{"id":3909,"date":"2021-06-29T18:48:49","date_gmt":"2021-06-29T16:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/?p=3909"},"modified":"2022-08-13T13:53:54","modified_gmt":"2022-08-13T11:53:54","slug":"resilient-agriculture","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/landwirtschaft\/resilient-agriculture\/","title":{"rendered":"Resilient agriculture for global health"},"content":{"rendered":"<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-3909\" data-postid=\"3909\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-3909 themify_builder tf_clear\">\n    \t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"TOC\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_jubc172 tb_first tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_r92v227 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_r0jz009   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>(R\u00fcckblick auf die Tagung vom 4. und 5. Juni 2021)<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_s98y330   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Maude Barlow, Tammi Jonas, Alex Liebman, Raffaele Morgantini, Rob Wallace und Christian Zeller diskutierten mit uns<\/p><ul><li><strong>These 1: Das vermehrte Auftreten von Viren (Zoonosen) ist eine Folge unserer industrialisierten und globalisierten Nahrungsmittelproduktion. <\/strong><\/li><li><strong>These 2: Die Krisenverursacher sind auch ihre grossen Gewinner. <\/strong><\/li><li><strong>These 3: Der Weg raus aus dieser Sackgasse f\u00fchrt \u00fcber einen anderen \u00abStoffwechsel\u00bb zwischen Mensch und Natur: Agrar\u00f6kologie und Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t statt Fabriktierhaltung, Land- und Wasserprivatisierung.<\/strong><\/li><\/ul>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_l5cm332  repeat \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Inhaltsverzeichnis<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"#cz\">Erderhitzung und die Covid-19-Pandemie &#8211; warum wir unseren Stoffwechsel mit der Natur radikal umbauen m\u00fcssen<em> (Christian Zeller)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#rw_al\">Agrobusiness, Finanzkapital und Pandemien<em> (Rob Wallace und Alexander Liebman)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#dk\">Fabriktierhaltung und ihre Konsequenzen, <em>Devlin Kuyek<\/em><\/a><br \/><a href=\"#qa\">Q&amp;A des ersten Tages (<em>Devlin Kuyek, Alex Liebman, Rob Wallace und Christian Zeller)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#mb\">Erderw\u00e4rmung, Wasserprivatisierung und Public Health<em> (Maude Barlow)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#tj\">Agrar\u00f6kologie, ein Leben in Gemeinschaft mit der Natur <em>(Tammi Jonas)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#panel\">Abschlussdiskussion:\u00a0 The buck stops here (Maude Barlow, Tammi Jonas, Rafaelle Morgantini und Christian Zeller, Moderation Eva Gelinsky) \u2192<\/a><br \/><a href=\"#links\">Hintergrunddokumente und Links<\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"cz\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_8uxj702 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_frnf993 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_1ppi070   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Erderhitzung und die Covid-19-Pandemie \u2013 warum wir unseren Stoffwechsel mit der Natur radikal umbauen m\u00fcssen<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tb_4pnw779 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"subrow_inner col_align_top tb_col_count_2 tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_g5k4797 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_s2vq770   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Christian Zeller, Universit\u00e4t Salzburg<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module accordion -->\n<div  class=\"module module-accordion tb_r99y200 \" data-behavior=\"toggle\" data-lazy=\"1\">\n    \n    <ul class=\"ui module-accordion plus-icon-button  tb_default_color\">\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-r99y200-0\" aria-controls=\"acc-r99y200-0-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Abstract<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-r99y200-0-content\" data-id=\"acc-r99y200-0\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Seit Beginn des Ackerbaus haben die Menschen mit der Landwirtschaft die Natur und Landschaften ver\u00e4ndert. Die industrielle Landwirtschaft treibt nunmehr einen gesellschaftlichen Stoffwechsel mit der Natur voran, der \u00d6kosysteme gro\u00dfr\u00e4umig zerst\u00f6rt. Sie wurde zur Destruktivkraft, die den Menschen und der nichtmenschlichen Natur die Existenzgrundlagen entzieht. Die Kolonisierung der Natur geht mit der Ausbeutung der Arbeit einher. Der kapitalistische Zwang zur Kapitalakkumulation hat den Riss im Stoffwechsel mit der Natur so weit getrieben, dass die lebensfreundliche Konfiguration des Zeitalters des Holoz\u00e4ns ins Wanken geriet und durch das instabile Anthropoz\u00e4n abgel\u00f6st wurde. Das \u00dcberleben im Anthropoz\u00e4n verlangt radikale gesellschaftliche Antworten.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-r99y200-1\" aria-controls=\"acc-r99y200-1-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-r99y200-1-content\" data-id=\"acc-r99y200-1\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Die Pandemie hat die Klimakrise eine Weile in den Hintergrund treten lassen. Dabei sollte uns eigentlich klar sein, dass die Auswirkungen der Klimakrise um ein vielfaches heftiger sein werden als das, was wir mit der Pandemie erleben.<\/p>\n<p>Seit der ersten COP-Konferenz der Vereinten Nationen zur globalen Erw\u00e4rmung im Jahr 1995 hat sich die Lage deutlich versch\u00e4rft, die Emissionen nehmen weiter zu. Die Auswirkungen sind bereits jetzt \u00fcberall um uns herum zu sp\u00fcren. Um nur einige zu nennen: h\u00e4ufigere und intensivere Hitzewellen f\u00fchren zu einer Zunahme von Waldbr\u00e4nden, D\u00fcrren und W\u00fcstenbildung. Auf der anderen Seite h\u00e4ufen sich schwere \u00dcberschwemmungen und St\u00fcrme. Doch was wir jetzt erleben, ist wohl nur ein Vorgeschmack darauf, was noch folgen wird. Erh\u00f6hen sich die Temperaturen weiter, drohen Kipppunkte im Erdsystem, die eine verh\u00e4ngnisvolle Eigendynamik ausl\u00f6sen und die Erderhitzung zus\u00e4tzlich antreiben k\u00f6nnten. Einige Wissenschaftler*innen bef\u00fcrchten eine \u00abglobale Kaskade\u00bb von interagierenden Kipppunkten.<\/p>\n<p>Die Landwirtschaft ist nicht nur \u2013 bereits jetzt \u2013 unmittelbar von diesen Ver\u00e4nderungen betroffen. Sie ist auch ein relevanter Verursacher: Es sind vor allem die grossen industrialisierten Strukturen und Konzerne in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, die nicht nur sehr entscheidend zur Klimakrise beitragen, sondern \u2013 und hier zeigt sich, dass die Probleme, die wir behandeln werden, miteinander verkn\u00fcpft sind \u2013 auch f\u00fcr die Entstehung neuer zoonotischer Viren verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Doch nicht nur das: die Art und Weise, wie Landwirtschaft heute betrieben wird, hat auch einen entscheidenden Einfluss darauf, was seit einiger Zeit unter dem Begriff \u00abAnthropoz\u00e4n\u00bb diskutiert wird. Ich nenne hier nur eine Zahl: Heute ist in D\u00fcngemitteln, die in der Landwirtschaft verwendet werden, mehr Stickstoff synthetisch gebunden, als im gesamten Erdsystem nat\u00fcrlich gebunden ist. Die \u00f6kologischen Konsequenzen dieses Eingriffs in den globalen biochemischen Stickstoffkreislauf sind massiv. Die Art und Weise unserer Produktion, gerade auch in der Landwirtschaft, treibt uns also zunehmend an die Belastungsgrenzen des Erdsystems.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte an dieser Stelle den Biologen Richard Levins zitieren, der sehr treffend einmal geschrieben hat: \u00bbIn der [kapitalistisch organisierten] Landwirtschaft geht es nicht darum, Nahrungsmittel zu produzieren, sondern um Profite. Das Essen ist lediglich Beiwerk.\u00ab (Richard Levins). Liegt hier der Kern des Problems, an den wir dran m\u00fcssen, wenn wir nicht nur weitere Pandemien, sondern auch die Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise zumindest in ihren schlimmsten Auswirkungen noch verhindern wollen? Unter anderem diese zentrale Frage wird Christian Zeller in seinem Vortrag behandeln.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-r99y200-2\" aria-controls=\"acc-r99y200-2-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Kurzbiographie von Christian Zeller<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-r99y200-2-content\" data-id=\"acc-r99y200-2\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"toggle-box-content\">\n<p><a href=\"https:\/\/uni-salzburg.elsevierpure.com\/en\/persons\/christian-zeller-4\">Christian Zeller<\/a><span lang=\"DE-CH\"> lehrt Wirtschaftsgeographie und Global Studies an der Universit\u00e4t Salzburg. Er publiziert zu global ungleicher Entwicklung, Bedeutungszunahme des Finanzkapitals, Inwertsetzung der Natur, Stadtentwicklung und Wirtschaftsdemokratie. 2020 ist sein Buch <a href=\"https:\/\/www.oekom.de\/buch\/revolution-fuer-das-klima-9783962381882\">Revolution f\u00fcr das Klima. Warum wir eine \u00f6kosozialistische Alternative<\/a> brauchen im Oekom-Verlag erschienen. Er setzt sich f\u00fcr eine transnationale \u00f6kosozialistische Bewegung von unten ein.<\/span><\/p>\n<\/div>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t    <\/ul>\n\n<\/div><!