGs zu f\u00f6rdern?"},"content":{"rendered":"<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-18157\" data-postid=\"18157\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-18157 themify_builder tf_clear\">\n    \t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"TOC\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_eqdv302 tb_first tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_pe81302 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_l38q302  repeat \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">INHALTSVERZEICHNIS<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"#publiceye\"><strong><em>Zukunftsf\u00e4hige Handelspolitik<\/em><\/strong> (Angela Mattli, Public Eye)<\/a><br \/><a href=\"#cde\"><strong><em>Bundesgesetz \u00fcber nachhaltigen Agrarhandel? Ein konkreter Vorschlag.<\/em><\/strong> (Dr. iur. Elisabeth B\u00fcrgi Bonanomi, CDE, Universit\u00e4t Bern)<\/a><br \/><a href=\"#seco\"><strong><em>Stellungnahme<\/em><\/strong> (Botschafter Ivo Germann, SECO)<\/a><br \/><a href=\"#diskussion\"><strong><em>Podiumsdiskussion<\/em><\/strong><\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"publiceye\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-publiceye tb_xx30102 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_9jn2103 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_j6su116   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <h2><strong><em>Zukunftsf\u00e4hige Handelspolitik<\/em><\/strong><\/h2>\n<h3>Angela Mattli, Fachleitung Rohstoffe \u2013 Handel \u2013 Finanzen, Public Eye<\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ich freue mich sehr, darf ich heute bei euch sein und unsere Vision einer Aussenwirtschaftspolitik zur Schweiz pr\u00e4sentieren. Ich werde mich sehr stark auf die Handelspolitik fokussieren. Aussenwirtschaftspolitik ist nicht nur Handelspolitik, sondern es geht da um viel, viel mehr. Ich m\u00f6chte sehr gerne das Leitmotiv aufgreifen, das Lisa Mazzone vorher schon pr\u00e4sentiert hat.<\/span><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_x8gf335 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_235n335 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_rw5z211   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><span style=\"font-weight: 400;\">Es geht hier auch stark um Doppelstandards und darum, was wir hier in der Schweiz vertreten. Wo gibt es Koh\u00e4renz und wo haben wir ganz viel Hausaufgaben noch zu machen? Die Ausgangslage ist relativ klar. Ich verweise auch hier immer wieder auf die aussenpolitische Strategie des Bundesrates von 2024 bis 27, in denen der Bundesrat immer wieder konstatiert, auch zurecht, wir durchleben im Moment epochale Ver\u00e4nderungen.<\/span><\/p>\n<p>Auch wir haben eine Klimakrise, eine Biodiversit\u00e4tskrise, zunehmende Hungersn\u00f6te und auch eine wachsende Ungleichheit. Das ist im Moment der Rahmen, in dem wir uns bewegen, und ich finde es sehr wichtig, dass die Biodiversit\u00e4tskrise und auch die Klimakrise wieder mehr auf die politische Agenda kommen, nebst den ganzen geopolitischen Verflechtungen, die wir durchaus haben. Was haben wir im Moment in der Schweiz? Wir haben ein sogenanntes Gesetz \u00fcber die Aussenwirtschaftspolitik, das stammt aus dem Jahr sage und schreibe 1982. Das ist im Moment diese Grundlage, die wir haben in Bezug auf das Aussenwirtschaftsgesetz. Das ist die Grundlage die wir haben, aber es fehlen die materiellen Bestimmungen, um das Ganze auch aufzuf\u00fcllen und in den Kontext von uns allen einzubetten. <b>Die mangelnde Koh\u00e4renz<\/b>, Lisa spricht von Doppelstandards, die haben wir hier auch erkannt, es gibt doch eine mangelnde Koh\u00e4renz zwischen v\u00f6lkerrechtlichen und verfassungsrechtlichen Verpflichtungen in der Aussenwirtschaftspolitik, und eben auch eine relativ schwache demokratische Legitimation. Denken wir an die Abstimmung Indonesien, hier hat sich gezeigt, <b>es braucht vermehrt eine Debatte \u00fcber Aussenhandel in der Schweiz<\/b> und eben auch demokratischere Instrumente, um das auch im Vorfeld zu gestalten, sodass wir nicht nur \u00fcber einen pfannenfertigen Vertrag ja oder Nein abstimmen m\u00fcssen, sondern auch mitgestalten k\u00f6nnen, mit Grundlagen, wie so eine aussenwirtschaftspolitik aussehen k\u00f6nnte. Handelspolitik ist Lenkungspolitik, das vergessen wir auch immer wieder und wir k\u00f6nnen hier auch zusammen sehr viel steuern. Die Konsequenz, im Moment, so wie wir das einsch\u00e4tzen, ist, dass es eine sehr einseitige Ausrichtung gibt, Aussenwirtschaftspolitik auf Wirtschaftswachstum, auf monet\u00e4re Interessen, und auf Investoren und Grosskonzerne. UPOV : wir sehen hier wirklich im Zusammenhang mit Upov, diese Verflechtung\u2026.dazu sp\u00e4ter.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was mir sehr wichtig ist hier vor anzumerken, Public Eye, ist nicht gegen Freihandel, wir sind sehr daf\u00fcr, es braucht diese Instrumente, aber sie m\u00fcssen jetzt einfach verbessert werden: demokratischer werden und gerechter werden. Wir haben Anfang Jahr einen umfassenden Bericht ver\u00f6ffentlicht, um genau diese Debatte auch anzuregen und hier geht es genau darum, was eine Aussenwirtschaftspolitik ist, wie k\u00f6nnen wir uns das vorstellen. <\/span><b>Es beinhaltet verschiedene Themen wie beispielsweise Klimapolitik, Investitionspolitik, Steuerpolitik, digitale Handel und auch den ganzen Wissenstransfer und die Innovation.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Wie kann das gerecht gestaltet werden? Hinten findet ihr auch ein Magazin von uns, das diesen Bericht noch genauer vorstellt, wenn euch das eingehender interessiert. <\/span><\/p>\n<h4>Warum der Fokus auf Aussenwirtschaft?<\/h4>\n<p>Im Moment haben wir verschiedene Regulierungsans\u00e4tze:\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">einerseits die <\/span><b>direkte Unternehmensregulierung, wie beispielsweise die Konzernverantwortungsinitiative,<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> die direkt auf die Konzerne abzielt. Wir stehen ja kurz davor von der sogenannten KVI 2.0, die im Januar dann wieder lanciert wird,\u00a0 und so auch zu einer gesellschaftspolitischer Debatte \u00fcber direkte Konzernregulierung f\u00fchren wird.\u00a0<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Was in der Schweiz im Moment noch ein bisschen zu wenig diskutiert wird, ist die sogenannte <\/span><b>indirekte Unternehmungsregulierung<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">.\u00a0<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Hier hat vor allem die Handelspolitik eine sehr wichtige Komponente. In der EU geht es hier auch vorw\u00e4rts, zum Beispiel mit der EU Deforestation Regulation, die dieses Jahr verabschiedet wurde, auch mit Forced Labour Ban, welche\u00a0 auch im Fr\u00fchjahr verabschiedet wurde. Was haben wir in der Schweiz? Wir sind noch uns am Finden, was das heisst, resp. wie sollen wir uns dazu verhalten\u2026 Die EU geht hier vorw\u00e4rts und ich f\u00e4nde es wichtig, dass wir hier eben auch diese Koh\u00e4renz weiterverfolgen k\u00f6nnen, um wirklich miteinander voranzukommen.<\/span><\/p>\n<h4>Was ist der Status quo der Handelspolitik?\u00a0<\/h4>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Intransparente Verhandlungen zu FHA mit stark limitierter Mitsprache des Parlaments<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Keine fl\u00e4chendeckende vorg\u00e4ngige (ex-ante) menschenrechtliche Folgenabsch\u00e4tzung<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Nachhaltigkeitskapitel nicht der Schiedsgerichtbarkeit unterstellt und fehlende \u00fcberpr\u00fcfbare Indikatoren und einer Ex-Post Analyse\u00a0<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Fehlende Bestimmungen zur Einschr\u00e4nkung von Warenfl\u00fcssen aus menschenrechtswidriger Produktion<\/span><\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"font-weight: 400;\">Bestimmungen zu geistigem Eigentum, die \u00fcber internationale Standards hinausgehen<\/span><\/li>\n<\/ul>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_kcfk477 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_ddpf477 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_3kqb492   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-18134 size-large\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_qwwr237 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_e8nf237 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_k6qo101   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"font-weight: 400;\">Was ist im Moment aufgegleist?<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gibt sehr intransparente Verhandlungen zu Freihandelsabkommen, das ist aber nicht \u201cnaturgegeben\u201d.Aussenwirtschaftspolitik ist vor allem in der Exekutive angegliedert, das ist so, aber es finden auch jetzt Debatten statt, dar\u00fcber wie das transparenter gestaltet werden kann? Wo kann auch das Parlament verst\u00e4rkt mitsprechen? Und es gibt hier auch ein Postulat, dass der Bundesrat jetzt beantworten soll, wie ein Aussenwirtschaftsgesetz ausgestaltet werden k\u00f6nnte, welches auch dem Parlament mehr Mitsprache gibt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was wir auch im Moment monieren ist, dass es keine fl\u00e4chendeckende und konsequente vorg\u00e4ngige ex Ante, sprich eine Vorabsch\u00e4tzung, gibt, das heisst, bei jedem Freihandelsabkommen sollte es diese Absch\u00e4tzung geben. Wir haben jetzt mit Thailand erstmals eine solche Folgenabsch\u00e4tzung auf den Tisch, das begr\u00fcssen wir sehr, die eigentlich Standard sein sollte und wir sind jetzt auch daran mit verschiedenen anderen Partner*innen umgehend zu evaluieren und auch eine Absch\u00e4tzung zu machen, du hast, das heisst wir haben, aber auch auf der anderen Seite beispielsweise in diesem Punkt die Informationen, dass mit Thailand des FH Abkommen jetzt sehr sehr rasch abgeschlossen werden soll, und wir fragen uns deshalb auch, wird dann diese Analyse wirklich einbezogen, wie wirkt sich das auf die Verhandlungen aus, oder haben wir wieder mal einen netten Versuch, um diese Sachen theoretisch mit einzubeziehen,aber in der Realit\u00e4t in den Verhandlungen spielt es eine untergeordnete Rolle. Wir sind aber nicht so pessimistisch und hoffen, dass unsere Analyse wirklich auch einfliesst und darum freuen wir uns dann auch auf die Debatte dazu.