{"id":5622,"date":"2020-11-08T17:59:00","date_gmt":"2020-11-08T16:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/?p=5622"},"modified":"2022-09-29T14:45:08","modified_gmt":"2022-09-29T12:45:08","slug":"wet20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/politik\/menschenrechte\/undrop-de\/wet20\/","title":{"rendered":"Den Konzernen die Wertsch\u00f6pfung, den Bauern die Kette"},"content":{"rendered":"<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-5622\" data-postid=\"5622\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-5622 themify_builder tf_clear\">\n    \t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"TOC\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_5v5o581 tb_first tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_ygdc583 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_4ank888   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Bericht von Udo Theiss \u00fcber die Tagung zum Weltern\u00e4hrungstag 2020.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_bdg1590  repeat \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Inhaltsverzeichnis<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"#Ernaehrungssysteme\">Was sind Internationale Ern\u00e4hrungssysteme?<\/a><br \/><a href=\"#Mali\">Grosse Erfolge in Mali<\/a><br \/><a href=\"#Ernaehrungssicherheit\">Ern\u00e4hrungssicherheit und neue Arbeitspl\u00e4tze<\/a><br \/><a href=\"#Brotgetreide\">Beispiel Schweizer Brotgetreide<\/a><br \/><a href=\"#Bauernrechte\">Bauernrechte im Detail<\/a><br \/><a href=\"#Projekte\">Konkrete Projekte<\/a><br \/><a href=\"#Basisprojekt\">Erfolgreiches Basisprojekt<\/a><br \/><a href=\"#Staedteeinbeziehen\">Die St\u00e4dte einbeziehen<\/a><br \/><a href=\"#Weizen\">Weizen als Foodwaste-Beispiel<\/a><br \/><a href=\"#Profite\">Profite gerecht verteilen<\/a><br \/><a href=\"#Saatgutzucht\">Neue Kriterien bei der Saatgutzucht<\/a><br \/><a href=\"#Landzugang\">Landzugang erleichtern<\/a><br \/><a href=\"#NachhaltigeES\">Nachhaltige Ern\u00e4hrungssysteme f\u00fcr St\u00e4dte<\/a><br \/><a href=\"#Lagern\">Weizen lagern statt verf\u00fcttern<\/a><br \/><a href=\"#Genossenschaften\">Genossenschaften st\u00e4rken Bauern<\/a><br \/><a href=\"#Getreidehandel\">50 Prozent des Getreideandels l\u00e4uft \u00fcber die Schweiz<\/a><br \/><a href=\"#Zusammenhaenge\">In Zusammenh\u00e4ngen denken<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/welternaehrungstag.ch\/rueckblick\/2020-undrop\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Webseite der Tagung \u2192<\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_uwdi629 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_cr90631 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_eyub126   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><strong>Die Tagung zum Weltern\u00e4hrungstag am 16.10. 2020 stand im Zeichen der Rechte der Bauern und B\u00e4uerinnen, die den gr\u00f6ssten Anteil an der Nahrungsmittelproduktion beitragen, aber mit dem kleinsten Teil der Wertsch\u00f6pfung abgespeist werden.<\/strong><\/p>\n<div class=\"entry-content\">\n<p>Er\u00f6ffnet wurde der Vortragsreigen an der Tagung \u00abIn den M\u00fchlen der Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 Die Rechte der B\u00e4uerinnen und Bauern\u00bb vom Z\u00fcrcher SP-Nationalrat und Swissaid-Co-Pr\u00e4sident Fabian Molina. Mit der Vergabe des Friedensnobelpreises an die Weltern\u00e4hrungsorganisation FAO h\u00e4tte das Nobelpreiskomitee ein deutliches und zeitgem\u00e4sses Zeichen gesetzt. \u00abOhne Nahrung kein Frieden\u00bb sagte Molina und pr\u00e4zisierte, dass die grosse Mehrheit der 850 Millionen akut unter Hunger leidenden Menschen mehrheitlich in Kriegs- und Krisengebieten leben. \u00abHunger ist ein Kriegsmittel. Hunger ist rohe Gewalt\u00bb.<\/p>\n<p>Zur Zeit seien 80 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Sowohl vor Krieg, Unterdr\u00fcckung und eben auch Hunger. Die Coronakrise\u00a0 verdr\u00e4ngt zwar die Thematik aus der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung aber, so Molina, \u00absie wirkt wie ein Brennglas f\u00fcr die wachsende Ungerechtigkeit.