-- \/module accordion -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_m7ez550 last\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module video -->\n<div  class=\"module module-video tb_ujxo625 video-top  \" data-lazy=\"1\">\n    \t\t\t\t<div class=\"video-wrap-outer\">\n\t\t\t<div class=\"video-wrap tf_rel tf_overflow\">\n\t\t\t\t<noscript><iframe data-no-script src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/1wFbR0AXtD4?pip=1&playsinline=1&autohide=1&border=0&wmode=opaque\" allow=\"accelerometer;encrypted-media;gyroscope;picture-in-picture;fullscreen\" class=\"tf_abs tf_w tf_h\"><\/iframe><\/noscript>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t    <div class=\"tb_video_overlay tf_abs_t tf_w tf_h\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb_video_play tf_abs_c\"><\/div>\n\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/06\/resilientTitres.jpg\" width=\"1920\" height=\"1080\" style=\"width:100%;object-fit:cover\" title=\"Resilient agriculture for global health\" alt=\"Resilient agriculture for global health\">\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t    <\/div>\n\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<!-- \/video-wrap -->\n\t\t<\/div>\n\t\t<!-- \/video-wrap-outer -->\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .subrow_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .themify_builder_sub_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_3n83770 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_uqe3705 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module divider -->\n<div  class=\"module tf_mw module-divider tb_k91i002 solid   \" style=\"border-width: 30px;border-color: rgba(255,255,255, 0);\" data-lazy=\"1\">\n    <\/div>\n<!-- \/module divider -->\n\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"rw_al\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_g4wf976 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_6pe4276 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_bz9q776   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Agrobusiness, Finanzkapital und Pandemien<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tb_7bll066 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"subrow_inner col_align_top tb_col_count_2 tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_dkyx000 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module plain text -->\n<div  class=\"module module-plain-text tb_stww006 \" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"tb_text_wrap\">\n\tRob Wallace and Alexander Liebman (Pandemic Research for the People, ARERC)    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module plain text --><!-- module accordion -->\n<div  class=\"module module-accordion tb_zzrp719 \" data-behavior=\"toggle\" data-lazy=\"1\">\n    \n    <ul class=\"ui module-accordion plus-icon-button  tb_default_color\">\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-zzrp719-0\" aria-controls=\"acc-zzrp719-0-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Abstract<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-zzrp719-0-content\" data-id=\"acc-zzrp719-0\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die COVID-19-Pandemie reichen weit \u00fcber einen Virus und die globalisierten Verkehrs- und Handelsnetze hinaus, die ihn verbreiten. SARS-CoV-2 \u2013 das Virus hinter COVID-19 \u2013 ist nur eines in einer Reihe von neuen und neu auftauchenden Viren bzw. Infektionskrankheiten, die aus einem globalisierten Hinterland entkamen. Diese neuen geographischen Verh\u00e4ltnisse sind aus einem Regime der zunehmenden Konsolidierung des Agrobusiness, ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen in den Agrarbereich, Land Grabbing und dem globalen Nutztierhandel entstanden. Aber wie kam es zu diesen Entwicklungen? Wie sehen deren geographische und evolution\u00e4re Mechanismen aus? Wie k\u00f6nnen wir als Menschheit der daraus resultierenden epidemiologischen Falle entrinnen, die das Agrobusiness und das Finanzkapital uns gestellt haben?<\/p>\n<p>In unserem Vortrag werden folgende Themen behandelt: Racial Capitalism, auf dem die Plantagenlogik gr\u00fcndet, der gest\u00f6rte Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur und die negativen Skaleneffekte, die neue Infektionskrankheiten verst\u00e4rken \u2013 von der molekularen bis zur planetaren Ebene. Wir beschreiben, welchen Schaden die industrialisierte Nahrungsmittelproduktion und kapitalistische Ausbeutung der Natur bei der Bek\u00e4mpfung von Krankheiten grunds\u00e4tzlich anrichten. Wir werden mit einer Diskussion dar\u00fcber schliessen, wie und warum die Agrar\u00f6kologie \u2013 als agronomische Praxis, soziale Bewegung und Wissenschaft \u2013 eine Form der Lebensmittelproduktion darstellt, in der die Lebensgrundlagen erhalten werden und in der sich eine dekoloniale Wissensproduktion und radikale politische K\u00e4mpfe verbinden. W\u00fcrde die Agrar\u00f6kologie breit angewandt, k\u00f6nnte sie entscheidend zur Verhinderung weiterer Ausbr\u00fcche von Infektionskrankheiten beitragen.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-zzrp719-1\" aria-controls=\"acc-zzrp719-1-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-zzrp719-1-content\" data-id=\"acc-zzrp719-1\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Entscheidende Grundlagen auf dem Weg der Ursachenforschung wurden mit dem ersten Vortrag nun schon gelegt. Mit dem zweiten Vortrag, in dem zoonotische Erreger wie das Coronavirus und globale Pandemien im Fokus stehen, weiten wir den Blick. Nicht nur auf die globalisierten Verkehrs- und Handelsnetze, die entscheidend zu deren Verbreitung beitragen, sondern vor allem auch die strukturellen Ursachen, die dazu f\u00fchren, dass sich Menschen immer h\u00e4ufiger mit zoonotischen Erregern infizieren. Wieso beg\u00fcnstigen die industrielle Landwirtschaft \u2013 das Roden v. a. tropischer W\u00e4lder zur Anlage von Plantagen, Monokulturen, aber auch die industrialisierte Tierhaltung \u2013 die Entstehung und Verbreitung neuer Viren und Krankheiten? Und welche Rolle spielt die finanzielle Inwertsetzung der Natur dabei, die auch schon Thema im ersten Vortrag war?<\/p>\n<p>Auch wenn die Frage, wie wir aus dieser umfassenden \u00f6kologischen und sozialen Krise raus kommen wollen, vor allem morgen diskutiert werden soll, werden die Referenten des folgenden Vortrags auch hier schon Grundlegendes ansprechen. Mehr soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden.<\/p>\n<p>Wir freuen uns ganz besonders, dass Rob Wallace und Alexander Liebman unsere Einladung angenommen haben.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-zzrp719-2\" aria-controls=\"acc-zzrp719-2-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Kurzbiographien Rob Wallace und Alex Liebman<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-zzrp719-2-content\" data-id=\"acc-zzrp719-2\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"toggle-box-content\">\n<p><strong>Rob Wallace<\/strong> ist Evolutionsbiologe und Epidemiologe, er hat am \u00abInstitut for Global Studies\u00bb an der Universit\u00e4t von Minnesota unterrichtet und einige Jahre die FAO (Food and Agriculture Organization) und das U.S.-Center for Disease Control and Prevention beraten. Heute arbeitet er bei der Initiative \u00abAgroecology and Rural Economics Research Corps\u00bb, die sich mit \u00f6kologischer Landwirtschaft besch\u00e4ftigt. Er ist Autor zahlreicher B\u00fccher, darunter <em>Big Farms Make Big Flu<\/em> und Co-Autor von <em>Dead Epidemiologists: On the Origins of COVID-19. Er hat dar\u00fcber hinaus das Forschungsprojekt \u00abPandemic Research for the People\u00bb ins Leben gerufen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Alexander Liebman<\/strong> ist Geograph. Er arbeitet und publiziert schon lange mit Rob Wallace, auch am Projekt \u00abPandemic Research for the people\u00bb ist er beteiligt. Aktuell forscht er in einem Projekt in Kolumbien. Hier untersucht er, welche Auswirkungen es auf die kleinb\u00e4uerliche, agrar\u00f6kologische Landwirtschaft hat, wenn sich die Mainstream-Agrarwissenschaften immer weiter in Richtung Big Data entwickeln. Wie werden \u00fcber diese Fixierung auf Daten und Datenverarbeitung, bestehende Ausbeutungs- und Unterdr\u00fcckungsmechanismen reproduziert und gefestigt? In Kolumbien arbeitet er mit einer Volksbildungsschule von La Via Campesina sowie mit mehreren agrar\u00f6kologischen Forschungsteams zusammen.<\/p>\n<\/div>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t    <\/ul>\n\n<\/div><!-- \/module accordion -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_usbz007 last\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module video -->\n<div  class=\"module module-video tb_unx0490 video-top  \" data-lazy=\"1\">\n    \t\t\t\t<div class=\"video-wrap-outer\">\n\t\t\t<div class=\"video-wrap tf_rel tf_overflow\">\n\t\t\t\t<noscript><iframe data-no-script src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qZyiWUJ85_4?pip=1&playsinline=1&autohide=1&border=0&wmode=opaque\" allow=\"accelerometer;encrypted-media;gyroscope;picture-in-picture;fullscreen\" class=\"tf_abs tf_w tf_h\"><\/iframe><\/noscript>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t    <div class=\"tb_video_overlay tf_abs_t tf_w tf_h\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb_video_play tf_abs_c\"><\/div>\n\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/06\/resilientTitresEN-2.jpg\" width=\"1920\" height=\"1080\" style=\"width:100%;object-fit:cover\" title=\"Resilient agriculture for global health\" alt=\"Resilient agriculture for global health\">\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t    <\/div>\n\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<!-- \/video-wrap -->\n\t\t<\/div>\n\t\t<!-- \/video-wrap-outer -->\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .subrow_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .themify_builder_sub_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"dk\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_t2la972 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_5td1777 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module divider -->\n<div  class=\"module tf_mw module-divider tb_ilni770 solid   \" style=\"border-width: 30px;border-color: rgba(255,255,255, 0);\" data-lazy=\"1\">\n    <\/div>\n<!