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Auch ein <\/span><b>Nachhaltigkeits-Kapitel<\/b> ist seit 2000 bei den EFTA Verhandlungen immer wieder in den FHA, das begr\u00fcssen wir. Wir haben jahrelang, zusammen mit vielen anderen Organisationen, daf\u00fcr gek\u00e4mpft, dass dieses Nachhaltigkeitskapitel jetzt systematisch auch reinkommt, damit es eben nicht der Schiedsgerichtsbarkeit unterstellt ist. Dieses Nachhaltigkeitskapitel sollte auch handbar werden im Vergleich zu anderen Kapiteln. Es gibt bisher keine \u00fcberpr\u00fcfbaren Indikatoren, wie das dann auch gemessen wird. Was wir hierzu auch immer wieder einbringen: Zu den\u00a0 verschiedenen Freihandelsabkommen, die bereits auf dem Tisch sind, soll immer eine Ex Post Analyse gemacht werden. Das heisst\u00a0 dann in Bezug auf Nachhaltigkeit, was sind die Methoden? Wo k\u00f6nnen wir das \u00fcberpr\u00fcfen? Hat das Nachhaltigkeitskapitel auf die FHA eine Wirkung gehabt? Auch hier fehlen uns im Moment die griffigen Instrumente, und wir sollten das auch systematisch ab jetzt einbeziehen bei jedem FHA, das die Schweiz sei es im 11 Rahmen\u00a0 sei es aber auch so verhandelt. Dann, was uns auch wirklich fehlt, sind Bestimmungen zur Einschr\u00e4nkung Warenfl\u00fcssen aus menschenrechtswidriger Produktion. Beispielsweise mit dem EU Forced Labour Ban gibt es Instrumente, die jetzt in der EU auf dem Tapet stehen und auch implementiert werden. Ich denke, hier gibt es auch quasi Parallelen, die man anwenden kann. Was jedoch sehr positiv ist und was uns auch Hoffnung macht hier, ist der PPM Ansatz, der ja genau nachhaltige Produkte f\u00f6rdern soll und hier sollte man auch diese Koh\u00e4renz\u00a0 machen. Was heisst Nachhaltigkeit, welche Instrumente haben wir, wie schr\u00e4nken wir die Produkte ein, die wir nicht wollen und wo lenken wir genau diese Sachen, die wir m\u00f6chten? Das ist auch etwas, was wir jetzt angehen m\u00fcssen.\u00a0 Und sind da auch die Bestimmungen zum geistigen Eigentum, die oft in den FHA \u00fcber die internationalen Standards hinausgehen. Es gibt hier verschiedene Beispiele dazu, wo wir diese Sachen sehen, zB Indien, da gab es keine fl\u00e4chendeckende menschenrechtliche Folgeabsch\u00e4tzung. Das Verhandlungsmandat ist schon seit 16 Jahren auf dem Tisch. Aber diese Folgeabsch\u00e4tzung wurde bis jetzt nicht gemacht und das hat uns sehr beunruhigt, da der Bundesrat in einer vorherige Strategie immer gesagt hat, dass bei wichtigen FHA diese Menschenrechtsfolgeabsch\u00e4tzungen gemacht werden sollen.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Kein sanktionierbares Nachhaltigkeitskapitel, sehen wir im Kontext zu Indien. Wir haben ein Investors Pledge ohne klare Vorgaben.\u00a0 Also, man m\u00f6chte dort jetzt 100 Milliarden investieren, aber es ist nicht klar wo, was sind die Vorgaben? Was wir auch immer wieder zu sagen ist, die Schweiz ist keine Planwirtschaft und wir wissen nicht, worauf diese Investitionen in Indien abzielen. Sind das Kohlekraftwerke? Sind das nachhaltige Produkte? Wir\u00a0 wissen es schlicht nicht. Und es wird spannend sein, hier auch die Analyse zu machen in Bezug auf die Konferenz. <\/span><span style=\"font-weight: 400;\"><br \/><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">Was auch interessant ist, sind die Verhandlungen, die jetzt wieder stattfinden in Bezug auf ein Investitionsschutzabkommen mit Indien, das Mandat kommt ja aus den neunziger Jahren. Es wurde vor ein paar Jahren gek\u00fcndigt, jetzt haben wir die Informationen, das es wieder neu verhandelt wird, aber eben auf welcher Grundlage? Und was heisst das in Bezug auf Nachhaltigkeit und die weiteren Vorgaben, die wir in den letzten Jahren auch erreicht haben?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Lisa hat es vorhin schon angesprochen, was uns sehr beunruhigt sind im Moment die neuen Verhandlungen.\u00a0 Wie wird das neue bilaterale Abkommen mit China? Es gibt hierzu eine Vorstudie, die im Januar verabschiedet wurde. Die Presse hat davor dazu berichtet, im Moment ist es aber sehr schwierig zu verstehen, um was es hier geht. Diese Studie ist nicht \u00fcber das \u00d6ffentlichkeitsgesetz verf\u00fcgbar. Wir wissen nicht, was da drinsteht, und das beunruhigt uns doch auch, weil wir schon vor 10 Jahren moniert haben, dass das Thema Menschenrechte dort nicht gezielt angesprochen wird, vor allem nicht so verbindlich, wie wir das m\u00f6chten. Es gibt im Moment keine menschenrechtliche Folgenabsch\u00e4tzung, auch nicht beim Update. Bestimmungen zu Menschenrechten fehlen. Was heisst das dann auch in Bezug auf Waren aus menschenrechtswidriger Produktion, wie Zwangsarbeit?\u00a0<\/span><\/p>\n    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_8uxx749 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_o48o749 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_vr3v750   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-18136 size-large\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_hz4p300 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_ps09300 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_y94a317   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gibt im Moment einen arbeitsrechtlichen Austausch, einen Dialog, der immer wieder passiert und wir begr\u00fcssen es.\u00a0 Das ist sehr wichtig, aber es sollte doch auch zu einem integralen Bestandteil des Freihandelsabkommens werden. Der Unterschied, den wir jetzt haben zu 2014, es untersteht dem fakultativen Referendum, das heisst, wir k\u00f6nnen auch hier zu eine Debatte f\u00fchren und auf diese Debatte freue ich mich sehr.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dann ein Beispiel im UPOV, ich hab es bereits erw\u00e4hnt, hier haben wir wirklich einen sehr krassen Doppelstandard. UPOV 91 ist immer noch in Kraft, die Schweiz fordert das auch immer wieder ein, zusammen mit der EFTA, obwohl die Schweiz selbst UPOV 91 nicht ratifiziert hat. Hier haben wir einen sehr klassischen Doppelstandard: einerseits wird das auch nach aussen gefordert, intern aber nicht. Und es ist schon sehr interessant zu sehen, wie sich das weiterentwickelt und auch die Kritik vom UNO Sonderbotschafter, letztes Jahr, hat wirklich moniert, dass UPOV auch das Recht auf Nahrung unterminiert, und es ist nicht nachvollziehbar, dass die EFTA diesen Grundsatz weiterzieht. Auch Norwegen hat es \u00fcbrigens nicht ratifiziert, also die Version 91. Von dem her, warum fordern wir Sachen gegen aussen, die wir innen nicht anwenden? <\/span><\/p>\n    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_pci0845 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_61ts845 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_23z8846   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-18138 size-large\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_pjj9198 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_i10p198 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_t3j9217   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Und das erscheint uns schon sehr problematisch, in der Nachhaltigkeitsstudie zum EFTA Thailand wird diese Frage in unseren Augen umschifft und insofern auch das UPOV-System indirekt verteidigt. Wir wissen nicht genau, wie sich UPOV im FHA Thailand auswirkt, wir haben keine Informationen dazu, aber ich hoffe sehr, dass dieser Standard mittelfristig wirklich abgeschafft wird, weil es in unseren Augen keinen triftigen Grund gibt, warum das aufrechterhalten wird.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Unsere Forderung von Public Eye ist ein umfassendes Au\u00dfenwirtschaftsgesetz, das eben der Wirtschaft und der Nachhaltigkeit Rechnung tr\u00e4gt, dass wir wirklich in der Balance sind dazu und dass\u00a0 es eine demokratische Legitimation gibt in Koh\u00e4renz mit der Bundesverfassung und dass diese Debatten nicht immer im Laufe von Referendum gef\u00fchrt werden m\u00fcssen, sodass wir hier wirklich einen koh\u00e4renten Rahmen haben, um unsere Aussenwirtschaftspolitik nachhaltig zu gestalten.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ich danke ihnen sehr f\u00fcr die Aufmerksamkeit und freue mich auf den heutigen Tag.<\/span><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_qmvm76 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_d7od76 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module icon -->\n<div  class=\"module module-icon tb_74dq989  normal circle icon_horizontal tf_textr\" data-lazy=\"1\">\n\t\t\t<div class=\"module-icon-item\">\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#TOC\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<em class=\"tf_box\"><svg  class=\"tf_fa tf-ti-arrow-up\" aria-hidden=\"true\"><use href=\"#tf-ti-arrow-up\"><\/use><\/svg><\/em>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span>zur\u00fcck nach oben<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<!-- \/module icon -->\n\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"cde\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-cde tb_hoim991 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_bins991 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_0jds629   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>&nbsp;<\/p>\n<h2><em><strong>Bundesgesetz \u00fcber nachhaltigen Agrarhandel? Ein konkreter Vorschlag &amp; Notwendigkeit neuer Ideen.