\u00bb<\/p>\n<p>Die Uno-Deklaration der Rechte von Bauern, B\u00e4uerinnen und Menschen in l\u00e4ndlicher Umgebung sei ein wichtiger Schritt. \u00abDoch Papier ist geduldig. Es ist auch an uns, diese Rechte international umzusetzen.\u00bb<\/p>\n<\/div>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Ernaehrungssysteme\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Ernaehrungssysteme tb_tpyf615 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_2ct9629 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_83qq630   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Was sind internationale Ern\u00e4hrungssysteme?<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Was man unter Ern\u00e4hrungssystemen zu verstehen hat, erl\u00e4uterte die Politikwissenschaftlerin und Juristin, Dr. Ana Maria Suarez Franco.<\/p>\n<p>Suarez Franco, die auch die Menschenrechtsorganistaion FIAN (International \u2013 FoodFirst Information and Action Network) in der UNO vertritt, erkl\u00e4rte, dass Ern\u00e4hrungssysteme holistisch seien. Dass heisst, dass sie verschiedenste Faktoren vernetzt miteinbeziehen. Wogegen die traditionelle Agrarpolitik und \u00abEntwicklungshilfe\u00bb fragmentarisch organisiert sei. So liessen sich aber komplexe Probleme nicht l\u00f6sen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Hungerleidenden auf der Welt um j\u00e4hrlich 60 Millionen Menschen gewachsen. 2019 waren es 690 Millionen Menschen. Und es sei keine Trendwende in Sicht. Im Gegenteil. Bezugnehmend auf die von Molina genannte Zahl, erkl\u00e4rte Suarez, dass durch die Corona-Krise allein in diesem Jahr weitere 132 Millionen hinzu kommen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Industrialisierung der Landwirtschaft leiste dieser Entwicklung Vorschub. 70 Prozent der Nahrungsmittel w\u00fcrden von b\u00e4uerlichen Betrieben produziert. Die Industrielle Landwirtschaft trage nur 30 Prozent bei, weil sie einen Grossteil der potenziellen Nahrungsmittel als Tierfutter, \u00abBio-Treibstoff\u00bb und \u00e4hnliches zweckentfremdet. Dadurch entst\u00fcnden der Allgemeinheit, also den Staaten, sprich Steuerzahlerinnen und -zahler, enorme soziale und \u00f6kologische Kosten. Sie w\u00fcrden ganz nach neoliberalem Denkmuster die Verluste der Gemeinschaft aufgelastet und die Gewinne von privaten Grosskonzernen abgerahmt.<\/p>\n<p>\u00abEs braucht einen Paradigmenwechsel. Die weltweite aktive F\u00f6rderung von Kleinbetrieben, K\u00fcstenfischern und Landarbeitenden. Agro\u00f6kologie statt Agrobusiness. Die politische Teilhabe der Kleinbauern und Landarbeitenden und den konzentrierten Schutz und die Regeneration der Umwelt.\u00bb<\/p>\n<p>Ausserdem eine Rechenschaftspflicht f\u00fcr eine menschenrechtsbasierte Durchsetzung dieser Forderungen, der Frauenrechte, menschenw\u00fcrdige Arbeitsbedingungen und die Umverteilung des Reichtums. Der Schweiz komme dabei eine besondere Rolle zu, weil sie als eines der wenigen Industriel\u00e4nder die UNO-Deklaration zu den Bauernrechten unterzeichnet hat.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Mali\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Mali tb_o970616 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_uojm632 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_a4dr632   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Grosse Erfolge in Mali<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Dass Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t \u2013 die im wesentlichen mit der UNO-Deklaration \u00fcbereinstimmt \u2013 auch im gr\u00f6sseren volkswirtschaftlichen Zusammenhang durchaus funktionieren kann, best\u00e4tigte Dr. Mamadou Go\u00efta von der malischen IRPAD (Institut de Recherche et de Promotion des Alternatives en D\u00e9veloppement). Der Souial\u00f6konom, der auch an der Deklaration der Bauernrechte mitbeteiligt war, hat seine Arbeit ganz in den Dienst der Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t und die Interessen der b\u00e4uerlichen Landbev\u00f6lkerung und der viehz\u00fcchtenden Halbnomaden gestellt. Mit hart erk\u00e4mpften, aber ausgesprochen ermutigenden Resultaten. Heute funktioniert die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t dank und durch die Regierung. Doch dahin war es ein langer Weg. Um auf nationaler Ebene eine holistische Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t aufzubauen, m\u00fcsse man zuerst die Kleinbauern und Landarbeitendende zu einer Bauernbewegung mit einheitlichen Forderungen und klarer Strategie organisieren, sowie B\u00fcndnisse mit Forschern und anderen Organisationen eingehen. So gelang es den B\u00e4uerinnen und Bauern in Mali 2006 ein Gesetz durchzusetzen das 2007 das mittlerweile zu den Kernforderungen der internationalen Kleinbauernbewegung von Via Campesina z\u00e4hlt.