-- \/module divider -->\n<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_nqqk001   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Fabriktierhaltung und ihre Konsequenzen<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tb_880r739 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"subrow_inner col_align_top tb_col_count_2 tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_gp47090 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_18un796   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Devlin Kuyek, <a href=\"https:\/\/grain.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GRAIN<\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module accordion -->\n<div  class=\"module module-accordion tb_r404798 \" data-behavior=\"toggle\" data-lazy=\"1\">\n    \n    <ul class=\"ui module-accordion plus-icon-button  tb_default_color\">\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-r404798-0\" aria-controls=\"acc-r404798-0-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Abstract<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-r404798-0-content\" data-id=\"acc-r404798-0\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Seit Beginn des Ackerbaus haben die Menschen mit der Landwirtschaft die Natur und Landschaften ver\u00e4ndert. Die industrielle Landwirtschaft treibt nunmehr einen gesellschaftlichen Stoffwechsel mit der Natur voran, der \u00d6kosysteme gro\u00dfr\u00e4umig zerst\u00f6rt. Sie wurde zur Destruktivkraft, die den Menschen und der nichtmenschlichen Natur die Existenzgrundlagen entzieht. Die Kolonisierung der Natur geht mit der Ausbeutung der Arbeit einher. Der kapitalistische Zwang zur Kapitalakkumulation hat den Riss im Stoffwechsel mit der Natur so weit getrieben, dass die lebensfreundliche Konfiguration des Zeitalters des Holoz\u00e4ns ins Wanken geriet und durch das instabile Anthropoz\u00e4n abgel\u00f6st wurde. Das \u00dcberleben im Anthropoz\u00e4n verlangt radikale gesellschaftliche Antworten.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-r404798-1\" aria-controls=\"acc-r404798-1-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-r404798-1-content\" data-id=\"acc-r404798-1\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Die Pandemie hat die Klimakrise eine Weile in den Hintergrund treten lassen. Dabei sollte uns eigentlich klar sein, dass die Auswirkungen der Klimakrise um ein vielfaches heftiger sein werden als das, was wir mit der Pandemie erleben.<\/p>\n<p>Seit der ersten COP-Konferenz der Vereinten Nationen zur globalen Erw\u00e4rmung im Jahr 1995 hat sich die Lage deutlich versch\u00e4rft, die Emissionen nehmen weiter zu. Die Auswirkungen sind bereits jetzt \u00fcberall um uns herum zu sp\u00fcren. Um nur einige zu nennen: h\u00e4ufigere und intensivere Hitzewellen f\u00fchren zu einer Zunahme von Waldbr\u00e4nden, D\u00fcrren und W\u00fcstenbildung. Auf der anderen Seite h\u00e4ufen sich schwere \u00dcberschwemmungen und St\u00fcrme. Doch was wir jetzt erleben, ist wohl nur ein Vorgeschmack darauf, was noch folgen wird. Erh\u00f6hen sich die Temperaturen weiter, drohen Kipppunkte im Erdsystem, die eine verh\u00e4ngnisvolle Eigendynamik ausl\u00f6sen und die Erderhitzung zus\u00e4tzlich antreiben k\u00f6nnten. Einige Wissenschaftler*innen bef\u00fcrchten eine \u00abglobale Kaskade\u00bb von interagierenden Kipppunkten.<\/p>\n<p>Die Landwirtschaft ist nicht nur \u2013 bereits jetzt \u2013 unmittelbar von diesen Ver\u00e4nderungen betroffen. Sie ist auch ein relevanter Verursacher: Es sind vor allem die grossen industrialisierten Strukturen und Konzerne in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, die nicht nur sehr entscheidend zur Klimakrise beitragen, sondern \u2013 und hier zeigt sich, dass die Probleme, die wir behandeln werden, miteinander verkn\u00fcpft sind \u2013 auch f\u00fcr die Entstehung neuer zoonotischer Viren verantwortlich sind.<\/p>\n<p>Doch nicht nur das: die Art und Weise, wie Landwirtschaft heute betrieben wird, hat auch einen entscheidenden Einfluss darauf, was seit einiger Zeit unter dem Begriff \u00abAnthropoz\u00e4n\u00bb diskutiert wird. Ich nenne hier nur eine Zahl: Heute ist in D\u00fcngemitteln, die in der Landwirtschaft verwendet werden, mehr Stickstoff synthetisch gebunden, als im gesamten Erdsystem nat\u00fcrlich gebunden ist. Die \u00f6kologischen Konsequenzen dieses Eingriffs in den globalen biochemischen Stickstoffkreislauf sind massiv. Die Art und Weise unserer Produktion, gerade auch in der Landwirtschaft, treibt uns also zunehmend an die Belastungsgrenzen des Erdsystems.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte an dieser Stelle den Biologen Richard Levins zitieren, der sehr treffend einmal geschrieben hat: \u00bbIn der [kapitalistisch organisierten] Landwirtschaft geht es nicht darum, Nahrungsmittel zu produzieren, sondern um Profite. Das Essen ist lediglich Beiwerk.\u00ab (Richard Levins). Liegt hier der Kern des Problems, an den wir dran m\u00fcssen, wenn wir nicht nur weitere Pandemien, sondern auch die Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise zumindest in ihren schlimmsten Auswirkungen noch verhindern wollen? Unter anderem diese zentrale Frage wird Christian Zeller in seinem Vortrag behandeln.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-r404798-2\" aria-controls=\"acc-r404798-2-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Kurzbiographie von Christian Zeller<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-r404798-2-content\" data-id=\"acc-r404798-2\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"toggle-box-content\">\n<p><a href=\"https:\/\/uni-salzburg.elsevierpure.com\/en\/persons\/christian-zeller-4\">Christian Zeller<\/a><span lang=\"DE-CH\"> lehrt Wirtschaftsgeographie und Global Studies an der Universit\u00e4t Salzburg. Er publiziert zu global ungleicher Entwicklung, Bedeutungszunahme des Finanzkapitals, Inwertsetzung der Natur, Stadtentwicklung und Wirtschaftsdemokratie. 2020 ist sein Buch <a href=\"https:\/\/www.oekom.de\/buch\/revolution-fuer-das-klima-9783962381882\">Revolution f\u00fcr das Klima. Warum wir eine \u00f6kosozialistische Alternative<\/a> brauchen im Oekom-Verlag erschienen. Er setzt sich f\u00fcr eine transnationale \u00f6kosozialistische Bewegung von unten ein.<\/span><\/p>\n<\/div>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t    <\/ul>\n\n<\/div><!-- \/module accordion -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_2sav280 last\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module video -->\n<div  class=\"module module-video tb_bfrb454 video-top  \" data-lazy=\"1\">\n    \t\t\t\t<div class=\"video-wrap-outer\">\n\t\t\t<div class=\"video-wrap tf_rel tf_overflow\">\n\t\t\t\t<noscript><iframe data-no-script src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/oQJW47w3S1Y?pip=1&playsinline=1&autohide=1&border=0&wmode=opaque\" allow=\"accelerometer;encrypted-media;gyroscope;picture-in-picture;fullscreen\" class=\"tf_abs tf_w tf_h\"><\/iframe><\/noscript>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t    <div 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id=\"qa\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_sq97990 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_uv78025 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module divider -->\n<div  class=\"module tf_mw module-divider tb_wtcb000 solid   \" style=\"border-width: 30px;border-color: rgba(255,255,255, 0);\" data-lazy=\"1\">\n    <\/div>\n<!-- \/module divider -->\n<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_qeof880   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Q&A des ersten Tages<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tb_slr3980 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"subrow_inner col_align_top tb_col_count_2 tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" 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data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tb_z1le298 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"subrow_inner col_align_top tb_col_count_2 tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_24u7900 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_3fp1029   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><em>Maude Barlow<\/em> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maude_Barlow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kanadische Aktivistin<\/a>)<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module accordion -->\n<div  class=\"module module-accordion tb_mztt282 \" data-behavior=\"toggle\" data-lazy=\"1\">\n    \n    <ul class=\"ui module-accordion plus-icon-button  tb_default_color\">\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-mztt282-0\" aria-controls=\"acc-mztt282-0-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Abstract<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-mztt282-0-content\" data-id=\"acc-mztt282-0\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"toggle-box-content\">\n<p>Wasser und sanit\u00e4re Versorgung sind fundamentale Menschenrechte. Dies hat nach langen Diskussionen auch die UNO anerkannt. Wie wichtig diese Rechte sind, hat sich gerade wieder w\u00e4hrend der Pandemie gezeigt. \u00dcberall wurde den Menschen geraten, so oft wie m\u00f6glich die H\u00e4nde zu waschen. Aber fast die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung hat gar keine M\u00f6glichkeit dies zu tun, sie haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanit\u00e4ren Anlagen.