<\/strong><\/em><\/h2>\n<h3>Dr. iur. Elisabeth B\u00fcrgi Bonanomi, Leiterin Bereich \u201eNachhaltigkeitsgouvernanz\u201c, Centre for Development and Environment CDE, Universit\u00e4t Bern<\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bevor ich beginne gleich kurz zu meiner Person, damit sie mich noch etwas besser verorten k\u00f6nnen: Ich bin der Rechtswissenschaftin, habe also immer einen Blick auf das Recht, habe auch lange in der Verwaltung gearbeitet, unter anderem, vor Jahren, f\u00fcr Bundesrat R\u00f6sti. Ich bin F\u00fcrsprecherin, habe Gesetzgebung gemacht, bin dann zur\u00fcck an die Uni gegangen und doktorierte zu nachhaltigem Agrarhandel. Seither arbeite ich am Zentrum f\u00fcr Umwelt und Entwicklung. Wir machen grunds\u00e4tzlich interdisziplin\u00e4re Forschung; ich arbeite mit Geografen und \u00d6konomen, Leuten im Globalen S\u00fcden und im globalen Norden. Wir versuchen nicht nur Problemanalyse zu machen, die Probleme wurden heute von Lisa Mazzone schon auf den Tisch gelegt, sondern immer auch \u00fcber die Problemanalyse an L\u00f6sungen zu arbeiten. Als Wissenschafter*innen haben wir die Narrenfreiheit, etwas rauszuzoomen, etwas gr\u00f6sser zu denken und uns zu \u00fcberlegen, sind diese Ideen schon auf den Tisch gekommen. Solche Ideen werde ich Ihnen heute vorstellen. Ich werde mich jetzt eben nicht so stark auf die Problemanalyse fokussieren, sondern vielmehr gewisse Handlungsebenen aufzeigen, etwas auch im Anschluss an das, was Angela Mattli schon gemacht hat und ein paar Beispiele aus unserem Forschungsalltag bringen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Handelsregeln sind auch etwas sehr kompliziertes und ich weiss manchmal nicht, ob ich genau die richtige Flugh\u00f6he habe, es ist nicht ganz einfach, das zu bringen, aber Sie k\u00f6nnen ja dann auch in der Diskussion Fragen stellen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wie schon auch erw\u00e4hnt von Lisa Mazzone, Ern\u00e4hrung ist politisch. \u00dcber unsere Regeln gestalten wir die Art und Weise, wie produziert wird im In- und Ausland. Es geht um Subventionsregulierungen, Z\u00f6lle, Regeln, Standards: das ganze Setting von Instrumenten, das wir haben im \u00f6ffentlichen Beschaffungswesen, welches dar\u00fcber hinaus bestimmt, wer wie wo Nahrung produziert. Und manchmal haben wir so den Blick stark auf dem Inland, wir wissen etwas \u00fcber das Direktzahlungssystem, aber wir kennen diese ganzen Regulierungen, die dahinter stehen und was das mit dem internationalen Recht zu tun hat, nicht so gut. Da m\u00f6chte ich jetzt heute ansetzen. Vielleicht noch einmal kurz zu was pr\u00e4sentiert worden ist, zum Aussenwirtschaftsgesetz: wir selber von der Wissenschaft finden das eine interessante Idee, weil eine bessere gesetzliche Grundlage in der Aussenwirtschaftspolitik helfen k\u00f6nnte, die Aussenwirtschaftspolitik besser an die verfassungsrechtlichen Grundlagen zur\u00fcck zu binden.\u00a0<\/span><\/p>\n    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_ysxs902 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_iowh902 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_t3f6902   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-18110 size-large\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_gbzp999 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_kvbf999 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_hefb613   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In der Verfassung steht, dass die Schweiz die Wohlfahrt des Landes w\u00fcrdigen soll, aber auch &#8211; zum Beispiel &#8211; die nachhaltige Entwicklung. Hier ist die Staatszielbestimmung ganz wichtig, aber auch Artikel 54 ist die relevante Grundlage im Bereich der Aussenwirtschaftspolitik. <\/span><\/p>\n    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_x2mh269 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_f14w269 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_265z269   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-18112 size-large\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_o2g6734 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_qj59735 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_2m0c735   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn die Schweiz wirtschaftspolitisch etwas\u00a0 macht, kann sie einerseits die Unabh\u00e4ngigkeit der Schweiz st\u00e4rken und ihre Wohlfahrt st\u00e4rken, muss aber gleichzeitig zur Linderung von Not und Armut beitragen, zur Achtung der Menschenrechte, F\u00f6rdern der Demokratie, Erhaltung der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen. Es geht also darum, in der Aussenwirtschaftspolitik sich zu \u00fcberlegen, wie kann ich die Wirtschaft st\u00e4rken, aber gleichzeitig andere Zielsetzungen auch erreichen? Wo liegt das dazwischen? Diese Abw\u00e4gung wird nicht immer so optimal gemacht. Allenfalls kann eine gesetzliche Grundlage diese R\u00fcckbindung etwas verbessern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Heute befinden wir uns bei den Handelsregeln in einem Suchprozess. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen, hier ganz einfach kurz noch einmal dargestellt: In den letzten 100 Jahren haben die Fl\u00fcsse, dh Kapitalfl\u00fcsse, G\u00fcterfl\u00fcsse, Informationsfl\u00fcsse, Menschenfl\u00fcsse quasi auf der Welt ganz ganz stark zugenommen. Wir haben eine Situation, in der weltweit viele der Umweltgrenzen stark \u00fcberschritten sind, und wir haben eine sehr starke Ungleichverteilung auf der Welt. Nat\u00fcrlich noch viele andere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund findet heute ein Suchprozess statt. Wie muss Handeln reguliert sein, damit wir diesen Herausforderungen gerecht werden k\u00f6nnen. Wir sind nicht mehr da -vor 20 Jahren hats geheissen \u201e\u00d6ffnen, Freihandel, dann haben wir alle Probleme gel\u00f6st!\u201c Ich denke, die Welt ist heute einen Schritt weiter, aber weiss noch nicht so recht, wo sie ist. Ich war k\u00fcrzlich am Public Forum der Welthandelsorganisation in Genf. Das ist eine grosse internationale Konferenz, wo viele Ideen ausgetauscht werden. Es ging doch sehr viel um Nachhaltigkeit und sehr viel und nachhaltige Regeln. Nebst vielem alten Wein in neuen Schl\u00e4uchen gab es doch aber auch kritische Wortmeldungen unter anderem hat WTO Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala eingestanden auf einem Panel mit jungen Leuten, dass sie nicht so recht wissen was denn gute L\u00f6sungen sind, wenn wir in der Wirtschaft auch daf\u00fcr sorgen m\u00fcssen, dass viel weniger Ressourcen verbraucht werden, aber gleichzeitig Wachstum brauchen, um Armut zu begegnen; was sind denn die gute L\u00f6sungen dazwischen? Sie hat selber gesagt: \u201eWir brauchen Ideen, die Ideen liegen noch nicht \u00fcberall auf dem Tisch. So etwas kann man auch aus der Strategie der Aussenwirtschaftspolitik des Bundes raush\u00f6ren. Das Wort nachhaltige Entwicklung ist dort sehr viel enthalten, aber was ist das denn genau, was braucht es denn ganz genau f\u00fcr Regeln? Da fehlt es vielleicht noch etwas an Ideen. Bei den Handelsregeln, oder, da gibt es verschiedene Gouvernanzebenen. Ein Staat wie die Schweiz oder auch ein Verbund wie die EU kann selber t\u00e4tig werden, national die Z\u00f6lle setzen usw. hat hier also einen gewissen Spielraum. Ein Staat regelt aber den Handel auch bi- und plurilateral mit Handelsvertr\u00e4gen oder international eben bei der WTO.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ich werde jetzt 3 Beispiele aufzeigen, wie die Schweiz im Ern\u00e4hrungsbereich etwas konstruktiver regulieren k\u00f6nnte, um nachhaltige Ern\u00e4hrungssysteme bei uns, aber auch in den Partnerl\u00e4ndern zu f\u00f6rdern.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Das erste Beispiel ist dieses: Wir haben ein Bundesgesetz \u00fcber nachhaltigen Agrarhandel geschrieben als Synthese einer Forschungsarbeit. Es war ein dreij\u00e4hriges Forschungsprojekt vom Nationalfonds finanziert. Es waren 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt aus unterschiedlichen Disziplinen. Wir haben das Projekt an Artikel 104 A der Bundesverfassung angekn\u00fcpft, es stimmt aber nicht ganz was Lisa Mazzone gesagt hat, dass die Fair Food Initiative keine Auswirkungen hatte: sie hat doch Auswirkungen, n\u00e4mlich sie ist in die Bundesverfassung indirekt eingeflossen \u00fcber Buchstabe D dieser Bestimmung. <\/span><b>Darin steht, dass der Bund grenz\u00fcberschreitende Handelsbeziehungen so gestalten muss, dass sie zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft beitragen. Diese Bestimmung ist im Moment noch nicht mit Inhalt gef\u00fcllt<\/b><span style=\"font-weight: 400;\">. Deshalb haben wir uns \u00fcberlegt, wie man das konkret machen k\u00f6nnte. Es ist \u00fcbrigens eine Bestimmung mit sehr viel Potenzial. Ich habe k\u00fcrzlich auch einen Verfassungskommentar dazu geschrieben, der im <em><a href=\"https:\/\/www.legalis.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Basler Kommentar<\/a><\/em><\/span><span style=\"font-weight: 400;\">\u00a0erscheinen wird, falls Sie das interessiert. Was haben wir gemacht?\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir haben sehr viele Studien aus verschiedenen Perspektiven gemacht und damit quasi die gesetzliche Grundlage. Dieses Wissen soll in diese Gesetzgebung, die wir da entwerfen, als Beispiel einfliessen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Hier die Studie, falls sie das interessiert, hat zum Beispiel interessante Sachen drin wie: gibt es so etwas wie ein internationales Verst\u00e4ndnis von nachhaltigen Ern\u00e4hrungssystemen?