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Ernaehrungssicherheit\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Ernaehrungssicherheit tb_mqpl616 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_kw94634 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_dulo635   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Ern\u00e4hrungssicherheit und neue Arbeitspl\u00e4tze<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Mit dem Gesetz erkannte die malische Regierung das Recht der Kleinbauern und Halbnomaden auf Zugang zum Land an. In der Organisation der staatlichen Landwirtschaft sind auch die Kleinbauern stark involviert. Mittlerweile stammen fast 100 Prozent des malischen Saatgutes aus eigener Produktion und muss nicht mehr importiert werden. 80 Prozent der Nahrungsmittel werden im Inland produziert und verarbeitet. Eine Quote, die keine westliche Industrienation auch nur ann\u00e4hernd erreicht. Die Ertr\u00e4ge und der Versorgungsgrad der Bev\u00f6lkerung hat sich durch die Agrar\u00f6kologie\u00a0 stark verbessert. Dank der Verarbeitung im Inland entstehen zudem stetig neue Arbeitspl\u00e4tze. In der Produktion werden auch die Konsumenten einbezogen. Zwar gab es anf\u00e4nglich Konflikte zwischen den Viehz\u00fcchtern und Ackerbauern. Doch durch die jetzt aktive Bodenrechtskommission konnten nicht nur zahlreiche Konflikte gel\u00f6st werden. Auch der Landzugang f\u00fcr Frauen und Jungbauern sei mittlerweile gew\u00e4hrleistet. Das malische Projekt hat Signalwirkung und beeinflusst \u2013 je nach politischer Lage \u2013 die Landwirtschaftspolitik der anderen westafrikanischen Staaten.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_lggr449 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_jdku450 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_ajrn450   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\"><em>\u00abDer Anteil des Getreides am Gesamtpreis ist gerade mal 10 Prozent.\u00bb<\/em><\/span><\/h2>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Brotgetreide\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Brotgetreide tb_aav4616 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_y4nh637 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_0psj637   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Beispiel Schweizer Brotgetreide<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Dr. Sophie Reviron von der landwirtschaftlichen Beratungszentrale der kantonalen Fachstellen erl\u00e4uterte die ungerechte Wertsch\u00f6pfungskette am Beispiel des Schweizer Brotgetreides. L\u00f6hne f\u00fcr die Produktion (also Getreideanbau, M\u00fchlenarbeit und B\u00e4cker) machen alles in allem gerade mal ein Viertel des Brotpreises aus. Der Anteil des Getreides am Gesamtpreis ist gerade mal 10 Prozent.<\/p>\n<p>Es gelte im Wesentlichen die Situation der kleinen b\u00e4uerlichen Betriebe, zum Beispiel durch \u00f6konomischen Allianzen zu verbessern. Um nur einige zu nennen mit M\u00fcllereien und B\u00e4ckereien.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Bauernrechte\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Bauernrechte tb_ndlo616 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_yegc639 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_p6hk640   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Bauernrechte im Detail<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Christophe Golay, Forschungsbeauftragter f\u00fcr Menschenrechte und humanit\u00e4res Recht an der Genfer Acadamy of international und humanitarian rights erl\u00e4uterte im Wesentlichen die durchaus fortschrittliche aber noch verbessungsw\u00fcrdige Rolle der Schweiz bei der Umsetzung der Uno-Erkl\u00e4rung zu den Rechten der Kleinb\u00e4uerinnen und -Bauern (Link:\u00a0<a href=\"https:\/\/fian-ch.org\/de\/unser-einsatz\/themen\/bauernrechte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/fian-ch.org\/de\/unser-einsatz\/themen\/bauernrechte.html<\/a>).