<\/p>\n<p>Die Wasserkrise betrifft nicht nur arme L\u00e4nder, sie ist ein globales Problem. Viele Industriestaaten machen die Erfahrung ernster Wasserknappheit, und die im Globalen S\u00fcden existierende Ungleichheit tritt zunehmend auch in den wohlhabenderen Staaten des Globalen Nordens auf. Die Klimakrise versch\u00e4rft die Probleme, aber es ist auch unser Missbrauch des Wassers, der die Krise schlimmer macht. Wir heizen nicht nur den Planeten auf, wir verseuchen auch dessen Wassersysteme, stauen und brauchen sie auf, zapfen sie an, leiten sie um.<\/p>\n<p>Die moderne Landwirtschaft verbraucht riesige Mengen von Wasser, die als virtuelles Wasser \u00fcber den Export von Lebens- und Futtermitteln vom S\u00fcden in den Norden transportiert werden.<\/p>\n<p>Die offizielle Antwort auf diese umfassende Krise lautet: Privatisierung und Finanzialisierung. Die U\u0308ber- und Vernutzung von Natur finde deshalb statt, weil sie keinen bzw. keinen korrekten <em>Preis<\/em> hat. Als Steuerungsinstrument wird daher vorgeschlagen, die ganze Natur mit Preisen zu versehen, was voraussetzt, sie zu privatisieren. Auch \u00fcber Freihandels- und Investitionsabkommen wird Wasser kommerzialisiert. Seit 1985 gilt Wasser als handelbares Gut, das den kommerziellen Handelsregeln unterliegt.<\/p>\n<p>Die Privatisierung des Wassers ist jedoch keine L\u00f6sung. Im Gegenteil: sie versch\u00e4rft die Probleme. Um Wasser als Gemeingut zu erhalten, was auch ein zentrales Element f\u00fcr die Verwirklichung der Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t ist, braucht es eine internationale Bewegung wie die Blue Communities.<\/p>\n<\/div>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-mztt282-1\" aria-controls=\"acc-mztt282-1-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-mztt282-1-content\" data-id=\"acc-mztt282-1\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Die Wasserkrise betrifft nicht nur arme L\u00e4nder, sie ist ein globales Problem. Viele Industriestaaten machen die Erfahrung ernster Wasserknappheit, und die im Globalen S\u00fcden existierende Ungleichheit tritt zunehmend auch in den wohlhabenderen Staaten des Nordens auf. Die Klimakrise versch\u00e4rft die Probleme, aber es ist auch der Missbrauch des Wassers, der die Krise schlimmer macht.<\/p>\n<p>Die moderne Landwirtschaft verbraucht riesige Mengen an Wasser, die als \u00abvirtuelles Wasser\u00bb \u00fcber den Export von Lebens- und Futtermitteln von Land zu Land transportiert werden. Ein paar Zahlen aus einem aktuellen Vortrag von Prof. Andreoli aus Brasilien: Er hat zun\u00e4chst darauf hingewiesen, dass sich der Wasserverbrauch der Landwirtschaft in den letzten 50 Jahren verdreifacht hat. Inzwischen wirklich extreme Auswirkungen hat die Fleischproduktion und der damit verbundene Futtermittelanbau. 2017 hat Brasilien z. B. 68 Mio. Tonnen Soja als Futtermittel exportiert. F\u00fcr den Anbau wurden 150 Billionen Liter Trinkwasser (Bew\u00e4sserung) eingesetzt. Mit dieser Menge k\u00f6nnte man 2 Mrd. Menschen ein Jahr lang? mit Trinkwasser versorgen. Das ist mit dem Begriff \u00abvirtuelles Wasser\u00bb gemeint. Mit der Soja werden also auch Unmengen Wasser exportiert, v. a. nat\u00fcrlich in die reichen L\u00e4nder des Nordens.<\/p>\n<p>Die offizielle Antwort auf diese umfassende Krise lautet: Privatisierung und Finanzialisierung. Maude Barlow wird in ihrem Vortrag zeigen, dass dies keine L\u00f6sung ist; im Gegenteil.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-mztt282-2\" aria-controls=\"acc-mztt282-2-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Kurzbiographie von Maude Barlow<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-mztt282-2-content\" data-id=\"acc-mztt282-2\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"toggle-box-content\">\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Maude Barlow ist eine kanadische Aktivistin und Autorin. Sie ist Vorstandsvorsitzende von Food and Water Watch (Washington) und dem kanadischen Blue Planet Project. Maude Barlow ist Mitbegr\u00fcnderin des Council of Canadians und war \u00fcber drei Jahrzehnte lang deren Vorsitzende. Sie geh\u00f6rt dem Beirat der Global Alliance for the Rights of Nature an und ist Ratsmitglied des World Future Council mit Sitz in Hamburg. Dar\u00fcber hinaus ist Maude Rektorin des Brescia University College in London Ontario.<\/p>\n<p>Maude Barlow ist Tr\u00e4gerin von vierzehn Ehrendoktortiteln und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2005 den Right Livelihood Award (bekannt als \u00abAlternativer Nobelpreis\u00bb). Sie war f\u00fchrend in der Kampagne zur Anerkennung von Wasser als Menschenrecht durch die UN. Sie ist ausserdem Autorin zahlreicher Studien und B\u00fccher.<\/p>\n<\/div>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t    <\/ul>\n\n<\/div><!-- \/module accordion -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_l7d6905 last\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module video -->\n<div  class=\"module module-video tb_twj4624 video-top  \" data-lazy=\"1\">\n    \t\t\t\t<div class=\"video-wrap-outer\">\n\t\t\t<div class=\"video-wrap tf_rel tf_overflow\">\n\t\t\t\t<noscript><iframe data-no-script src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/agOfr9AGQcU?pip=1&playsinline=1&autohide=1&border=0&wmode=opaque\" allow=\"accelerometer;encrypted-media;gyroscope;picture-in-picture;fullscreen\" class=\"tf_abs tf_w tf_h\"><\/iframe><\/noscript>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t    <div class=\"tb_video_overlay tf_abs_t tf_w tf_h\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb_video_play tf_abs_c\"><\/div>\n\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/09\/resilientTitresEN-5.jpg\" width=\"1920\" height=\"1080\" style=\"width:100%;object-fit:cover\" title=\"Resilient agriculture for global health\" alt=\"Resilient agriculture for global health\">\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t    <\/div>\n\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<!-- \/video-wrap -->\n\t\t<\/div>\n\t\t<!-- \/video-wrap-outer -->\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .subrow_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .themify_builder_sub_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"tj\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_z6i3802 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_iaoo238 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module divider -->\n<div  class=\"module tf_mw module-divider tb_zf1r283 solid   \" style=\"border-width: 30px;border-color: rgba(255,255,255, 0);\" data-lazy=\"1\">\n    <\/div>\n<!-- \/module divider -->\n<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_vcxw880   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Agrar\u00f6kologie, ein Leben in Gemeinschaft mit der Natur<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tb_xtak232 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"subrow_inner col_align_top tb_col_count_2 tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_1kn7273 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_esta398   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><em>Tammi Jonas<\/em> (<a href=\"http:\/\/jonaifarms.com.au\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jonai Farms &amp; Meatsmiths<\/a>, <a href=\"https:\/\/arerc.wordpress.com\/pandemic-research-for-the-people\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PReP<\/a> und Pr\u00e4sidentin der <a href=\"https:\/\/afsa.org.au\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Australischen Allianz f\u00fcr Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t<\/a>)<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module accordion -->\n<div  class=\"module module-accordion tb_ilor870 \" data-behavior=\"toggle\" data-lazy=\"1\">\n    \n    <ul class=\"ui module-accordion plus-icon-button  tb_default_color\">\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-ilor870-0\" aria-controls=\"acc-ilor870-0-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Abstract<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-ilor870-0-content\" data-id=\"acc-ilor870-0\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Wie muss die Landwirtschaft umgestaltet werden, wenn wir weitere Pandemien verhindern wollen? Welche Rolle spielen Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t und Agrar\u00f6kologie dabei? Die agrar\u00f6kologische Landwirtin, Aktivistin f\u00fcr Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t und Wissenschaftlerin Tammi Jonas zeigt auf, wie Landwirte indigenes Wissen nutzen, mit welchen Hindernissen sie konfrontiert sind und was Forscher und politische Entscheidungstr\u00e4ger tun k\u00f6nnen zur Unterst\u00fctzung der Agrar\u00f6kologie \u2013 als Teil eines breiteren Spektrums von Strategien zur Klimaanpassung, zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und funktionaler \u00d6kosysteme.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-ilor870-1\" aria-controls=\"acc-ilor870-1-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-ilor870-1-content\" data-id=\"acc-ilor870-1\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Die gestern von Christian Zeller, Rob Wallace, Alex Liebman und Devlin Kuyek beschriebenen Zusammenh\u00e4nge und Strukturen in der industriell organisierten Landwirtschaft steuern nicht nur die Entstehung von Krankheiten; sie sind f\u00fcr weitere globale Krisen verantwortlich. Neben der Wasserkrise, \u00fcber die Maude Barlow berichtet hat und der Erderhitzung ist in diesem Zusammenhang auch der massive R\u00fcckgang der Artenvielfalt zu nennen. Sowohl die Erderhitzung, als auch der Verlust der Biodiversit\u00e4t sind jedoch nicht einfach nur das Resultat der bereits genannten Strukturen; diese Prozesse beeinflussen und verst\u00e4rken sich auch noch gegenseitig.<\/p>\n<p>Hierzu nur zwei Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Es ist gerade die Zerst\u00f6rung der Biodiversit\u00e4t \u2013 ein struktur- und artenreicher Wald wird abgeholzt, um einer Palm\u00f6lplantage Platz zu machen \u2013 die die Ausbreitung von Erregern bef\u00f6rdert: Wildtiere wie Flederm\u00e4use finden in den degradierten Resten ihres angestammten Lebensraums keine Nahrung mehr, sie lassen sich in den Plantagen nieder und infizieren die dort arbeitenden Menschen.