\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Eine der Studien hat klar gezeigt, dass diese Bestimmung der Verfassung verbindlicher Natur ist und dass hier der Bund eine Handlungspflicht hat. Interessant sind vielleicht auch die 2 Studien zur WTO Schiedsgerichtsbarkeit. Da haben wir uns die WTO Regeln genau angeschaut und die Rechtsprechung, und uns gefragt, wenn es die Schweiz differenziert regulieren w\u00fcrde, etwas \u00e4hnlich wie von der Fair Food Initiative vorgesehen, w\u00e4re das m\u00f6glich? Wir sind zum Schluss gekommen, dass das geht. Es braucht aber gewisse Regeln, wie zum Beispiel, dass die Regeln, die Sie gegen Aussen setzen gegen Innen konsistent sind. Dass Sie also auch im Inland eine nachhaltige Agrarpolitik verfolgen oder dass Sie kontextgerechte Regeln schreiben. Das heisst nicht, Regeln der Schweiz einfach auf ein anderes Partnerland aufoktroyieren, sondern schauen, was \u201enachhaltig\u201c heisst im Partnerland. Am Schluss sind wir zu diesem Bundesgesetz gekommen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was steht da drin? Das k\u00f6nnen Sie gerne lesen auf der <em><a href=\"https:\/\/www.cde.unibe.ch\/forschung\/projekte\/diversifizierte_ernaehrungssysteme_dank_nachhaltiger_handelsbeziehungen\/index_ger.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Projektwebsite<\/a><\/em>, mit Storyline und Verlinkung der Publikationen<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">. Wir haben argumentiert, dass die Regeln heute zum undifferenziert sind, dass Sie Regeln brauchen, die einerseits den Import von wirklich nachhaltig wertvollen G\u00fctern f\u00f6rdern in die Schweiz(das h\u00f6rt der Bauernverband nicht so gerne), gleichzeitig brauchen wir Regeln, die den Import und den Handel mit sch\u00e4dlichen G\u00fctern erschwert und: wir m\u00fcssen die gleichen Kriterien im Inland anwenden und daf\u00fcr haben wir auch Vorschl\u00e4ge gemacht. Also es Disabling und Enabling und gegen innen und aussen.\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir sind auch davon ausgegangen, dass Artikel 104 A besagt, dass wir beides machen in der Schweiz: wir produzieren im Inland und wir importieren, und das ist in Ordnung so. Aber wir haben einen Hebel. Es geht um das Verh\u00e4ltnis, das ist wichtig, es braucht einen Schutz im Inland. Die Frage ist: was ist der Schutz, wie gross, wie umfangreich?\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir importieren, haben wir Partnerschaften im Ausland und tragen dort eine Verantwortung. Es geht also immer um beides. Wichtig ist: wie kann man f\u00f6rdern und hindern? Wir denken oft an Z\u00f6lle und Verbote. Es gibt ganz viele andere F\u00f6rdermassnahmen: Sie k\u00f6nnen zum Beispiel Qualit\u00e4tssicherung machen im Labelbereich, Sie k\u00f6nnen im \u00f6ffentlichen Beschaffungswesen F\u00f6rdern oder Verhindern, Sie k\u00f6nnen einfachere ein Zulassungsverfahren machen, steuerliche Anreize oder Kontingente zum Teil reservieren f\u00fcr gewisse Produkte usw., da gibt es eine ganze Palette von M\u00f6glichkeiten. <\/span><b>Es ist also nicht per se alles WTO inkompatibel, sondern es gibt hier einen gewissen Spielraum.<\/b><span style=\"font-weight: 400;\"> Wir haben uns nat\u00fcrlich, auch wir hatten einen Stakeholder-Prozess, und es wurde viel gesagt \u201edas\u00a0 ist alles sch\u00f6n und gut, aber nicht machbar und nicht kontrollierbar&#8220;. Wir haben uns ein Verfahren \u00fcberlegt, das nicht auf einer umfassenden Kontrolle passiert, aber auf Vertrauen auch mit Positiv- und Negativliste. Das geht etwas weit, aber wir finden das Verfahren gut und ich glaube, es w\u00e4re interessant, das mal anzuschauen.\u00a0<\/span><\/p>\n<h3><strong>Nationaler Spielraum<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wie ist dieser Vorschlag eines Systems, wo wir gewisse Handelsbereiche f\u00f6rdern, aber andere unterbinden? Wie ist es in die internationale Debatte eingebettet? Das ist ja ein wissenschaftlicher Vorschlag. Wir haben \u00e4hnliche Ans\u00e4tze zum Beispiel in Frankreich. In Frankreich gibt es Fair trade Gesetze, die versuchen den Handel mit fair trade Produkten zu f\u00f6rdern. Das ist dieses Enabling. Wir haben aber vor allem die heutige Tendenz in der EU und die neuen Regulierungen wurde angesprochen, die versuchen eher, das Sch\u00e4dliche zu zu verhindern. Hier ist vor allem die Verordnung f\u00fcr entwaldungsfreie Lieferketten zu erw\u00e4hnen. Diese ist neu in Kraft und in einem Jahr d\u00fcrfen gewisse Rohstoffe nicht mehr importiert werden, die mit Entwaldung in Zusammenhang stehen. Das ist eine strenge Regulierung, die versucht dieses Disabling zu machen. Was ist die Rolle der Schweiz? Die Schweiz will h\u00e4ufig neue Regulierungen der EU nicht \u00fcbernehmen und dann m\u00fcssen wir sie irgendwann einmal doch \u00fcbernehmen, weil wenn wir sie nicht \u00fcbernehmen werden das nichttarif\u00e4re Handelshemmnisse.<\/span><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_4rsm117 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_7avy117 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_twgt117   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-18108 size-large\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_riwe709 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_9pfo709 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_lg0y709   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter kommen wir nicht darum herum, das, was von der EU kommt, zu \u00fcbernehmen, um unsere Unternehmen nicht zu benachteiligen.\u00a0 Aber kann die Schweiz nicht auch eine konstruktivere Rolle spielen als dieses defensive und dann auch etwas passive Verhalten weiter so zu leben? Wir haben Vorschl\u00e4ge gemacht, wie die Schweiz diese Regulierung in ein eigenes Gesetz \u00fcbersetzen k\u00f6nnte und gleichzeitig die Schwachstellen angehen k\u00f6nnte. Also diese Regulierung ist vor allem auf die Umweltfrage auf die Entwaldungs-Frage fokussiert. Sie will gewisse Sachen nicht mehr, aber sie ist nicht nur gut, so wie sie geschrieben ist, z.B. f\u00fcr Kleinb\u00e4uerinnen. Es braucht auch F\u00f6rdermassnahmen, Einschluss-Massnahmen f\u00fcr Kleinb\u00e4uerinnen, damit das Ganze sozialvertr\u00e4glich wird. <\/span><b>Die Schweiz k\u00f6nnte hier als etwas Aussenstehendere Akteurin kooperativ-souver\u00e4n vorgehen und interessante Vorschl\u00e4ge in den Diskurs einbringen, indem sie zum Beispiel ihre Regulierung gleichzeitig noch F\u00f6rderungsmassnahmen einf\u00fcgt, und so auch die Debatte in der EU weiterbringen.\u00a0<\/b><\/p>\n<h3><strong>Internationale M\u00f6glichkeiten<\/strong><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei den Handelsvertr\u00e4gen verhandeln wir mit anderen Staaten, hier kann die Schweiz auch kooperativ-souver\u00e4n und nachhaltig versuchen zu regulieren. Es geht da immer ganz genau darum, deshalb m\u00fcssen Sie den Inhalt des Abkommens anschauen: welcher Markt wird gef\u00f6rdert, werden sch\u00e4dliche M\u00e4rkte gemieden? Ist kreativ reguliert worden, auch um nachhaltige Prozesse zu f\u00f6rdern und nicht nachhaltige zu unterbinden ? Da stellen sich verschiedene Fragen auch in Bezug auf diese Nachhaltigkeitsanalysen, die Frau Mattli erw\u00e4hnt hat.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Schweiz ist nat\u00fcrlich auch eine international aktive Akteurin und k\u00f6nnte vielleicht auch etwas aktiver sein. Die WTO war lange ein untergehendes Schiff, aber es kommt wieder Momentum auf; die WTO ist grunds\u00e4tzlich, finde ich, eine sehr wichtige Regulierungsinstanz. Dort wird Handel geregelt. Wie ich aufgezeigt habe, ist auch dort ein Suchprozess in Gang, es kommen das Fischereiabkommen, zum Beispiel ist dort abgeschlossen worden, was ein sehr wichtiges Abkommen ist, um Fischerei-Subventionen zu reduzieren, jetzt stellt sich die Frage, was macht die Schweiz in Bezug auf die WTO? Bringt sie gute Ideen ein? Auf dem Tisch ist zum Beispiel im Moment, ob es ein Abkommen braucht f\u00fcr Subventionen im\u00a0 Bereich der fossilen Brennstoffe. Ist die Schweiz aktiv auch dort bei indirekten Subventionen? Dort wo es uns wehtut oder nur dort wo es anderen wehtut? Geht es auch um Finanzfl\u00fcsse zum Beispiel oder nicht? Neue Ideen sind \u00fcberall gefragt. Noch ein Beispiel aus meinem Forschungsalltag: Wir haben ein neues Projekt seit einem Jahr, ein internationales Konsortium, mit Leuten aus der ganzen Welt &#8211; auch aus vielen S\u00fcdl\u00e4ndern-, wo wir uns \u00fcberlegen: wie k\u00f6nnte man das WTO Agrarabkommen, das ganz stark bestimmend ist, verbessern? Das WTO-Agrarabkommen bestimmt quasi den politischen Spielraum der L\u00e4nder, und so wie es heute ist, ist es wirklich nicht gut. Ich kann ihnen nachher erkl\u00e4ren warum. Wir \u00fcberlegen uns, wie es besser geschrieben werden k\u00f6nnte.\u00a0 Wir schreiben ein neues Agrarabkommen mit Blick auf all diese Menschenrechts- und Umweltregulierungen, die da draussen sind, wir \u00fcberlegen uns, wie k\u00f6nnte ein internationales Handelssystem aussehen, das lokale Ern\u00e4hrungssysteme st\u00fctzt, aber gleichzeitig gerechten Handel erm\u00f6glicht? Wie sieht das aus? Wir schreiben runter in einer Rechtssprache.\u00a0 Wir werden diese Ideen dann gerne mit Ihnen gemeinsam besprechen: wir machen Ende n\u00e4chstes Jahres oder Anfang 2026 eine fiktive parlamentarische Debatte zu diesem Agrarabkommen, zu der wir Sie gern einladen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Handel kann nachhaltige Prozesse unterst\u00fctzen, es kann aber auch das Gegenteil ausl\u00f6sen. Handel ist immer gestaltet und immer reguliert. Die Frage ist, wie sieht eine zukunftsgerichtete Handelsregulierung aus? Wie kann man eine Debatte gestalten, ohne ist es immer heisst, das ist protektionistisch, sondern wo sind die L\u00f6sungen dazwischen? Wie k\u00f6nnen alte Muster, auch Pfadabh\u00e4ngigkeiten, auch postkoloniale Pfadabh\u00e4ngigkeiten, verlassen werden? und welche Akteurinnen braucht es?