<\/p>\n<p>Im Anschluss wurde von konkreten Projekten im Sinne der Uno-Erkl\u00e4rung vorgestellt.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Projekte\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Projekte tb_liot616 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_acml642 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_5aqf643   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Konkrete Projekte<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Den Anfang machte Monika Baumann vom Verein f\u00fcr biodynamischen Pflanzenz\u00fcchtungen GZPK. Sie schilderte die Rolle der Sortenz\u00fcchtungen f\u00fcr einen nachhaltigen Getreideanbau. Im Schnitt dauere es 15 Jahre eine neue Sorte zu entwickeln. Von den j\u00e4hrlich 120 neu ausgelegten Kreuzungen bleiben am Ende 1-2 Sorten, die die erforderlichen Kriterien bez\u00fcglich Bodenbeschaffenheit, N\u00e4hrwert, Verarbeitungsqualit\u00e4t und Geschmack erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Die aufw\u00e4ndige Entwicklungsarbeit der GZPK leide unter akuten Finanzproblemen. Obwohl letztlich die ganze Wertsch\u00f6pfungskette und nat\u00fcrlich die Konsumenten von der Forschung des Vereins produzieren, sind die einzigen offiziellen Kostentr\u00e4ger die Bauern, mit 15 Prozent des Budgets. Der Rest kommt \u00fcber Mitgliederbeitr\u00e4ge und Spenden zusammen.<\/p>\n<p>\u00abDie Frage ist, wie Bioz\u00fcchtungen in Zukunft in der Schweiz finanziert werden soll\u00bb, so Baumann abschliessend. Dies gilt insbesondere Nischenprodukte, die einen grossen Beitrag zur Biodiversit\u00e4t und Ern\u00e4hrungsvielfalt leisten.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Basisprojekt\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Basisprojekt tb_077z616 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_k7jr644 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_zxez273   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Erfolgreiches Basisprojekt<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Wie regionale Direktvermarktung \u00fcber Gem\u00fcseabos auch als Kollektiv funktioniert, erkl\u00e4rte Tamara K\u00f6ke vom Verein TaPatate.<\/p>\n<p>Die Gem\u00fcseabonnenten kaufen ihr Gem\u00fcse faktisch im Voraus. Sie setzen mit TaPatate im Vorfeld fest, welches saisonale Gem\u00fcse sie zu welchem Preis in welcher Menge bestellen. So sind die Produktionskosten im Vornherein gedeckt und es werden keine \u00dcbersch\u00fcsse produziert. TaPatate nennen ihre Abonnenten nicht Konsumenten, sondern Prosumenten. Denn die Abonnenten haben nicht nur Mitspracherecht. Sie arbeiten auch an zwei Tagen im Jahr in der Landwirtschaft mit, was laut K\u00f6ke nicht nur das Gemeinschaftsgef\u00fchl f\u00f6rdert, sondern auch einen Bildungseffenkt f\u00fcr die St\u00e4dter hat. Mit vier Teilzeitangestellten und der Arbeitsleistung der Abonnenten produziert der Verein mit zusammengenommen ca 2,5 Vollzeitstellen Gem\u00fcse f\u00fcr 200 Abonnenten im Umkreis von 30 Kilometern.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_wvcr254 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_qrm6276 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_2y07276   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\"><em>\u00abDer Grossteil des Foodwaste findet in Privathaushalten statt\u00bb<\/em><\/span><\/h2>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Staedteeinbeziehen\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Staedteeinbeziehen tb_jemb254 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_l9sb274 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_gjrk275   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Die St\u00e4dte einbeziehen<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Das der Einblick der Stadtbev\u00f6lkerung in die Produktionsumst\u00e4nde ihrer Nahrungsmittel von grosser Bedeutung ist, erl\u00e4uterte Alessandra Roversi von der Schweizer Stiftung Biovision.