<\/li>\n<li>Steigen die globalen Temperaturen deutlich \u00fcber 1.5 Grad \u2013 ein Szenario, das nach Ansicht von Wissenschaftler*innen immer wahrscheinlicher wird \u2013 nimmt die Geschwindigkeit zu, mit der weitere Arten aussterben. Denn die Erhitzung, so die Prognosen, wird so schnell ablaufen, dass eine Anpassung vieler Arten, z. B. ein Ausweichen in k\u00fchlere Regionen, nicht mehr m\u00f6glich sein wird. Ein beschleunigter Verlust an Biodiversit\u00e4t aber wiederum ist ein Faktor, der die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten bef\u00f6rdert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um die extreme Vereinheitlichung und Standardisierung im agrarindustriellen System aufzubrechen \u2013 es braucht sie, um die Produktionsprozesse so gewinnbringend wie m\u00f6glich organisieren zu k\u00f6nnen \u2013 muss die Vielfalt zur\u00fcck in die St\u00e4lle, auf die \u00c4cker und in die Natur \u00abdrum herum\u00bb. Die Agrar\u00f6kologie, die mehr ist als eine spezielle Art der landwirtschaftlichen Produktion, wurde gestern schon als ein Schl\u00fcsselkonzept genannt. Genauso auch die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t, die u. a. betont, dass B\u00e4uerinnen und Bauern Zugang zu ihren zentralen Produktionsmitteln haben m\u00fcssen: Land, Wasser und Saatgut. Auch m\u00fcssen sie selbst \u00fcber die Art und Weise der Produktion bestimmen k\u00f6nnen. Die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t fordert auch, dass die Landwirtschaft zuallererst dazu da sein sollte, um gute, gesunde Lebensmittel f\u00fcr alle Menschen zu produzieren. Wobei die Produktion so zu organisieren w\u00e4re, dass die Produktionsgrundlagen erhalten bleiben und nicht zerst\u00f6rt werden. Wie das funktionieren kann, das wird uns Tammi Jonas jetzt erkl\u00e4ren.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-ilor870-2\" aria-controls=\"acc-ilor870-2-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Kurzbiographie von Tammi Jonas<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-ilor870-2-content\" data-id=\"acc-ilor870-2\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p>Tammi Jonas ist Agrar\u00f6kologin. Zusammen mit ihrem Mann Stuart z\u00fcchtet sie auf dem gesch\u00fctzten Land eines indigenen Volkes im zentralen Hochland der australischen Provinz Victoria Schweine, Rinder und Knoblauch. Sie ist Redakteurin und Mitautorin von Farming Democracy: Radically transforming the food system from the ground up (2019). Derzeit arbeitet sie an der University of Western Australia an ihrer Doktorarbeit, in der sie sich mit den biodiversen und de-kolonialistischen Praktiken agrar\u00f6kologisch arbeitender Bauern und den notwendigen Rahmenbedingungen f\u00fcr einen agrar\u00f6kologischen Umbau der Landwirtschaft in Australien besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Seit 2014 ist Tammi Jonas Pr\u00e4sidentin der australischen Allianz f\u00fcr Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t AFSA. Im Rahmen verschiedener UN-Organisationen setzt sich die AFSA f\u00fcr einen agrar\u00f6kologischen Umbau der Landwirtschaft und die Rechte indigener V\u00f6lker und Bauern und ihrer Gemeinschaften ein.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t    <\/ul>\n\n<\/div><!-- \/module accordion -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_mqzu484 last\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module video -->\n<div  class=\"module module-video tb_a2q0933 video-top  \" data-lazy=\"1\">\n    \t\t\t\t<div class=\"video-wrap-outer\">\n\t\t\t<div class=\"video-wrap tf_rel tf_overflow\">\n\t\t\t\t<noscript><iframe data-no-script src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/GiM9dRA12Ow?pip=1&playsinline=1&autohide=1&border=0&wmode=opaque\" allow=\"accelerometer;encrypted-media;gyroscope;picture-in-picture;fullscreen\" class=\"tf_abs tf_w tf_h\"><\/iframe><\/noscript>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t    <div class=\"tb_video_overlay tf_abs_t tf_w tf_h\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb_video_play tf_abs_c\"><\/div>\n\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/09\/resilientTitresEN-6.jpg\" width=\"1920\" height=\"1080\" style=\"width:100%;object-fit:cover\" title=\"Resilient agriculture for global health\" alt=\"Resilient agriculture for global health\">\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t    <\/div>\n\t\t\t\t\t  \n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<!-- \/video-wrap -->\n\t\t<\/div>\n\t\t<!-- \/video-wrap-outer -->\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .subrow_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .themify_builder_sub_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"panel\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_d1or270 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_5zo8788 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module divider -->\n<div  class=\"module tf_mw module-divider tb_l3n4994 solid   \" style=\"border-width: 30px;border-color: rgba(255,255,255, 0);\" data-lazy=\"1\">\n    <\/div>\n<!-- \/module divider -->\n<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_arld099   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Abschlussdiskussion:  The buck stops here<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_subrow themify_builder_sub_row tb_p2w3303 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"subrow_inner col_align_top tb_col_count_2 tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_0hkg925 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_8sns798   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><em>Maude Barlow, Tammi Jonas, Raffaele Morgantini (<a href=\"https:\/\/www.cetim.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CETIM<\/a>) und Christian Zeller, <\/em>moderiert von <em>Eva Gelinsky<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.semnar.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">semnar \/ saatgutpolitik &amp; wissenschaft<\/a>)<\/p>\n<p>Mit dem sozialen und \u00f6kologischen Umbau der Landwirtschaft beginnen: Wo und wie?<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module accordion -->\n<div  class=\"module module-accordion tb_bkba057 \" data-behavior=\"toggle\" data-lazy=\"1\">\n    \n    <ul class=\"ui module-accordion plus-icon-button  tb_default_color\">\n\t\t    <li>\n\t\t\t<div class=\"accordion-title tf_rel\">\n\t\t\t\t<a href=\"#acc-bkba057-0\" aria-controls=\"acc-bkba057-0-content\" aria-expanded=\"false\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"tb_title_accordion tf_w\">Kurzbiographie von Raffaele Morgantini<\/span>\n\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-title -->\n\n\t\t\t<div id=\"acc-bkba057-0-content\" data-id=\"acc-bkba057-0\" aria-hidden=\"true\" class=\"accordion-content tf_hide tf_clearfix\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div\t\t\t\t\t\tclass=\"tb_text_wrap\"\n\t\t\t\t\t\t>\n\t\t\t\t\t\t<p><strong>Raffaele Morgantini<\/strong> studierte Internationale Beziehungen und Entwicklung und Internationale Zusammenarbeit in Genf und Br\u00fcssel. Derzeit ist er Repr\u00e4sentant des Zentrums Europa \u2013 Dritte Welt (<a href=\"https:\/\/www.cetim.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CETIM<\/a>) bei der UNO in Genf und verantwortlich f\u00fcr das Menschenrechtsprogramm derselben Organisation. Von 2016 bis 2018 nahm er als Advocacy Officer an den Verhandlungen der UN-Erkl\u00e4rung \u00fcber die Rechte der Bauern teil.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><!-- .accordion-content -->\n\t    <\/li>\n\t    <\/ul>\n\n<\/div><!-- \/module accordion -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column sub_column col2-1 tb_wc7s696 last\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module video -->\n<div  class=\"module module-video tb_5sne143 video-top  \" data-lazy=\"1\">\n    \t\t\t\t<div class=\"video-wrap-outer\">\n\t\t\t<div class=\"video-wrap tf_rel tf_overflow\">\n\t\t\t\t<noscript><iframe data-no-script src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/8zEpqYzSesg?pip=1&playsinline=1&autohide=1&border=0&wmode=opaque\" allow=\"accelerometer;encrypted-media;gyroscope;picture-in-picture;fullscreen\" class=\"tf_abs tf_w 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mtli_pdf\">EN\u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#klima\">Klima \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#finanzkapital\">Finanzkapital und Landwirtschaft \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#warenketten\">Globale Warenketten \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#Fleisch\">Fleischproduktion \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#pandemien\">Pandemie(n) \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#wasser\">Wasser \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#politik\">Politik \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#alternativen\">Alternativen \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#unfss\">UN Food Systems Summit \u2192<\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t<\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maude Barlow, Tammi Jonas, Alex Liebman, Raffaele Morgantini, Rob Wallace und Christian Zeller \u00fcber die Pandemie, die globalisierte Ern\u00e4hrungsindustrie und 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Juni 2021)<\/p>\n<p>Maude Barlow, Tammi Jonas, Alex Liebman, Raffaele Morgantini, Rob Wallace und Christian Zeller diskutierten mit uns<\/p><ul><li><strong>These 1: Das vermehrte Auftreten von Viren (Zoonosen) ist eine Folge unserer industrialisierten und globalisierten Nahrungsmittelproduktion. <\/strong><\/li><li><strong>These 2: Die Krisenverursacher sind auch ihre grossen Gewinner. <\/strong><\/li><li><strong>These 3: Der Weg raus aus dieser Sackgasse f\u00fchrt \u00fcber einen anderen \u00abStoffwechsel\u00bb zwischen Mensch und Natur: Agrar\u00f6kologie und Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t statt Fabriktierhaltung, Land- und Wasserprivatisierung.