\u00a0 Meines Erachtens braucht es neue\u00a0 Akteuren in dieser Debatte, Leute, die weiter denken, die sich an diese Fragen heranwagen.<\/span><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraph3\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_nqqp303 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_kl4g303 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module icon -->\n<div  class=\"module module-icon tb_s0rp303  normal circle icon_horizontal tf_textr\" data-lazy=\"1\">\n\t\t\t<div class=\"module-icon-item\">\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#TOC\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<em class=\"tf_box\"><svg  class=\"tf_fa tf-ti-arrow-up\" aria-hidden=\"true\"><use href=\"#tf-ti-arrow-up\"><\/use><\/svg><\/em>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span>zur\u00fcck nach oben<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<!-- \/module icon -->\n\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"seco\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-seco tb_6j4o44 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_rp4544 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_u19x54   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>\u00a0<\/p>\n<h2><strong><em>Stellungnahme<\/em><\/strong><\/h2>\n<h3>Botschafter Ivo Germann, Leiter der Direktion f\u00fcr Aussenwirtschaft des SECO<\/h3>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1.3.-IG-Inputreferat-Ivo-Germann.pdf\" class=\"mtli_attachment mtli_pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4sentation Ivo Germann<\/a><\/em><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"diskussion\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-diskussion tb_ykkz385 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_7jx4386 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_p89t386   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>\u00a0<\/p>\n<h2><em><strong>Diskussion\u00a0\u00fcber Markt, Macht, Verantwortung und Wachstumszwang<\/strong><\/em><\/h2>\n<p>Klicken Sie zur von Marguerite Meyer moderierten <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/live\/VIdVLajLxM4?si=3ZpwGUNvvxqeteqO&amp;t=6199\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Podiumsdiskussion mit (in alphabethischer Reihenfolge) Dr. iur. Elisabeth B\u00fcrgi Bonanomi, RA (Leiterin Bereich \u201eNachhaltigkeitsgouvernanz\u201c, Centre for Development and Environment CDE, Universit\u00e4t Bern), Angela Mattli (Fachleitung Rohstoffe \u2013 Handel \u2013 Finanzen, Public Eye), Botschafter Ivo Germann (Leiter der Direktion f\u00fcr Aussenwirtschaft des SECO) \u2192<\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraph3-2\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_wpzk460 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_jkkt460 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module icon -->\n<div  class=\"module module-icon tb_g3os460  normal circle icon_horizontal tf_textr\" data-lazy=\"1\">\n\t\t\t<div class=\"module-icon-item\">\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#TOC\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<em class=\"tf_box\"><svg  class=\"tf_fa tf-ti-arrow-up\" aria-hidden=\"true\"><use href=\"#tf-ti-arrow-up\"><\/use><\/svg><\/em>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span>zur\u00fcck nach oben<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<!-- \/module icon -->\n\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t<\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Transkription der Beitr\u00e4ge des ersten Teils der Konferenz<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":18296,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[102],"tags":[216,221],"class_list":["post-18157","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesellschaft","tag-pouvoir-de","tag-jma-2024-de","has-post-title","has-post-date","has-post-category","has-post-tag","has-post-comment","has-post-author",""],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.8 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Handel und Macht. 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Ein konkreter Vorschlag.<\/em><\/strong> (Dr. iur. Elisabeth B\u00fcrgi Bonanomi, CDE, Universit\u00e4t Bern)<\/a><br \/><a href=\"#seco\"><strong><em>Stellungnahme<\/em><\/strong> (Botschafter Ivo Germann, SECO)<\/a><br \/><a href=\"#diskussion\"><strong><em>Podiumsdiskussion<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<h2><strong><em>Zukunftsf\u00e4hige Handelspolitik<\/em><\/strong><\/h2> <h3>Angela Mattli, Fachleitung Rohstoffe \u2013 Handel \u2013 Finanzen, Public Eye<\/h3> <p>Ich freue mich sehr, darf ich heute bei euch sein und unsere Vision einer Aussenwirtschaftspolitik zur Schweiz pr\u00e4sentieren. Ich werde mich sehr stark auf die Handelspolitik fokussieren. Aussenwirtschaftspolitik ist nicht nur Handelspolitik, sondern es geht da um viel, viel mehr. Ich m\u00f6chte sehr gerne das Leitmotiv aufgreifen, das Lisa Mazzone vorher schon pr\u00e4sentiert hat.<\/p>\n<p>Es geht hier auch stark um Doppelstandards und darum, was wir hier in der Schweiz vertreten. Wo gibt es Koh\u00e4renz und wo haben wir ganz viel Hausaufgaben noch zu machen? Die Ausgangslage ist relativ klar. Ich verweise auch hier immer wieder auf die aussenpolitische Strategie des Bundesrates von 2024 bis 27, in denen der Bundesrat immer wieder konstatiert, auch zurecht, wir durchleben im Moment epochale Ver\u00e4nderungen.<\/p> <p>Auch wir haben eine Klimakrise, eine Biodiversit\u00e4tskrise, zunehmende Hungersn\u00f6te und auch eine wachsende Ungleichheit. Das ist im Moment der Rahmen, in dem wir uns bewegen, und ich finde es sehr wichtig, dass die Biodiversit\u00e4tskrise und auch die Klimakrise wieder mehr auf die politische Agenda kommen, nebst den ganzen geopolitischen Verflechtungen, die wir durchaus haben. Was haben wir im Moment in der Schweiz? Wir haben ein sogenanntes Gesetz \u00fcber die Aussenwirtschaftspolitik, das stammt aus dem Jahr sage und schreibe 1982. Das ist im Moment diese Grundlage, die wir haben in Bezug auf das Aussenwirtschaftsgesetz. Das ist die Grundlage die wir haben, aber es fehlen die materiellen Bestimmungen, um das Ganze auch aufzuf\u00fcllen und in den Kontext von uns allen einzubetten. <b>Die mangelnde Koh\u00e4renz<\/b>, Lisa spricht von Doppelstandards, die haben wir hier auch erkannt, es gibt doch eine mangelnde Koh\u00e4renz zwischen v\u00f6lkerrechtlichen und verfassungsrechtlichen Verpflichtungen in der Aussenwirtschaftspolitik, und eben auch eine relativ schwache demokratische Legitimation. Denken wir an die Abstimmung Indonesien, hier hat sich gezeigt, <b>es braucht vermehrt eine Debatte \u00fcber Aussenhandel in der Schweiz<\/b> und eben auch demokratischere Instrumente, um das auch im Vorfeld zu gestalten, sodass wir nicht nur \u00fcber einen pfannenfertigen Vertrag ja oder Nein abstimmen m\u00fcssen, sondern auch mitgestalten k\u00f6nnen, mit Grundlagen, wie so eine aussenwirtschaftspolitik aussehen k\u00f6nnte. Handelspolitik ist Lenkungspolitik, das vergessen wir auch immer wieder und wir k\u00f6nnen hier auch zusammen sehr viel steuern. Die Konsequenz, im Moment, so wie wir das einsch\u00e4tzen, ist, dass es eine sehr einseitige Ausrichtung gibt, Aussenwirtschaftspolitik auf Wirtschaftswachstum, auf monet\u00e4re Interessen, und auf Investoren und Grosskonzerne. UPOV : wir sehen hier wirklich im Zusammenhang mit Upov, diese Verflechtung\u2026.dazu sp\u00e4ter.<\/p> <p>Was mir sehr wichtig ist hier vor anzumerken, Public Eye, ist nicht gegen Freihandel, wir sind sehr daf\u00fcr, es braucht diese Instrumente, aber sie m\u00fcssen jetzt einfach verbessert werden: demokratischer werden und gerechter werden. Wir haben Anfang Jahr einen umfassenden Bericht ver\u00f6ffentlicht, um genau diese Debatte auch anzuregen und hier geht es genau darum, was eine Aussenwirtschaftspolitik ist, wie k\u00f6nnen wir uns das vorstellen. <b>Es beinhaltet verschiedene Themen wie beispielsweise Klimapolitik, Investitionspolitik, Steuerpolitik, digitale Handel und auch den ganzen Wissenstransfer und die Innovation.<\/b> Wie kann das gerecht gestaltet werden? Hinten findet ihr auch ein Magazin von uns, das diesen Bericht noch genauer vorstellt, wenn euch das eingehender interessiert. <\/p> <h4>Warum der Fokus auf Aussenwirtschaft?<\/h4> <p>Im Moment haben wir verschiedene Regulierungsans\u00e4tze:\u00a0<\/p> <ul> <li style=\"font-weight: 400;\">einerseits die <b>direkte Unternehmensregulierung, wie beispielsweise die Konzernverantwortungsinitiative,<\/b> die direkt auf die Konzerne abzielt. Wir stehen ja kurz davor von der sogenannten KVI 2.0, die im Januar dann wieder lanciert wird,\u00a0 und so auch zu einer gesellschaftspolitischer Debatte \u00fcber direkte Konzernregulierung f\u00fchren wird.\u00a0<\/li> <li style=\"font-weight: 400;\">Was in der Schweiz im Moment noch ein bisschen zu wenig diskutiert wird, ist die sogenannte <b>indirekte Unternehmungsregulierung<\/b>.\u00a0<\/li> <\/ul> <p>Hier hat vor allem die Handelspolitik eine sehr wichtige Komponente. In der EU geht es hier auch vorw\u00e4rts, zum Beispiel mit der EU Deforestation Regulation, die dieses Jahr verabschiedet wurde, auch mit Forced Labour Ban, welche\u00a0 auch im Fr\u00fchjahr verabschiedet wurde. Was haben wir in der Schweiz? Wir sind noch uns am Finden, was das heisst, resp. wie sollen wir uns dazu verhalten\u2026 Die EU geht hier vorw\u00e4rts und ich f\u00e4nde es wichtig, dass wir hier eben auch diese Koh\u00e4renz weiterverfolgen k\u00f6nnen, um wirklich miteinander voranzukommen.<\/p> <h4>Was ist der Status quo der Handelspolitik?