<\/p>\n<p>\u00abDie Bauernschaft wird immer \u00e4lter, w\u00e4hrend es die Jungen in die Stadt zieht.\u00bb Allerdings biete die spezielle Schweizer Geographie und Topographie aber eine ideale Voraussetzung, um Br\u00fccken zwischen Stadt und Land zu schlagen.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrde gern vergessen, dass Bauernh\u00f6fe eben auch Unternehmen sind. Im Rahmen des Projektes der 2000-Watt Gesellschaft h\u00e4tten die St\u00e4dte bereits zahlreiche Projekte lanciert, die ein besseres Verst\u00e4ndnis \u00fcber den Zusammenhang zwischen Produktion und Konsum von Nahrungsmitteln vermitteln. Sei es mit dem st\u00e4dtischen Tomatenanbau, Kompostprogrammen gegen Foodwaste oder dem Urban Gardening. \u00abSolche \u00f6kosystemischen Ans\u00e4tze haben durchaus auch eine soziale und kulturelle Komponente.\u00bb<\/p>\n<p>Die Stadt Genf h\u00e4tte eigens eine \u00abStadtm\u00fchle\u00bb gebaut. Saftanlagen unterst\u00fctzen die regionale Gastronomie. Restaurants und L\u00e4den wiederum\u00a0 k\u00f6nnen im Gegenzug regionale Produktion f\u00f6rdern, was sie h\u00e4ufig bereits tun.<\/p>\n<p>Die St\u00e4dte an sich seien auch Grosskonsumentinnen. Mit speziellen Kochkursen kann man auch finanzschwachen Haushalten helfen, sich gesund und preiswert zu ern\u00e4hren. Grosse Erfolge verzeichne man bei der zunehmenden Nachhaltigkeit von Schulkantinen. Solche Ans\u00e4tze sind um so wichtiger, da der Grossteil des Foodwaste in Privathaushalten stattfindet.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Weizen\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Weizen tb_28mk326 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_3vp8349 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_izrc350   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Weizen als Foodwaste-Beispiel<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Diesem Thema widmete sich Karin Spori von Foodwaste.ch eingehender mit ihrem Vortrag \u00abWeizen \u2013 Vom Feld (nicht) auf den Teller\u00bb.<\/p>\n<p>Es gibt in der Schweiz zahlreiche einfallsreiche Projekte zur verminderung von Foodwaste. Die \u00ab\u00c4ss-Bar\u00bb in Z\u00fcrich, Bern, Basel, St. Gallen, Winterthur, Luzern, Fribourg, Biel und Lausanne ist nur ein Beispiel qualitativ hochwertige Nahrungsmittel vor dem M\u00fcllkontainer zu bewahren. \u00abBackwaren frisch von Gestern\u00bb oder das Basler Backwarenoutlet. Etliche Foodsharing-Projekte oder Restess-Bars und Cateringdienste sind weitere von mittlerweile wohl hunderten Schweizer Modelle gegen Foodwaste. Den L\u00f6wenanteil der weggeworfenen essbaren Lebensmittel machen Brot und Backwahren aus. Dass sei von der Umweltwirkung pro Kilo zwar weit weniger sch\u00e4dlich als das Wegwerfen von Fleisch, Kakao oder Kaffe. Doch die schiere Menge macht das weggeworfene Brot zu einem der Hauptprobleme.<\/p>\n<p>Kommt hinzu, dass ein grosser Teil des Getreides nicht einmal zu Nahrung f\u00fcr Menschen verarbeitet w\u00fcrde. \u00ab21\u2019000 Tonnen Brotweizen wurden dieses Jahr in der Schweiz zu (billigerem) Futterweizen degradiert. Das bedeutet , wegen dem geringeren Finanzertrag, auch Verluste f\u00fcr die Getreidebauern.\u00bb Ein weiteres Problem sei, dass dem Weissmehl die Kleie entzogen wird, obwohl gerade hierin die meisten N\u00e4hrstoffe enthalten seien. Ausserdem seien laut der eines Forschungsprojektes der Z\u00fcrcher Fachhochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften 25 Prozent des Weizenz mit zum Teil giftigen Schimmelarten befallen. Allerdings sei es mittlerweile m\u00f6glich, den Weizen mit Enzymen und gezielt eingesetzten Microorganismen wieder Essbar zu machen.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Profite\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Profite tb_xz1w326 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_dly3350 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_x2uu351   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Profite gerecht verteilen<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Zur\u00fcck zum Kernthema der Veranstaltung kam letztlich Rahel Wyss von der Organisation Equal Profit (http.de.equalprofit.org).