<\/strong><\/li><\/ul>\n<h3>Inhaltsverzeichnis<\/h3> <p><a href=\"#cz\">Erderhitzung und die Covid-19-Pandemie - warum wir unseren Stoffwechsel mit der Natur radikal umbauen m\u00fcssen<em> (Christian Zeller)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#rw_al\">Agrobusiness, Finanzkapital und Pandemien<em> (Rob Wallace und Alexander Liebman)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#dk\">Fabriktierhaltung und ihre Konsequenzen, <em>Devlin Kuyek<\/em><\/a><br \/><a href=\"#qa\">Q&amp;A des ersten Tages (<em>Devlin Kuyek, Alex Liebman, Rob Wallace und Christian Zeller)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#mb\">Erderw\u00e4rmung, Wasserprivatisierung und Public Health<em> (Maude Barlow)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#tj\">Agrar\u00f6kologie, ein Leben in Gemeinschaft mit der Natur <em>(Tammi Jonas)<\/em> \u2192<\/a><br \/><a href=\"#panel\">Abschlussdiskussion:\u00a0 The buck stops here (Maude Barlow, Tammi Jonas, Rafaelle Morgantini und Christian Zeller, Moderation Eva Gelinsky) \u2192<\/a><br \/><a href=\"#links\">Hintergrunddokumente und Links<\/a><\/p>\n<h3>Erderhitzung und die Covid-19-Pandemie \u2013 warum wir unseren Stoffwechsel mit der Natur radikal umbauen m\u00fcssen<\/h3>\n<p>Christian Zeller, Universit\u00e4t Salzburg<\/p>\n<ul><li><h4>Abstract<\/h4><p>Seit Beginn des Ackerbaus haben die Menschen mit der Landwirtschaft die Natur und Landschaften ver\u00e4ndert. Die industrielle Landwirtschaft treibt nunmehr einen gesellschaftlichen Stoffwechsel mit der Natur voran, der \u00d6kosysteme gro\u00dfr\u00e4umig zerst\u00f6rt. Sie wurde zur Destruktivkraft, die den Menschen und der nichtmenschlichen Natur die Existenzgrundlagen entzieht. Die Kolonisierung der Natur geht mit der Ausbeutung der Arbeit einher. Der kapitalistische Zwang zur Kapitalakkumulation hat den Riss im Stoffwechsel mit der Natur so weit getrieben, dass die lebensfreundliche Konfiguration des Zeitalters des Holoz\u00e4ns ins Wanken geriet und durch das instabile Anthropoz\u00e4n abgel\u00f6st wurde. Das \u00dcberleben im Anthropoz\u00e4n verlangt radikale gesellschaftliche Antworten.<\/p><\/li><li><h4>Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/h4><p>Die Pandemie hat die Klimakrise eine Weile in den Hintergrund treten lassen. Dabei sollte uns eigentlich klar sein, dass die Auswirkungen der Klimakrise um ein vielfaches heftiger sein werden als das, was wir mit der Pandemie erleben.<\/p> <p>Seit der ersten COP-Konferenz der Vereinten Nationen zur globalen Erw\u00e4rmung im Jahr 1995 hat sich die Lage deutlich versch\u00e4rft, die Emissionen nehmen weiter zu. Die Auswirkungen sind bereits jetzt \u00fcberall um uns herum zu sp\u00fcren. Um nur einige zu nennen: h\u00e4ufigere und intensivere Hitzewellen f\u00fchren zu einer Zunahme von Waldbr\u00e4nden, D\u00fcrren und W\u00fcstenbildung. Auf der anderen Seite h\u00e4ufen sich schwere \u00dcberschwemmungen und St\u00fcrme. Doch was wir jetzt erleben, ist wohl nur ein Vorgeschmack darauf, was noch folgen wird. Erh\u00f6hen sich die Temperaturen weiter, drohen Kipppunkte im Erdsystem, die eine verh\u00e4ngnisvolle Eigendynamik ausl\u00f6sen und die Erderhitzung zus\u00e4tzlich antreiben k\u00f6nnten. Einige Wissenschaftler*innen bef\u00fcrchten eine \u00abglobale Kaskade\u00bb von interagierenden Kipppunkten.<\/p> <p>Die Landwirtschaft ist nicht nur \u2013 bereits jetzt \u2013 unmittelbar von diesen Ver\u00e4nderungen betroffen. Sie ist auch ein relevanter Verursacher: Es sind vor allem die grossen industrialisierten Strukturen und Konzerne in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, die nicht nur sehr entscheidend zur Klimakrise beitragen, sondern \u2013 und hier zeigt sich, dass die Probleme, die wir behandeln werden, miteinander verkn\u00fcpft sind \u2013 auch f\u00fcr die Entstehung neuer zoonotischer Viren verantwortlich sind.<\/p> <p>Doch nicht nur das: die Art und Weise, wie Landwirtschaft heute betrieben wird, hat auch einen entscheidenden Einfluss darauf, was seit einiger Zeit unter dem Begriff \u00abAnthropoz\u00e4n\u00bb diskutiert wird. Ich nenne hier nur eine Zahl: Heute ist in D\u00fcngemitteln, die in der Landwirtschaft verwendet werden, mehr Stickstoff synthetisch gebunden, als im gesamten Erdsystem nat\u00fcrlich gebunden ist. Die \u00f6kologischen Konsequenzen dieses Eingriffs in den globalen biochemischen Stickstoffkreislauf sind massiv. Die Art und Weise unserer Produktion, gerade auch in der Landwirtschaft, treibt uns also zunehmend an die Belastungsgrenzen des Erdsystems.<\/p> <p>Ich m\u00f6chte an dieser Stelle den Biologen Richard Levins zitieren, der sehr treffend einmal geschrieben hat: \u00bbIn der [kapitalistisch organisierten] Landwirtschaft geht es nicht darum, Nahrungsmittel zu produzieren, sondern um Profite. Das Essen ist lediglich Beiwerk.\u00ab (Richard Levins). Liegt hier der Kern des Problems, an den wir dran m\u00fcssen, wenn wir nicht nur weitere Pandemien, sondern auch die Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise zumindest in ihren schlimmsten Auswirkungen noch verhindern wollen? Unter anderem diese zentrale Frage wird Christian Zeller in seinem Vortrag behandeln.<\/p><\/li><li><h4>Kurzbiographie von Christian Zeller<\/h4> <p><a href=\"https:\/\/uni-salzburg.elsevierpure.com\/en\/persons\/christian-zeller-4\">Christian Zeller<\/a> lehrt Wirtschaftsgeographie und Global Studies an der Universit\u00e4t Salzburg. Er publiziert zu global ungleicher Entwicklung, Bedeutungszunahme des Finanzkapitals, Inwertsetzung der Natur, Stadtentwicklung und Wirtschaftsdemokratie. 2020 ist sein Buch <a href=\"https:\/\/www.oekom.de\/buch\/revolution-fuer-das-klima-9783962381882\">Revolution f\u00fcr das Klima. Warum wir eine \u00f6kosozialistische Alternative<\/a> brauchen im Oekom-Verlag erschienen. Er setzt sich f\u00fcr eine transnationale \u00f6kosozialistische Bewegung von unten ein.<\/p> <\/li><\/ul>\n[embed]https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1wFbR0AXtD4[\/embed]\n\n<h3>Agrobusiness, Finanzkapital und Pandemien<\/h3>\nRob Wallace and Alexander Liebman (Pandemic Research for the People, ARERC)\n<ul><li><h4>Abstract<\/h4><p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die COVID-19-Pandemie reichen weit \u00fcber einen Virus und die globalisierten Verkehrs- und Handelsnetze hinaus, die ihn verbreiten. SARS-CoV-2 \u2013 das Virus hinter COVID-19 \u2013 ist nur eines in einer Reihe von neuen und neu auftauchenden Viren bzw. Infektionskrankheiten, die aus einem globalisierten Hinterland entkamen. Diese neuen geographischen Verh\u00e4ltnisse sind aus einem Regime der zunehmenden Konsolidierung des Agrobusiness, ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen in den Agrarbereich, Land Grabbing und dem globalen Nutztierhandel entstanden. Aber wie kam es zu diesen Entwicklungen? Wie sehen deren geographische und evolution\u00e4re Mechanismen aus? Wie k\u00f6nnen wir als Menschheit der daraus resultierenden epidemiologischen Falle entrinnen, die das Agrobusiness und das Finanzkapital uns gestellt haben?<\/p> <p>In unserem Vortrag werden folgende Themen behandelt: Racial Capitalism, auf dem die Plantagenlogik gr\u00fcndet, der gest\u00f6rte Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur und die negativen Skaleneffekte, die neue Infektionskrankheiten verst\u00e4rken \u2013 von der molekularen bis zur planetaren Ebene. Wir beschreiben, welchen Schaden die industrialisierte Nahrungsmittelproduktion und kapitalistische Ausbeutung der Natur bei der Bek\u00e4mpfung von Krankheiten grunds\u00e4tzlich anrichten. Wir werden mit einer Diskussion dar\u00fcber schliessen, wie und warum die Agrar\u00f6kologie \u2013 als agronomische Praxis, soziale Bewegung und Wissenschaft \u2013 eine Form der Lebensmittelproduktion darstellt, in der die Lebensgrundlagen erhalten werden und in der sich eine dekoloniale Wissensproduktion und radikale politische K\u00e4mpfe verbinden. W\u00fcrde die Agrar\u00f6kologie breit angewandt, k\u00f6nnte sie entscheidend zur Verhinderung weiterer Ausbr\u00fcche von Infektionskrankheiten beitragen.<\/p><\/li><li><h4>Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/h4><p>Entscheidende Grundlagen auf dem Weg der Ursachenforschung wurden mit dem ersten Vortrag nun schon gelegt. Mit dem zweiten Vortrag, in dem zoonotische Erreger wie das Coronavirus und globale Pandemien im Fokus stehen, weiten wir den Blick. Nicht nur auf die globalisierten Verkehrs- und Handelsnetze, die entscheidend zu deren Verbreitung beitragen, sondern vor allem auch die strukturellen Ursachen, die dazu f\u00fchren, dass sich Menschen immer h\u00e4ufiger mit zoonotischen Erregern infizieren. Wieso beg\u00fcnstigen die industrielle Landwirtschaft \u2013 das Roden v. a. tropischer W\u00e4lder zur Anlage von Plantagen, Monokulturen, aber auch die industrialisierte Tierhaltung \u2013 die Entstehung und Verbreitung neuer Viren und Krankheiten? Und welche Rolle spielt die finanzielle Inwertsetzung der Natur dabei, die auch schon Thema im ersten Vortrag war?<\/p> <p>Auch wenn die Frage, wie wir aus dieser umfassenden \u00f6kologischen und sozialen Krise raus kommen wollen, vor allem morgen diskutiert werden soll, werden die Referenten des folgenden Vortrags auch hier schon Grundlegendes ansprechen. Mehr soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden.<\/p> <p>Wir freuen uns ganz besonders, dass Rob Wallace und Alexander Liebman unsere Einladung angenommen haben.