\u00a0<\/h4> <ul> <li style=\"font-weight: 400;\">Intransparente Verhandlungen zu FHA mit stark limitierter Mitsprache des Parlaments<\/li> <li style=\"font-weight: 400;\">Keine fl\u00e4chendeckende vorg\u00e4ngige (ex-ante) menschenrechtliche Folgenabsch\u00e4tzung<\/li> <li style=\"font-weight: 400;\">Nachhaltigkeitskapitel nicht der Schiedsgerichtbarkeit unterstellt und fehlende \u00fcberpr\u00fcfbare Indikatoren und einer Ex-Post Analyse\u00a0<\/li> <li style=\"font-weight: 400;\">Fehlende Bestimmungen zur Einschr\u00e4nkung von Warenfl\u00fcssen aus menschenrechtswidriger Produktion<\/li> <li style=\"font-weight: 400;\">Bestimmungen zu geistigem Eigentum, die \u00fcber internationale Standards hinausgehen<\/li> <\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_6.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p> <h4>Was ist im Moment aufgegleist?<\/h4> <p>Es gibt sehr intransparente Verhandlungen zu Freihandelsabkommen, das ist aber nicht \u201cnaturgegeben\u201d.Aussenwirtschaftspolitik ist vor allem in der Exekutive angegliedert, das ist so, aber es finden auch jetzt Debatten statt, dar\u00fcber wie das transparenter gestaltet werden kann? Wo kann auch das Parlament verst\u00e4rkt mitsprechen? Und es gibt hier auch ein Postulat, dass der Bundesrat jetzt beantworten soll, wie ein Aussenwirtschaftsgesetz ausgestaltet werden k\u00f6nnte, welches auch dem Parlament mehr Mitsprache gibt.\u00a0<\/p> <p>Was wir auch im Moment monieren ist, dass es keine fl\u00e4chendeckende und konsequente vorg\u00e4ngige ex Ante, sprich eine Vorabsch\u00e4tzung, gibt, das heisst, bei jedem Freihandelsabkommen sollte es diese Absch\u00e4tzung geben. Wir haben jetzt mit Thailand erstmals eine solche Folgenabsch\u00e4tzung auf den Tisch, das begr\u00fcssen wir sehr, die eigentlich Standard sein sollte und wir sind jetzt auch daran mit verschiedenen anderen Partner*innen umgehend zu evaluieren und auch eine Absch\u00e4tzung zu machen, du hast, das heisst wir haben, aber auch auf der anderen Seite beispielsweise in diesem Punkt die Informationen, dass mit Thailand des FH Abkommen jetzt sehr sehr rasch abgeschlossen werden soll, und wir fragen uns deshalb auch, wird dann diese Analyse wirklich einbezogen, wie wirkt sich das auf die Verhandlungen aus, oder haben wir wieder mal einen netten Versuch, um diese Sachen theoretisch mit einzubeziehen,aber in der Realit\u00e4t in den Verhandlungen spielt es eine untergeordnete Rolle. Wir sind aber nicht so pessimistisch und hoffen, dass unsere Analyse wirklich auch einfliesst und darum freuen wir uns dann auch auf die Debatte dazu.<\/p> <p>Auch ein <b>Nachhaltigkeits-Kapitel<\/b> ist seit 2000 bei den EFTA Verhandlungen immer wieder in den FHA, das begr\u00fcssen wir. Wir haben jahrelang, zusammen mit vielen anderen Organisationen, daf\u00fcr gek\u00e4mpft, dass dieses Nachhaltigkeitskapitel jetzt systematisch auch reinkommt, damit es eben nicht der Schiedsgerichtsbarkeit unterstellt ist. Dieses Nachhaltigkeitskapitel sollte auch handbar werden im Vergleich zu anderen Kapiteln. Es gibt bisher keine \u00fcberpr\u00fcfbaren Indikatoren, wie das dann auch gemessen wird. Was wir hierzu auch immer wieder einbringen: Zu den\u00a0 verschiedenen Freihandelsabkommen, die bereits auf dem Tisch sind, soll immer eine Ex Post Analyse gemacht werden. Das heisst\u00a0 dann in Bezug auf Nachhaltigkeit, was sind die Methoden? Wo k\u00f6nnen wir das \u00fcberpr\u00fcfen? Hat das Nachhaltigkeitskapitel auf die FHA eine Wirkung gehabt? Auch hier fehlen uns im Moment die griffigen Instrumente, und wir sollten das auch systematisch ab jetzt einbeziehen bei jedem FHA, das die Schweiz sei es im 11 Rahmen\u00a0 sei es aber auch so verhandelt. Dann, was uns auch wirklich fehlt, sind Bestimmungen zur Einschr\u00e4nkung Warenfl\u00fcssen aus menschenrechtswidriger Produktion. Beispielsweise mit dem EU Forced Labour Ban gibt es Instrumente, die jetzt in der EU auf dem Tapet stehen und auch implementiert werden. Ich denke, hier gibt es auch quasi Parallelen, die man anwenden kann. Was jedoch sehr positiv ist und was uns auch Hoffnung macht hier, ist der PPM Ansatz, der ja genau nachhaltige Produkte f\u00f6rdern soll und hier sollte man auch diese Koh\u00e4renz\u00a0 machen. Was heisst Nachhaltigkeit, welche Instrumente haben wir, wie schr\u00e4nken wir die Produkte ein, die wir nicht wollen und wo lenken wir genau diese Sachen, die wir m\u00f6chten? Das ist auch etwas, was wir jetzt angehen m\u00fcssen.\u00a0 Und sind da auch die Bestimmungen zum geistigen Eigentum, die oft in den FHA \u00fcber die internationalen Standards hinausgehen. Es gibt hier verschiedene Beispiele dazu, wo wir diese Sachen sehen, zB Indien, da gab es keine fl\u00e4chendeckende menschenrechtliche Folgeabsch\u00e4tzung. Das Verhandlungsmandat ist schon seit 16 Jahren auf dem Tisch. Aber diese Folgeabsch\u00e4tzung wurde bis jetzt nicht gemacht und das hat uns sehr beunruhigt, da der Bundesrat in einer vorherige Strategie immer gesagt hat, dass bei wichtigen FHA diese Menschenrechtsfolgeabsch\u00e4tzungen gemacht werden sollen.<\/p> <p>Kein sanktionierbares Nachhaltigkeitskapitel, sehen wir im Kontext zu Indien. Wir haben ein Investors Pledge ohne klare Vorgaben.\u00a0 Also, man m\u00f6chte dort jetzt 100 Milliarden investieren, aber es ist nicht klar wo, was sind die Vorgaben? Was wir auch immer wieder zu sagen ist, die Schweiz ist keine Planwirtschaft und wir wissen nicht, worauf diese Investitionen in Indien abzielen. Sind das Kohlekraftwerke? Sind das nachhaltige Produkte? Wir\u00a0 wissen es schlicht nicht. Und es wird spannend sein, hier auch die Analyse zu machen in Bezug auf die Konferenz. <br \/>Was auch interessant ist, sind die Verhandlungen, die jetzt wieder stattfinden in Bezug auf ein Investitionsschutzabkommen mit Indien, das Mandat kommt ja aus den neunziger Jahren. Es wurde vor ein paar Jahren gek\u00fcndigt, jetzt haben wir die Informationen, das es wieder neu verhandelt wird, aber eben auf welcher Grundlage? Und was heisst das in Bezug auf Nachhaltigkeit und die weiteren Vorgaben, die wir in den letzten Jahren auch erreicht haben?<\/p> <p>Lisa hat es vorhin schon angesprochen, was uns sehr beunruhigt sind im Moment die neuen Verhandlungen.\u00a0 Wie wird das neue bilaterale Abkommen mit China? Es gibt hierzu eine Vorstudie, die im Januar verabschiedet wurde. Die Presse hat davor dazu berichtet, im Moment ist es aber sehr schwierig zu verstehen, um was es hier geht. Diese Studie ist nicht \u00fcber das \u00d6ffentlichkeitsgesetz verf\u00fcgbar. Wir wissen nicht, was da drinsteht, und das beunruhigt uns doch auch, weil wir schon vor 10 Jahren moniert haben, dass das Thema Menschenrechte dort nicht gezielt angesprochen wird, vor allem nicht so verbindlich, wie wir das m\u00f6chten. Es gibt im Moment keine menschenrechtliche Folgenabsch\u00e4tzung, auch nicht beim Update. Bestimmungen zu Menschenrechten fehlen. Was heisst das dann auch in Bezug auf Waren aus menschenrechtswidriger Produktion, wie Zwangsarbeit?\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_8.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p> <p>Es gibt im Moment einen arbeitsrechtlichen Austausch, einen Dialog, der immer wieder passiert und wir begr\u00fcssen es.\u00a0 Das ist sehr wichtig, aber es sollte doch auch zu einem integralen Bestandteil des Freihandelsabkommens werden. Der Unterschied, den wir jetzt haben zu 2014, es untersteht dem fakultativen Referendum, das heisst, wir k\u00f6nnen auch hier zu eine Debatte f\u00fchren und auf diese Debatte freue ich mich sehr.\u00a0<\/p> <p>Dann ein Beispiel im UPOV, ich hab es bereits erw\u00e4hnt, hier haben wir wirklich einen sehr krassen Doppelstandard. UPOV 91 ist immer noch in Kraft, die Schweiz fordert das auch immer wieder ein, zusammen mit der EFTA, obwohl die Schweiz selbst UPOV 91 nicht ratifiziert hat. Hier haben wir einen sehr klassischen Doppelstandard: einerseits wird das auch nach aussen gefordert, intern aber nicht. Und es ist schon sehr interessant zu sehen, wie sich das weiterentwickelt und auch die Kritik vom UNO Sonderbotschafter, letztes Jahr, hat wirklich moniert, dass UPOV auch das Recht auf Nahrung unterminiert, und es ist nicht nachvollziehbar, dass die EFTA diesen Grundsatz weiterzieht. Auch Norwegen hat es \u00fcbrigens nicht ratifiziert, also die Version 91. Von dem her, warum fordern wir Sachen gegen aussen, die wir innen nicht anwenden? <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_1_9.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p> <p>Und das erscheint uns schon sehr problematisch, in der Nachhaltigkeitsstudie zum EFTA Thailand wird diese Frage in unseren Augen umschifft und insofern auch das UPOV-System indirekt verteidigt. Wir wissen nicht genau, wie sich UPOV im FHA Thailand auswirkt, wir haben keine Informationen dazu, aber ich hoffe sehr, dass dieser Standard mittelfristig wirklich abgeschafft wird, weil es in unseren Augen keinen triftigen Grund gibt, warum das aufrechterhalten wird.\u00a0<\/p> <p>Unsere Forderung von Public Eye ist ein umfassendes Au\u00dfenwirtschaftsgesetz, das eben der Wirtschaft und der Nachhaltigkeit Rechnung tr\u00e4gt, dass wir wirklich in der Balance sind dazu und dass\u00a0 es eine demokratische Legitimation gibt in Koh\u00e4renz mit der Bundesverfassung und dass diese Debatten nicht immer im Laufe von Referendum gef\u00fchrt werden m\u00fcssen, sodass wir hier wirklich einen koh\u00e4renten Rahmen haben, um unsere Aussenwirtschaftspolitik nachhaltig zu gestalten.\u00a0<\/p> <p>Ich danke ihnen sehr f\u00fcr die Aufmerksamkeit und freue mich auf den heutigen Tag.<\/p>\n<a href=\"#TOC\"> <em><svg aria-hidden=\"true\"><use href=\"#tf-ti-arrow-up\"><\/use><\/svg><\/em> zur\u00fcck nach oben <\/a>\n<p>&nbsp;<\/p> <h2><em><strong>Bundesgesetz \u00fcber nachhaltigen Agrarhandel? Ein konkreter Vorschlag &amp; Notwendigkeit neuer Ideen.