<\/p>\n<p>\u00abAktuell\u00bb, so Wyss, \u00abbesitzt ein Prozent der Weltbev\u00f6lkerung gleich viel, wie die \u00fcbrigen 99 Prozent. Noch nie waren die Reichen so reich wie heute und durch Corona sind sie sogar noch reicher geworden.\u00bb<\/p>\n<p>Am meisten von Armut (und den wirtschaftlichen Coronafolgen) seien vor allem die Produzierendem auf dem Land. Kurz: Diejenigen die den gr\u00f6ssten Teil zur Wertsch\u00f6fpung von Nahrungsmittel beitragen, erhalten den geringsten Anteil der Profite. Vorl\u00e4ufig organisiert Equal Profit ein Pilotprojekt mit kollektiv, biologisch und fair produzierenden indigenen Kaffeebauern aus Mexiko, die Verarbeitung und Vertrieb ohne Zwischenh\u00e4ndler gemeinsam mit dem Schweizer Kaffeeverarbeiter und H\u00e4ndler XalaLa. Das Ziel von Equal Profit ist, dass der Profit entlang der Wertsch\u00f6pfungskette prozentual gerecht an die Akteurinnen und Profit nach G\u00f6nnern, Partnern und vor allem Produzenten und Produkten geht.\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Nach der Mittagspause zogen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Tagung in Arbeitsgruppen, sogenannte \u00abPanels\u00bb zur\u00fcck, um L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die genannten Probleme anzudenken und -diskutieren. Das Resultat war ein umfassender Katalog mal mehr, mal weniger durchdachter Handlungsans\u00e4tze.<\/p>\n<p>Die Panels gliederten sich unter den Arbeitsthemen Saatgut, Landzugang, urbane Ern\u00e4hrungssysteme, Foodwaste, Wertsch\u00f6pfungsketten und Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Saatgutzucht\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Saatgutzucht tb_v2e8326 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_ylfr351 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_mdp9352   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Neue Kriterien bei der Saatgutzucht<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Zuerst pr\u00e4sentierte das Saatgutpanel seine L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge. In der Schweiz sollte die Sortenpr\u00fcfung des Saatguts vermehrt auf traditionelles Saatgut ausgerichtet werden. Es brauche generell einen neuen Kriterienkatalog f\u00fcr die Saatgutzulassung, zum Beispiel mit gr\u00f6sserem Augenmerk auf Saatgut f\u00fcr h\u00f6here Lagen. Ausserdem gelte es b\u00e4uerliche Saatgutsysteme zu f\u00f6rdern und alternative Zertifizierungen zu Gunsten der Bauern anstatt der Saatgutkonzerne zuzulassen. Ausserdem m\u00fcssen bei der Saatgutentwicklung auch die St\u00e4dte und die realen Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung einbezogen werden.<\/p>\n<p>Der Staat sollte, unter anderem, entsprechende lokale Diskussionen anstossen, einen gr\u00f6sseren Beitrag zur Finanzierung leisten und die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette zur Finanzierung der Saatgutforschung zur Kasse bitten. Zum Beispiel durch ein Kulturpflanzenpromill von Verarbeitern und Einzelhandel. Die Saatgutmonopole sollte der Staat st\u00e4rkeren Restriktionen unterwerfen und stattdessen Z\u00fcchtung und Bauern besser vernetzen.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Landzugang\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Landzugang tb_ljue326 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_5ydw352 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_c4n9353   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Landzugang erleichtern<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Das Panel Landzugang erkl\u00e4rte, dass das geltende Schweizer Bodenrecht die aktuellen Machtverh\u00e4ltnisse wiederspiegele. \u00abWenige Grossbetriebe werden bevorzugt, wodurch auch die Bodenpreise steigen, was jungen Kleinb\u00e4uerinnen und Kleinbauern mit Berufsausbildung den Einstieg ohne \u00dcberschuldung erschwert. Da die Bodenpreise unter anderem durch die Direktzahlung pro Hektar in die H\u00f6he getrieben w\u00fcrden, sollte diese Form der Subvention gestrichen werden. Mit Bodenpreisbindungen und langj\u00e4hrigen Pachtvertr\u00e4gen k\u00f6nnte man der Spekulation ebenfalls Vorschub leisten. Und schliesslich m\u00fcsste man das Arbeits- und Bodenrecht harmonisieren.