<\/p><\/li><li><h4>Kurzbiographien Rob Wallace und Alex Liebman<\/h4> <p><strong>Rob Wallace<\/strong> ist Evolutionsbiologe und Epidemiologe, er hat am \u00abInstitut for Global Studies\u00bb an der Universit\u00e4t von Minnesota unterrichtet und einige Jahre die FAO (Food and Agriculture Organization) und das U.S.-Center for Disease Control and Prevention beraten. Heute arbeitet er bei der Initiative \u00abAgroecology and Rural Economics Research Corps\u00bb, die sich mit \u00f6kologischer Landwirtschaft besch\u00e4ftigt. Er ist Autor zahlreicher B\u00fccher, darunter <em>Big Farms Make Big Flu<\/em> und Co-Autor von <em>Dead Epidemiologists: On the Origins of COVID-19. Er hat dar\u00fcber hinaus das Forschungsprojekt \u00abPandemic Research for the People\u00bb ins Leben gerufen.<\/em><\/p> <p><strong>Alexander Liebman<\/strong> ist Geograph. Er arbeitet und publiziert schon lange mit Rob Wallace, auch am Projekt \u00abPandemic Research for the people\u00bb ist er beteiligt. Aktuell forscht er in einem Projekt in Kolumbien. Hier untersucht er, welche Auswirkungen es auf die kleinb\u00e4uerliche, agrar\u00f6kologische Landwirtschaft hat, wenn sich die Mainstream-Agrarwissenschaften immer weiter in Richtung Big Data entwickeln. Wie werden \u00fcber diese Fixierung auf Daten und Datenverarbeitung, bestehende Ausbeutungs- und Unterdr\u00fcckungsmechanismen reproduziert und gefestigt? In Kolumbien arbeitet er mit einer Volksbildungsschule von La Via Campesina sowie mit mehreren agrar\u00f6kologischen Forschungsteams zusammen.<\/p> <\/li><\/ul>\n[embed]https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qZyiWUJ85_4[\/embed]\n\n<h3>Fabriktierhaltung und ihre Konsequenzen<\/h3>\n<p>Devlin Kuyek, <a href=\"https:\/\/grain.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GRAIN<\/a><\/p>\n<ul><li><h4>Abstract<\/h4><p>Seit Beginn des Ackerbaus haben die Menschen mit der Landwirtschaft die Natur und Landschaften ver\u00e4ndert. Die industrielle Landwirtschaft treibt nunmehr einen gesellschaftlichen Stoffwechsel mit der Natur voran, der \u00d6kosysteme gro\u00dfr\u00e4umig zerst\u00f6rt. Sie wurde zur Destruktivkraft, die den Menschen und der nichtmenschlichen Natur die Existenzgrundlagen entzieht. Die Kolonisierung der Natur geht mit der Ausbeutung der Arbeit einher. Der kapitalistische Zwang zur Kapitalakkumulation hat den Riss im Stoffwechsel mit der Natur so weit getrieben, dass die lebensfreundliche Konfiguration des Zeitalters des Holoz\u00e4ns ins Wanken geriet und durch das instabile Anthropoz\u00e4n abgel\u00f6st wurde. Das \u00dcberleben im Anthropoz\u00e4n verlangt radikale gesellschaftliche Antworten.<\/p><\/li><li><h4>Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/h4><p>Die Pandemie hat die Klimakrise eine Weile in den Hintergrund treten lassen. Dabei sollte uns eigentlich klar sein, dass die Auswirkungen der Klimakrise um ein vielfaches heftiger sein werden als das, was wir mit der Pandemie erleben.<\/p> <p>Seit der ersten COP-Konferenz der Vereinten Nationen zur globalen Erw\u00e4rmung im Jahr 1995 hat sich die Lage deutlich versch\u00e4rft, die Emissionen nehmen weiter zu. Die Auswirkungen sind bereits jetzt \u00fcberall um uns herum zu sp\u00fcren. Um nur einige zu nennen: h\u00e4ufigere und intensivere Hitzewellen f\u00fchren zu einer Zunahme von Waldbr\u00e4nden, D\u00fcrren und W\u00fcstenbildung. Auf der anderen Seite h\u00e4ufen sich schwere \u00dcberschwemmungen und St\u00fcrme. Doch was wir jetzt erleben, ist wohl nur ein Vorgeschmack darauf, was noch folgen wird. Erh\u00f6hen sich die Temperaturen weiter, drohen Kipppunkte im Erdsystem, die eine verh\u00e4ngnisvolle Eigendynamik ausl\u00f6sen und die Erderhitzung zus\u00e4tzlich antreiben k\u00f6nnten. Einige Wissenschaftler*innen bef\u00fcrchten eine \u00abglobale Kaskade\u00bb von interagierenden Kipppunkten.<\/p> <p>Die Landwirtschaft ist nicht nur \u2013 bereits jetzt \u2013 unmittelbar von diesen Ver\u00e4nderungen betroffen. Sie ist auch ein relevanter Verursacher: Es sind vor allem die grossen industrialisierten Strukturen und Konzerne in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, die nicht nur sehr entscheidend zur Klimakrise beitragen, sondern \u2013 und hier zeigt sich, dass die Probleme, die wir behandeln werden, miteinander verkn\u00fcpft sind \u2013 auch f\u00fcr die Entstehung neuer zoonotischer Viren verantwortlich sind.<\/p> <p>Doch nicht nur das: die Art und Weise, wie Landwirtschaft heute betrieben wird, hat auch einen entscheidenden Einfluss darauf, was seit einiger Zeit unter dem Begriff \u00abAnthropoz\u00e4n\u00bb diskutiert wird. Ich nenne hier nur eine Zahl: Heute ist in D\u00fcngemitteln, die in der Landwirtschaft verwendet werden, mehr Stickstoff synthetisch gebunden, als im gesamten Erdsystem nat\u00fcrlich gebunden ist. Die \u00f6kologischen Konsequenzen dieses Eingriffs in den globalen biochemischen Stickstoffkreislauf sind massiv. Die Art und Weise unserer Produktion, gerade auch in der Landwirtschaft, treibt uns also zunehmend an die Belastungsgrenzen des Erdsystems.<\/p> <p>Ich m\u00f6chte an dieser Stelle den Biologen Richard Levins zitieren, der sehr treffend einmal geschrieben hat: \u00bbIn der [kapitalistisch organisierten] Landwirtschaft geht es nicht darum, Nahrungsmittel zu produzieren, sondern um Profite. Das Essen ist lediglich Beiwerk.\u00ab (Richard Levins). Liegt hier der Kern des Problems, an den wir dran m\u00fcssen, wenn wir nicht nur weitere Pandemien, sondern auch die Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise zumindest in ihren schlimmsten Auswirkungen noch verhindern wollen? Unter anderem diese zentrale Frage wird Christian Zeller in seinem Vortrag behandeln.<\/p><\/li><li><h4>Kurzbiographie von Christian Zeller<\/h4> <p><a href=\"https:\/\/uni-salzburg.elsevierpure.com\/en\/persons\/christian-zeller-4\">Christian Zeller<\/a> lehrt Wirtschaftsgeographie und Global Studies an der Universit\u00e4t Salzburg. Er publiziert zu global ungleicher Entwicklung, Bedeutungszunahme des Finanzkapitals, Inwertsetzung der Natur, Stadtentwicklung und Wirtschaftsdemokratie. 2020 ist sein Buch <a href=\"https:\/\/www.oekom.de\/buch\/revolution-fuer-das-klima-9783962381882\">Revolution f\u00fcr das Klima. Warum wir eine \u00f6kosozialistische Alternative<\/a> brauchen im Oekom-Verlag erschienen. Er setzt sich f\u00fcr eine transnationale \u00f6kosozialistische Bewegung von unten ein.<\/p> <\/li><\/ul>\n[embed]https:\/\/youtu.be\/oQJW47w3S1Y[\/embed]\n\n<h3>Q&A des ersten Tages<\/h3>\n<p>mit Devlin Kuyek, Alex Liebman, Rob Wallace und Christian Zeller<\/p>\n[embed]https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hE65BukZH60[\/embed]\n\n<h3>Erderw\u00e4rmung, Wasserprivatisierung und Public Health<\/h3>\n<p><em>Maude Barlow<\/em> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Maude_Barlow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kanadische Aktivistin<\/a>)<\/p>\n<ul><li><h4>Abstract<\/h4> <p>Wasser und sanit\u00e4re Versorgung sind fundamentale Menschenrechte. Dies hat nach langen Diskussionen auch die UNO anerkannt. Wie wichtig diese Rechte sind, hat sich gerade wieder w\u00e4hrend der Pandemie gezeigt. \u00dcberall wurde den Menschen geraten, so oft wie m\u00f6glich die H\u00e4nde zu waschen. Aber fast die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung hat gar keine M\u00f6glichkeit dies zu tun, sie haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanit\u00e4ren Anlagen.<\/p> <p>Die Wasserkrise betrifft nicht nur arme L\u00e4nder, sie ist ein globales Problem. Viele Industriestaaten machen die Erfahrung ernster Wasserknappheit, und die im Globalen S\u00fcden existierende Ungleichheit tritt zunehmend auch in den wohlhabenderen Staaten des Globalen Nordens auf. Die Klimakrise versch\u00e4rft die Probleme, aber es ist auch unser Missbrauch des Wassers, der die Krise schlimmer macht. Wir heizen nicht nur den Planeten auf, wir verseuchen auch dessen Wassersysteme, stauen und brauchen sie auf, zapfen sie an, leiten sie um.<\/p> <p>Die moderne Landwirtschaft verbraucht riesige Mengen von Wasser, die als virtuelles Wasser \u00fcber den Export von Lebens- und Futtermitteln vom S\u00fcden in den Norden transportiert werden.<\/p> <p>Die offizielle Antwort auf diese umfassende Krise lautet: Privatisierung und Finanzialisierung. Die U\u0308ber- und Vernutzung von Natur finde deshalb statt, weil sie keinen bzw. keinen korrekten <em>Preis<\/em> hat. Als Steuerungsinstrument wird daher vorgeschlagen, die ganze Natur mit Preisen zu versehen, was voraussetzt, sie zu privatisieren. Auch \u00fcber Freihandels- und Investitionsabkommen wird Wasser kommerzialisiert. Seit 1985 gilt Wasser als handelbares Gut, das den kommerziellen Handelsregeln unterliegt.<\/p> <p>Die Privatisierung des Wassers ist jedoch keine L\u00f6sung. Im Gegenteil: sie versch\u00e4rft die Probleme. Um Wasser als Gemeingut zu erhalten, was auch ein zentrales Element f\u00fcr die Verwirklichung der Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t ist, braucht es eine internationale Bewegung wie die Blue Communities.<\/p> <\/li><li><h4>Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/h4><p>Die Wasserkrise betrifft nicht nur arme L\u00e4nder, sie ist ein globales Problem. Viele Industriestaaten machen die Erfahrung ernster Wasserknappheit, und die im Globalen S\u00fcden existierende Ungleichheit tritt zunehmend auch in den wohlhabenderen Staaten des Nordens auf. Die Klimakrise versch\u00e4rft die Probleme, aber es ist auch der Missbrauch des Wassers, der die Krise schlimmer macht.<\/p> <p>Die moderne Landwirtschaft verbraucht riesige Mengen an Wasser, die als \u00abvirtuelles Wasser\u00bb \u00fcber den Export von Lebens- und Futtermitteln von Land zu Land transportiert werden. Ein paar Zahlen aus einem aktuellen Vortrag von Prof. Andreoli aus Brasilien: Er hat zun\u00e4chst darauf hingewiesen, dass sich der Wasserverbrauch der Landwirtschaft in den letzten 50 Jahren verdreifacht hat. Inzwischen wirklich extreme Auswirkungen hat die Fleischproduktion und der damit verbundene Futtermittelanbau. 