<\/strong><\/em><\/h2> <h3>Dr. iur. Elisabeth B\u00fcrgi Bonanomi, Leiterin Bereich \u201eNachhaltigkeitsgouvernanz\u201c, Centre for Development and Environment CDE, Universit\u00e4t Bern<\/h3> <p>Bevor ich beginne gleich kurz zu meiner Person, damit sie mich noch etwas besser verorten k\u00f6nnen: Ich bin der Rechtswissenschaftin, habe also immer einen Blick auf das Recht, habe auch lange in der Verwaltung gearbeitet, unter anderem, vor Jahren, f\u00fcr Bundesrat R\u00f6sti. Ich bin F\u00fcrsprecherin, habe Gesetzgebung gemacht, bin dann zur\u00fcck an die Uni gegangen und doktorierte zu nachhaltigem Agrarhandel. Seither arbeite ich am Zentrum f\u00fcr Umwelt und Entwicklung. Wir machen grunds\u00e4tzlich interdisziplin\u00e4re Forschung; ich arbeite mit Geografen und \u00d6konomen, Leuten im Globalen S\u00fcden und im globalen Norden. Wir versuchen nicht nur Problemanalyse zu machen, die Probleme wurden heute von Lisa Mazzone schon auf den Tisch gelegt, sondern immer auch \u00fcber die Problemanalyse an L\u00f6sungen zu arbeiten. Als Wissenschafter*innen haben wir die Narrenfreiheit, etwas rauszuzoomen, etwas gr\u00f6sser zu denken und uns zu \u00fcberlegen, sind diese Ideen schon auf den Tisch gekommen. Solche Ideen werde ich Ihnen heute vorstellen. Ich werde mich jetzt eben nicht so stark auf die Problemanalyse fokussieren, sondern vielmehr gewisse Handlungsebenen aufzeigen, etwas auch im Anschluss an das, was Angela Mattli schon gemacht hat und ein paar Beispiele aus unserem Forschungsalltag bringen.\u00a0<\/p> <p>Handelsregeln sind auch etwas sehr kompliziertes und ich weiss manchmal nicht, ob ich genau die richtige Flugh\u00f6he habe, es ist nicht ganz einfach, das zu bringen, aber Sie k\u00f6nnen ja dann auch in der Diskussion Fragen stellen.<\/p> <p>Wie schon auch erw\u00e4hnt von Lisa Mazzone, Ern\u00e4hrung ist politisch. \u00dcber unsere Regeln gestalten wir die Art und Weise, wie produziert wird im In- und Ausland. Es geht um Subventionsregulierungen, Z\u00f6lle, Regeln, Standards: das ganze Setting von Instrumenten, das wir haben im \u00f6ffentlichen Beschaffungswesen, welches dar\u00fcber hinaus bestimmt, wer wie wo Nahrung produziert. Und manchmal haben wir so den Blick stark auf dem Inland, wir wissen etwas \u00fcber das Direktzahlungssystem, aber wir kennen diese ganzen Regulierungen, die dahinter stehen und was das mit dem internationalen Recht zu tun hat, nicht so gut. Da m\u00f6chte ich jetzt heute ansetzen. Vielleicht noch einmal kurz zu was pr\u00e4sentiert worden ist, zum Aussenwirtschaftsgesetz: wir selber von der Wissenschaft finden das eine interessante Idee, weil eine bessere gesetzliche Grundlage in der Aussenwirtschaftspolitik helfen k\u00f6nnte, die Aussenwirtschaftspolitik besser an die verfassungsrechtlichen Grundlagen zur\u00fcck zu binden.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art02.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p> <p>In der Verfassung steht, dass die Schweiz die Wohlfahrt des Landes w\u00fcrdigen soll, aber auch - zum Beispiel - die nachhaltige Entwicklung. Hier ist die Staatszielbestimmung ganz wichtig, aber auch Artikel 54 ist die relevante Grundlage im Bereich der Aussenwirtschaftspolitik. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_art54.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p> <p>Wenn die Schweiz wirtschaftspolitisch etwas\u00a0 macht, kann sie einerseits die Unabh\u00e4ngigkeit der Schweiz st\u00e4rken und ihre Wohlfahrt st\u00e4rken, muss aber gleichzeitig zur Linderung von Not und Armut beitragen, zur Achtung der Menschenrechte, F\u00f6rdern der Demokratie, Erhaltung der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen. Es geht also darum, in der Aussenwirtschaftspolitik sich zu \u00fcberlegen, wie kann ich die Wirtschaft st\u00e4rken, aber gleichzeitig andere Zielsetzungen auch erreichen? Wo liegt das dazwischen? Diese Abw\u00e4gung wird nicht immer so optimal gemacht. Allenfalls kann eine gesetzliche Grundlage diese R\u00fcckbindung etwas verbessern.<\/p> <p>Heute befinden wir uns bei den Handelsregeln in einem Suchprozess. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen, hier ganz einfach kurz noch einmal dargestellt: In den letzten 100 Jahren haben die Fl\u00fcsse, dh Kapitalfl\u00fcsse, G\u00fcterfl\u00fcsse, Informationsfl\u00fcsse, Menschenfl\u00fcsse quasi auf der Welt ganz ganz stark zugenommen. Wir haben eine Situation, in der weltweit viele der Umweltgrenzen stark \u00fcberschritten sind, und wir haben eine sehr starke Ungleichverteilung auf der Welt. Nat\u00fcrlich noch viele andere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund findet heute ein Suchprozess statt. Wie muss Handeln reguliert sein, damit wir diesen Herausforderungen gerecht werden k\u00f6nnen. Wir sind nicht mehr da -vor 20 Jahren hats geheissen \u201e\u00d6ffnen, Freihandel, dann haben wir alle Probleme gel\u00f6st!\u201c Ich denke, die Welt ist heute einen Schritt weiter, aber weiss noch nicht so recht, wo sie ist. Ich war k\u00fcrzlich am Public Forum der Welthandelsorganisation in Genf. Das ist eine grosse internationale Konferenz, wo viele Ideen ausgetauscht werden. Es ging doch sehr viel um Nachhaltigkeit und sehr viel und nachhaltige Regeln. Nebst vielem alten Wein in neuen Schl\u00e4uchen gab es doch aber auch kritische Wortmeldungen unter anderem hat WTO Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala eingestanden auf einem Panel mit jungen Leuten, dass sie nicht so recht wissen was denn gute L\u00f6sungen sind, wenn wir in der Wirtschaft auch daf\u00fcr sorgen m\u00fcssen, dass viel weniger Ressourcen verbraucht werden, aber gleichzeitig Wachstum brauchen, um Armut zu begegnen; was sind denn die gute L\u00f6sungen dazwischen? Sie hat selber gesagt: \u201eWir brauchen Ideen, die Ideen liegen noch nicht \u00fcberall auf dem Tisch. So etwas kann man auch aus der Strategie der Aussenwirtschaftspolitik des Bundes raush\u00f6ren. Das Wort nachhaltige Entwicklung ist dort sehr viel enthalten, aber was ist das denn genau, was braucht es denn ganz genau f\u00fcr Regeln? Da fehlt es vielleicht noch etwas an Ideen. Bei den Handelsregeln, oder, da gibt es verschiedene Gouvernanzebenen. Ein Staat wie die Schweiz oder auch ein Verbund wie die EU kann selber t\u00e4tig werden, national die Z\u00f6lle setzen usw. hat hier also einen gewissen Spielraum. Ein Staat regelt aber den Handel auch bi- und plurilateral mit Handelsvertr\u00e4gen oder international eben bei der WTO.<\/p> <p>Ich werde jetzt 3 Beispiele aufzeigen, wie die Schweiz im Ern\u00e4hrungsbereich etwas konstruktiver regulieren k\u00f6nnte, um nachhaltige Ern\u00e4hrungssysteme bei uns, aber auch in den Partnerl\u00e4ndern zu f\u00f6rdern.\u00a0<\/p> <p>Das erste Beispiel ist dieses: Wir haben ein Bundesgesetz \u00fcber nachhaltigen Agrarhandel geschrieben als Synthese einer Forschungsarbeit. Es war ein dreij\u00e4hriges Forschungsprojekt vom Nationalfonds finanziert. Es waren 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt aus unterschiedlichen Disziplinen. Wir haben das Projekt an Artikel 104 A der Bundesverfassung angekn\u00fcpft, es stimmt aber nicht ganz was Lisa Mazzone gesagt hat, dass die Fair Food Initiative keine Auswirkungen hatte: sie hat doch Auswirkungen, n\u00e4mlich sie ist in die Bundesverfassung indirekt eingeflossen \u00fcber Buchstabe D dieser Bestimmung. <b>Darin steht, dass der Bund grenz\u00fcberschreitende Handelsbeziehungen so gestalten muss, dass sie zur nachhaltigen Entwicklung der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft beitragen. Diese Bestimmung ist im Moment noch nicht mit Inhalt gef\u00fcllt<\/b>. Deshalb haben wir uns \u00fcberlegt, wie man das konkret machen k\u00f6nnte. Es ist \u00fcbrigens eine Bestimmung mit sehr viel Potenzial. Ich habe k\u00fcrzlich auch einen Verfassungskommentar dazu geschrieben, der im <em><a href=\"https:\/\/www.legalis.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Basler Kommentar<\/a><\/em>\u00a0erscheinen wird, falls Sie das interessiert. Was haben wir gemacht?\u00a0<\/p> <p>Wir haben sehr viele Studien aus verschiedenen Perspektiven gemacht und damit quasi die gesetzliche Grundlage. Dieses Wissen soll in diese Gesetzgebung, die wir da entwerfen, als Beispiel einfliessen.\u00a0<\/p> <p>Hier die Studie, falls sie das interessiert, hat zum Beispiel interessante Sachen drin wie: gibt es so etwas wie ein internationales Verst\u00e4ndnis von nachhaltigen Ern\u00e4hrungssystemen?\u00a0<\/p> <p>Eine der Studien hat klar gezeigt, dass diese Bestimmung der Verfassung verbindlicher Natur ist und dass hier der Bund eine Handlungspflicht hat. Interessant sind vielleicht auch die 2 Studien zur WTO Schiedsgerichtsbarkeit. Da haben wir uns die WTO Regeln genau angeschaut und die Rechtsprechung, und uns gefragt, wenn es die Schweiz differenziert regulieren w\u00fcrde, etwas \u00e4hnlich wie von der Fair Food Initiative vorgesehen, w\u00e4re das m\u00f6glich? Wir sind zum Schluss gekommen, dass das geht. Es braucht aber gewisse Regeln, wie zum Beispiel, dass die Regeln, die Sie gegen Aussen setzen gegen Innen konsistent sind. Dass Sie also auch im Inland eine nachhaltige Agrarpolitik verfolgen oder dass Sie kontextgerechte Regeln schreiben. Das heisst nicht, Regeln der Schweiz einfach auf ein anderes Partnerland aufoktroyieren, sondern schauen, was \u201enachhaltig\u201c heisst im Partnerland. Am Schluss sind wir zu diesem Bundesgesetz gekommen.\u00a0<\/p> <p>Was steht da drin? Das k\u00f6nnen Sie gerne lesen auf der <em><a href=\"https:\/\/www.cde.unibe.ch\/forschung\/projekte\/diversifizierte_ernaehrungssysteme_dank_nachhaltiger_handelsbeziehungen\/index_ger.