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"NachhaltigeES\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-NachhaltigeES tb_mse0326 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_wi49353 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_6k2h354   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Nachhaltige Ern\u00e4hrungssysteme f\u00fcr St\u00e4dte<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Drei Viertel der Schweizer Bev\u00f6lkerung lebt in der Stadt. Entsprechend sollte man die Stadtbev\u00f6lkerung in die Produktionsplanung einbeziehen und f\u00fcr die Situation der Produktionsbetriebe sensibilisieren. Minibauernh\u00f6fe in der Stadt k\u00f6nnten nicht nur diese Sensibilisierung f\u00f6rdern, sondern dank geschlossener Wertsch\u00f6pfungskreisl\u00e4ufe auch einen Beitrag zur Vermeidung von Foodwaste leisten.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_vu45327 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_p42i355 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_ypob356   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\"><em>\u00abGr\u00f6ssere Transparenz \u00fcber die Entsehungskosten w\u00e4ren m\u00f6glicherweise ein wirksames Mittel gegen Foodwaste.\u00bb<\/em><\/span><\/h2>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Lagern\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Lagern tb_t0wr327 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_d082354 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_53uz355   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Das Foodwaste-Panel veranschaulicht L\u00f6sungsans\u00e4tze am Beispiel Weizen.<\/p>\n<p>Beim Weizen gehen insgesamt 50 Prozent der Energie verloren. Das Degradieren von gutem Brotweizen zu Futtergetreide sei zu verhindern, wenn man \u00dcberproduktionen einlagern und die Anbaufl\u00e4chen vor\u00fcbergehend zu Biodiversit\u00e4tsfl\u00e4chen umfunktionierte. Preisbindungskommissionen unter Mitsprache der B\u00e4uerinnen und Bauern w\u00e4ren zudem geeignet, \u00dcberproduktion und Einkommensverluste einzud\u00e4mmen. Was die nahrhafte Abfallkleie angeht, so k\u00f6nne man die Menschen kaum zwingen mehr Vollkornprodukte zu essen. Aber so, wie beim Joghurt schrittweise der Zuckergehalt gesenkt wurde, k\u00f6nne man ja auch dem Weissmehl schrittweise mehr Vollkornmehl zuf\u00fchren. Ausserdem sei der Anteil des Budgets in Schweizer Haushalten mit 7 bis 10 Prozent im internationalen Vergleich sehr niedrig. H\u00f6here Preise und gr\u00f6ssere Transparenz \u00fcber die Entsehungskosten w\u00e4ren m\u00f6glicherweise ein wirksames Mittel gegen Foodwaste.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Genossenschaften\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Genossenschaften tb_6os7614 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_rg13643 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_la5r643   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Genossenschaften st\u00e4rken Bauern<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Das Panel \u00abWertsch\u00f6pfungskette\u00bb empfiehlt zum Beispiel Milchbauern, sich zu Genossenschaften zusammenzuschliessen. Genossenschaftliche Milchproduktion k\u00f6nnte k\u00fcrzere Transportwege, bessere Vermarktungsm\u00f6glichkeiten durch Direktverkauf, aber auch eine bessere Verhandlungsposition f\u00fcr faire Milchpreise von den Einzelh\u00e4ndlern f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Auf internationaler Ebene fordert das Panel gr\u00f6ssere Transparenz \u00fcber die tats\u00e4chlichen Produktionskosten und Bedingungen. Zum Beispiel dar\u00fcber, wer die Akteure der Wertsch\u00f6pfungskette sind, wer die Entscheidungstr\u00e4ger sind und wie die Preise diktiert werden. \u00dcber den Kakaopreis zum Beispiel wird nicht verhandelt, sondern er werde von den Konzernen fix festgelegt.