2017 hat Brasilien z. B. 68 Mio. Tonnen Soja als Futtermittel exportiert. F\u00fcr den Anbau wurden 150 Billionen Liter Trinkwasser (Bew\u00e4sserung) eingesetzt. Mit dieser Menge k\u00f6nnte man 2 Mrd. Menschen ein Jahr lang? mit Trinkwasser versorgen. Das ist mit dem Begriff \u00abvirtuelles Wasser\u00bb gemeint. Mit der Soja werden also auch Unmengen Wasser exportiert, v. a. nat\u00fcrlich in die reichen L\u00e4nder des Nordens.<\/p> <p>Die offizielle Antwort auf diese umfassende Krise lautet: Privatisierung und Finanzialisierung. Maude Barlow wird in ihrem Vortrag zeigen, dass dies keine L\u00f6sung ist; im Gegenteil.<\/p><\/li><li><h4>Kurzbiographie von Maude Barlow<\/h4> <p>\u00a0<\/p> <p>Maude Barlow ist eine kanadische Aktivistin und Autorin. Sie ist Vorstandsvorsitzende von Food and Water Watch (Washington) und dem kanadischen Blue Planet Project. Maude Barlow ist Mitbegr\u00fcnderin des Council of Canadians und war \u00fcber drei Jahrzehnte lang deren Vorsitzende. Sie geh\u00f6rt dem Beirat der Global Alliance for the Rights of Nature an und ist Ratsmitglied des World Future Council mit Sitz in Hamburg. Dar\u00fcber hinaus ist Maude Rektorin des Brescia University College in London Ontario.<\/p> <p>Maude Barlow ist Tr\u00e4gerin von vierzehn Ehrendoktortiteln und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2005 den Right Livelihood Award (bekannt als \u00abAlternativer Nobelpreis\u00bb). Sie war f\u00fchrend in der Kampagne zur Anerkennung von Wasser als Menschenrecht durch die UN. Sie ist ausserdem Autorin zahlreicher Studien und B\u00fccher.<\/p> <\/li><\/ul>\n[embed]https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=agOfr9AGQcU[\/embed]\n\n<h3>Agrar\u00f6kologie, ein Leben in Gemeinschaft mit der Natur<\/h3>\n<p><em>Tammi Jonas<\/em> (<a href=\"http:\/\/jonaifarms.com.au\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jonai Farms &amp; Meatsmiths<\/a>, <a href=\"https:\/\/arerc.wordpress.com\/pandemic-research-for-the-people\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PReP<\/a> und Pr\u00e4sidentin der <a href=\"https:\/\/afsa.org.au\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Australischen Allianz f\u00fcr Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t<\/a>)<\/p>\n<ul><li><h4>Abstract<\/h4><p>Wie muss die Landwirtschaft umgestaltet werden, wenn wir weitere Pandemien verhindern wollen? Welche Rolle spielen Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t und Agrar\u00f6kologie dabei? Die agrar\u00f6kologische Landwirtin, Aktivistin f\u00fcr Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t und Wissenschaftlerin Tammi Jonas zeigt auf, wie Landwirte indigenes Wissen nutzen, mit welchen Hindernissen sie konfrontiert sind und was Forscher und politische Entscheidungstr\u00e4ger tun k\u00f6nnen zur Unterst\u00fctzung der Agrar\u00f6kologie \u2013 als Teil eines breiteren Spektrums von Strategien zur Klimaanpassung, zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und funktionaler \u00d6kosysteme.<\/p><\/li><li><h4>Einf\u00fchrung von Eva Gelinsky<\/h4><p>Die gestern von Christian Zeller, Rob Wallace, Alex Liebman und Devlin Kuyek beschriebenen Zusammenh\u00e4nge und Strukturen in der industriell organisierten Landwirtschaft steuern nicht nur die Entstehung von Krankheiten; sie sind f\u00fcr weitere globale Krisen verantwortlich. Neben der Wasserkrise, \u00fcber die Maude Barlow berichtet hat und der Erderhitzung ist in diesem Zusammenhang auch der massive R\u00fcckgang der Artenvielfalt zu nennen. Sowohl die Erderhitzung, als auch der Verlust der Biodiversit\u00e4t sind jedoch nicht einfach nur das Resultat der bereits genannten Strukturen; diese Prozesse beeinflussen und verst\u00e4rken sich auch noch gegenseitig.<\/p> <p>Hierzu nur zwei Beispiele:<\/p> <ul> <li>Es ist gerade die Zerst\u00f6rung der Biodiversit\u00e4t \u2013 ein struktur- und artenreicher Wald wird abgeholzt, um einer Palm\u00f6lplantage Platz zu machen \u2013 die die Ausbreitung von Erregern bef\u00f6rdert: Wildtiere wie Flederm\u00e4use finden in den degradierten Resten ihres angestammten Lebensraums keine Nahrung mehr, sie lassen sich in den Plantagen nieder und infizieren die dort arbeitenden Menschen.<\/li> <li>Steigen die globalen Temperaturen deutlich \u00fcber 1.5 Grad \u2013 ein Szenario, das nach Ansicht von Wissenschaftler*innen immer wahrscheinlicher wird \u2013 nimmt die Geschwindigkeit zu, mit der weitere Arten aussterben. Denn die Erhitzung, so die Prognosen, wird so schnell ablaufen, dass eine Anpassung vieler Arten, z. B. ein Ausweichen in k\u00fchlere Regionen, nicht mehr m\u00f6glich sein wird. Ein beschleunigter Verlust an Biodiversit\u00e4t aber wiederum ist ein Faktor, der die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten bef\u00f6rdert.<\/li> <\/ul> <p>Um die extreme Vereinheitlichung und Standardisierung im agrarindustriellen System aufzubrechen \u2013 es braucht sie, um die Produktionsprozesse so gewinnbringend wie m\u00f6glich organisieren zu k\u00f6nnen \u2013 muss die Vielfalt zur\u00fcck in die St\u00e4lle, auf die \u00c4cker und in die Natur \u00abdrum herum\u00bb. Die Agrar\u00f6kologie, die mehr ist als eine spezielle Art der landwirtschaftlichen Produktion, wurde gestern schon als ein Schl\u00fcsselkonzept genannt. Genauso auch die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t, die u. a. betont, dass B\u00e4uerinnen und Bauern Zugang zu ihren zentralen Produktionsmitteln haben m\u00fcssen: Land, Wasser und Saatgut. Auch m\u00fcssen sie selbst \u00fcber die Art und Weise der Produktion bestimmen k\u00f6nnen. Die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t fordert auch, dass die Landwirtschaft zuallererst dazu da sein sollte, um gute, gesunde Lebensmittel f\u00fcr alle Menschen zu produzieren. Wobei die Produktion so zu organisieren w\u00e4re, dass die Produktionsgrundlagen erhalten bleiben und nicht zerst\u00f6rt werden. Wie das funktionieren kann, das wird uns Tammi Jonas jetzt erkl\u00e4ren.<\/p><\/li><li><h4>Kurzbiographie von Tammi Jonas<\/h4><p>Tammi Jonas ist Agrar\u00f6kologin. Zusammen mit ihrem Mann Stuart z\u00fcchtet sie auf dem gesch\u00fctzten Land eines indigenen Volkes im zentralen Hochland der australischen Provinz Victoria Schweine, Rinder und Knoblauch. Sie ist Redakteurin und Mitautorin von Farming Democracy: Radically transforming the food system from the ground up (2019). Derzeit arbeitet sie an der University of Western Australia an ihrer Doktorarbeit, in der sie sich mit den biodiversen und de-kolonialistischen Praktiken agrar\u00f6kologisch arbeitender Bauern und den notwendigen Rahmenbedingungen f\u00fcr einen agrar\u00f6kologischen Umbau der Landwirtschaft in Australien besch\u00e4ftigt.<\/p> <p>Seit 2014 ist Tammi Jonas Pr\u00e4sidentin der australischen Allianz f\u00fcr Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t AFSA. Im Rahmen verschiedener UN-Organisationen setzt sich die AFSA f\u00fcr einen agrar\u00f6kologischen Umbau der Landwirtschaft und die Rechte indigener V\u00f6lker und Bauern und ihrer Gemeinschaften ein.<\/p><\/li><\/ul>\n[embed]https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GiM9dRA12Ow[\/embed]\n\n<h3>Abschlussdiskussion: The buck stops here<\/h3>\n<p><em>Maude Barlow, Tammi Jonas, Raffaele Morgantini (<a href=\"https:\/\/www.cetim.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CETIM<\/a>) und Christian Zeller, <\/em>moderiert von <em>Eva Gelinsky<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.semnar.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">semnar \/ saatgutpolitik &amp; wissenschaft<\/a>)<\/p> <p>Mit dem sozialen und \u00f6kologischen Umbau der Landwirtschaft beginnen: Wo und wie?<\/p>\n<ul><li><h4>Kurzbiographie von Raffaele Morgantini<\/h4><p><strong>Raffaele Morgantini<\/strong> studierte Internationale Beziehungen und Entwicklung und Internationale Zusammenarbeit in Genf und Br\u00fcssel. Derzeit ist er Repr\u00e4sentant des Zentrums Europa \u2013 Dritte Welt (<a href=\"https:\/\/www.cetim.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CETIM<\/a>) bei der UNO in Genf und verantwortlich f\u00fcr das Menschenrechtsprogramm derselben Organisation. Von 2016 bis 2018 nahm er als Advocacy Officer an den Verhandlungen der UN-Erkl\u00e4rung \u00fcber die Rechte der Bauern teil.<\/p><\/li><\/ul>\n[embed]https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8zEpqYzSesg[\/embed]\n<h3>Hintergrunddokumente und Links<\/h3> <p><strong>Reader zur Konferenz<\/strong> (Dr. Eva Gelinsky) <a href=\"http:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/09\/ResilientAgriForGlobalHealth-brochureA5_web.pdf\">DE \u2192<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/09\/resilient_agriculture_for_global_health_reader_en.pdf\">EN\u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#klima\">Klima \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#finanzkapital\">Finanzkapital und Landwirtschaft \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#warenketten\">Globale Warenketten \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#Fleisch\">Fleischproduktion \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#pandemien\">Pandemie(n) \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#wasser\">Wasser \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#politik\">Politik \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#alternativen\">Alternativen \u2192<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/resilient_agriculture_docsandlinks\/#unfss\">UN Food Systems Summit \u2192<\/a><\/p>","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3909"}],"version-history":[{"count":135,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3909\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8899,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3909\/revisions\/8899"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}