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Projektwebsite<\/a><\/em>, mit Storyline und Verlinkung der Publikationen. Wir haben argumentiert, dass die Regeln heute zum undifferenziert sind, dass Sie Regeln brauchen, die einerseits den Import von wirklich nachhaltig wertvollen G\u00fctern f\u00f6rdern in die Schweiz(das h\u00f6rt der Bauernverband nicht so gerne), gleichzeitig brauchen wir Regeln, die den Import und den Handel mit sch\u00e4dlichen G\u00fctern erschwert und: wir m\u00fcssen die gleichen Kriterien im Inland anwenden und daf\u00fcr haben wir auch Vorschl\u00e4ge gemacht. Also es Disabling und Enabling und gegen innen und aussen.\u00a0\u00a0\u00a0<\/p> <p>Wir sind auch davon ausgegangen, dass Artikel 104 A besagt, dass wir beides machen in der Schweiz: wir produzieren im Inland und wir importieren, und das ist in Ordnung so. Aber wir haben einen Hebel. Es geht um das Verh\u00e4ltnis, das ist wichtig, es braucht einen Schutz im Inland. Die Frage ist: was ist der Schutz, wie gross, wie umfangreich?\u00a0<\/p> <p>Wenn wir importieren, haben wir Partnerschaften im Ausland und tragen dort eine Verantwortung. Es geht also immer um beides. Wichtig ist: wie kann man f\u00f6rdern und hindern? Wir denken oft an Z\u00f6lle und Verbote. Es gibt ganz viele andere F\u00f6rdermassnahmen: Sie k\u00f6nnen zum Beispiel Qualit\u00e4tssicherung machen im Labelbereich, Sie k\u00f6nnen im \u00f6ffentlichen Beschaffungswesen F\u00f6rdern oder Verhindern, Sie k\u00f6nnen einfachere ein Zulassungsverfahren machen, steuerliche Anreize oder Kontingente zum Teil reservieren f\u00fcr gewisse Produkte usw., da gibt es eine ganze Palette von M\u00f6glichkeiten. <b>Es ist also nicht per se alles WTO inkompatibel, sondern es gibt hier einen gewissen Spielraum.<\/b> Wir haben uns nat\u00fcrlich, auch wir hatten einen Stakeholder-Prozess, und es wurde viel gesagt \u201edas\u00a0 ist alles sch\u00f6n und gut, aber nicht machbar und nicht kontrollierbar\". Wir haben uns ein Verfahren \u00fcberlegt, das nicht auf einer umfassenden Kontrolle passiert, aber auf Vertrauen auch mit Positiv- und Negativliste. Das geht etwas weit, aber wir finden das Verfahren gut und ich glaube, es w\u00e4re interessant, das mal anzuschauen.\u00a0<\/p> <h3><strong>Nationaler Spielraum<\/strong><\/h3> <p>Wie ist dieser Vorschlag eines Systems, wo wir gewisse Handelsbereiche f\u00f6rdern, aber andere unterbinden? Wie ist es in die internationale Debatte eingebettet? Das ist ja ein wissenschaftlicher Vorschlag. Wir haben \u00e4hnliche Ans\u00e4tze zum Beispiel in Frankreich. In Frankreich gibt es Fair trade Gesetze, die versuchen den Handel mit fair trade Produkten zu f\u00f6rdern. Das ist dieses Enabling. Wir haben aber vor allem die heutige Tendenz in der EU und die neuen Regulierungen wurde angesprochen, die versuchen eher, das Sch\u00e4dliche zu zu verhindern. Hier ist vor allem die Verordnung f\u00fcr entwaldungsfreie Lieferketten zu erw\u00e4hnen. Diese ist neu in Kraft und in einem Jahr d\u00fcrfen gewisse Rohstoffe nicht mehr importiert werden, die mit Entwaldung in Zusammenhang stehen. Das ist eine strenge Regulierung, die versucht dieses Disabling zu machen. Was ist die Rolle der Schweiz? Die Schweiz will h\u00e4ufig neue Regulierungen der EU nicht \u00fcbernehmen und dann m\u00fcssen wir sie irgendwann einmal doch \u00fcbernehmen, weil wenn wir sie nicht \u00fcbernehmen werden das nichttarif\u00e4re Handelshemmnisse.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1_2_29.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p> <p>Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter kommen wir nicht darum herum, das, was von der EU kommt, zu \u00fcbernehmen, um unsere Unternehmen nicht zu benachteiligen.\u00a0 Aber kann die Schweiz nicht auch eine konstruktivere Rolle spielen als dieses defensive und dann auch etwas passive Verhalten weiter so zu leben? Wir haben Vorschl\u00e4ge gemacht, wie die Schweiz diese Regulierung in ein eigenes Gesetz \u00fcbersetzen k\u00f6nnte und gleichzeitig die Schwachstellen angehen k\u00f6nnte. Also diese Regulierung ist vor allem auf die Umweltfrage auf die Entwaldungs-Frage fokussiert. Sie will gewisse Sachen nicht mehr, aber sie ist nicht nur gut, so wie sie geschrieben ist, z.B. f\u00fcr Kleinb\u00e4uerinnen. Es braucht auch F\u00f6rdermassnahmen, Einschluss-Massnahmen f\u00fcr Kleinb\u00e4uerinnen, damit das Ganze sozialvertr\u00e4glich wird. <b>Die Schweiz k\u00f6nnte hier als etwas Aussenstehendere Akteurin kooperativ-souver\u00e4n vorgehen und interessante Vorschl\u00e4ge in den Diskurs einbringen, indem sie zum Beispiel ihre Regulierung gleichzeitig noch F\u00f6rderungsmassnahmen einf\u00fcgt, und so auch die Debatte in der EU weiterbringen.\u00a0<\/b><\/p> <h3><strong>Internationale M\u00f6glichkeiten<\/strong><\/h3> <p>Bei den Handelsvertr\u00e4gen verhandeln wir mit anderen Staaten, hier kann die Schweiz auch kooperativ-souver\u00e4n und nachhaltig versuchen zu regulieren. Es geht da immer ganz genau darum, deshalb m\u00fcssen Sie den Inhalt des Abkommens anschauen: welcher Markt wird gef\u00f6rdert, werden sch\u00e4dliche M\u00e4rkte gemieden? Ist kreativ reguliert worden, auch um nachhaltige Prozesse zu f\u00f6rdern und nicht nachhaltige zu unterbinden ? Da stellen sich verschiedene Fragen auch in Bezug auf diese Nachhaltigkeitsanalysen, die Frau Mattli erw\u00e4hnt hat.\u00a0<\/p> <p>Die Schweiz ist nat\u00fcrlich auch eine international aktive Akteurin und k\u00f6nnte vielleicht auch etwas aktiver sein. Die WTO war lange ein untergehendes Schiff, aber es kommt wieder Momentum auf; die WTO ist grunds\u00e4tzlich, finde ich, eine sehr wichtige Regulierungsinstanz. Dort wird Handel geregelt. Wie ich aufgezeigt habe, ist auch dort ein Suchprozess in Gang, es kommen das Fischereiabkommen, zum Beispiel ist dort abgeschlossen worden, was ein sehr wichtiges Abkommen ist, um Fischerei-Subventionen zu reduzieren, jetzt stellt sich die Frage, was macht die Schweiz in Bezug auf die WTO? Bringt sie gute Ideen ein? Auf dem Tisch ist zum Beispiel im Moment, ob es ein Abkommen braucht f\u00fcr Subventionen im\u00a0 Bereich der fossilen Brennstoffe. Ist die Schweiz aktiv auch dort bei indirekten Subventionen? Dort wo es uns wehtut oder nur dort wo es anderen wehtut? Geht es auch um Finanzfl\u00fcsse zum Beispiel oder nicht? Neue Ideen sind \u00fcberall gefragt. Noch ein Beispiel aus meinem Forschungsalltag: Wir haben ein neues Projekt seit einem Jahr, ein internationales Konsortium, mit Leuten aus der ganzen Welt - auch aus vielen S\u00fcdl\u00e4ndern-, wo wir uns \u00fcberlegen: wie k\u00f6nnte man das WTO Agrarabkommen, das ganz stark bestimmend ist, verbessern? Das WTO-Agrarabkommen bestimmt quasi den politischen Spielraum der L\u00e4nder, und so wie es heute ist, ist es wirklich nicht gut. Ich kann ihnen nachher erkl\u00e4ren warum. Wir \u00fcberlegen uns, wie es besser geschrieben werden k\u00f6nnte.\u00a0 Wir schreiben ein neues Agrarabkommen mit Blick auf all diese Menschenrechts- und Umweltregulierungen, die da draussen sind, wir \u00fcberlegen uns, wie k\u00f6nnte ein internationales Handelssystem aussehen, das lokale Ern\u00e4hrungssysteme st\u00fctzt, aber gleichzeitig gerechten Handel erm\u00f6glicht? Wie sieht das aus? Wir schreiben runter in einer Rechtssprache.\u00a0 Wir werden diese Ideen dann gerne mit Ihnen gemeinsam besprechen: wir machen Ende n\u00e4chstes Jahres oder Anfang 2026 eine fiktive parlamentarische Debatte zu diesem Agrarabkommen, zu der wir Sie gern einladen.<\/p> <p>Handel kann nachhaltige Prozesse unterst\u00fctzen, es kann aber auch das Gegenteil ausl\u00f6sen. Handel ist immer gestaltet und immer reguliert. Die Frage ist, wie sieht eine zukunftsgerichtete Handelsregulierung aus? Wie kann man eine Debatte gestalten, ohne ist es immer heisst, das ist protektionistisch, sondern wo sind die L\u00f6sungen dazwischen? Wie k\u00f6nnen alte Muster, auch Pfadabh\u00e4ngigkeiten, auch postkoloniale Pfadabh\u00e4ngigkeiten, verlassen werden? und welche Akteurinnen braucht es?\u00a0 Meines Erachtens braucht es neue\u00a0 Akteuren in dieser Debatte, Leute, die weiter denken, die sich an diese Fragen heranwagen.<\/p>\n<a href=\"#TOC\"> <em><svg aria-hidden=\"true\"><use href=\"#tf-ti-arrow-up\"><\/use><\/svg><\/em> zur\u00fcck nach oben <\/a>\n<p>\u00a0<\/p> <h2><strong><em>Stellungnahme<\/em><\/strong><\/h2> <h3>Botschafter Ivo Germann, Leiter der Direktion f\u00fcr Aussenwirtschaft des SECO<\/h3> <p><em><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/10\/1.3.-IG-Inputreferat-Ivo-Germann.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4sentation Ivo Germann<\/a><\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p> <h2><em><strong>Diskussion\u00a0\u00fcber Markt, Macht, Verantwortung und Wachstumszwang<\/strong><\/em><\/h2> <p>Klicken Sie zur von Marguerite Meyer moderierten <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/live\/VIdVLajLxM4?si=3ZpwGUNvvxqeteqO&amp;t=6199\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Podiumsdiskussion mit (in alphabethischer Reihenfolge) Dr. iur. Elisabeth B\u00fcrgi Bonanomi, RA (Leiterin Bereich \u201eNachhaltigkeitsgouvernanz\u201c, Centre for Development and Environment CDE, Universit\u00e4t Bern), Angela Mattli (Fachleitung Rohstoffe \u2013 Handel \u2013 Finanzen, Public Eye), Botschafter Ivo Germann (Leiter der Direktion f\u00fcr Aussenwirtschaft des SECO) \u2192<\/a><\/p>\n<a href=\"#TOC\"> <em><svg aria-hidden=\"true\"><use href=\"#tf-ti-arrow-up\"><\/use><\/svg><\/em> zur\u00fcck nach oben <\/a>","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18157","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18157"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18157\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18177,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18157\/revisions\/18177"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}