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Getreidehandel\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Getreidehandel tb_dddb614 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_05ty644 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_vlwv644   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">50 Prozent des Getreidehandels l\u00e4uft \u00fcber die Schweiz<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Der Nahrungsmittelhandel, so das Panel Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t, sei ein komplexes globales System. Die internationale Wertsch\u00f6pfungskette bedeute eigentlich die Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr die Konzerne und die Kette f\u00fcr die Bauern. 50 Prozent des globalen Getreidehandels l\u00e4uft \u00fcber die Schweiz. Diese m\u00fcsse deshalb dringend das Kartellrecht st\u00e4rken, ernstnehmen und durchsetzen. \u00abTransparenz allein n\u00fctzt gar nichts. Wir m\u00fcssen weg von den Ketten und hin zu Netzwerken.\u00bb<\/p>\n<p>Solidarische Landwirtschaftsprojekte, auch in Europa, m\u00fcssten auf jeden Fall den Kampf aufrecht erhalten um nicht noch mehr Macht an die Konzerne zu verlieren. Die UN-Deklaration sei dabei ein wertvolles Instrument. Es gebe zahlreiche Ans\u00e4tze zur dringend n\u00f6tigen Frauenf\u00f6rderung in der Landwirtschaft. Lebensmittel und Wasser d\u00fcrfen nicht zu Spekulationsobjekten werden. Zum ersten mal gehe es in dem UN-Papier, von offizieller Seite, bei der Landfrage nicht nur um Besitz- sondern auch Nutzungsrechte. Auch in Europa gebe es noch zahlreiche Kleinbauern. Statt die bei uns mittlerweile \u00fcblichen industriellen Ern\u00e4hrungssysteme zu exportieren, t\u00e4ten wir gut daran, uns Inspiration von sozialen und \u00f6kologischen Ern\u00e4hrungssystemen aus den Schwellenl\u00e4ndern und dem S\u00fcden zu holen. Denn solche Systeme k\u00f6nnen, bei gen\u00fcgend Interesse und dem n\u00f6tigen politischen Willen, durchaus auch bei uns Funktionieren.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_5976614 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_lnpq646 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_ikuy646   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\"><em>\u00abDie besten Reformer, die die Welt gesehen hat, waren immer die, die bei sich selbst anfangen.\u00bb<\/em><\/span><\/h2>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-anchor=\"Zusammenhaenge\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_has_section tb_section-Zusammenhaenge tb_omuy614 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_jqi6645 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_yzey645   \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">In Zusammenh\u00e4ngen denken<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Das Fazit der Veranstaltung zog die Kantonsr\u00e4tin (Gr\u00fcne) und Uniterre-B\u00e4uerin Sylvie Bonvin-Sasonnens. \u00abIn der Landwirtschaft besteht die Tendenz, die Einzelaspekte losgel\u00f6st zu betrachten. Es ist ratsam, in Zusammenh\u00e4ngen, auch internationalen, und solidarisch zu denken, um die katastrophalen Folgen der Globalisierung r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.\u00bb Dabei w\u00fcrden wir auf grosse Widerst\u00e4nde stossen, aber wir m\u00fcssen die Akteure der Lebensmittelproduktion zusammenf\u00fchren und uns nach vorw\u00e4rts orientieren. Ihren Beitrag beendete Bonvin mit einem Zitat von George Bernhard Shaw: \u00abDie besten Reformer, die die Welt gesehen hat, waren immer die, die bei sich selbst anfangen.\u00bb<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t<\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tagung zum Weltern\u00e4hrungstag 2020 stand im Zeichen der Rechte der Bauern und B\u00e4uerinnen, die den gr\u00f6ssten Anteil an der Nahrungsmittelproduktion beitragen, aber mit dem kleinsten Teil der Wertsch\u00f6pfung abgespeist 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href=\"#Basisprojekt\">Erfolgreiches Basisprojekt<\/a><br \/><a href=\"#Staedteeinbeziehen\">Die St\u00e4dte einbeziehen<\/a><br \/><a href=\"#Weizen\">Weizen als Foodwaste-Beispiel<\/a><br \/><a href=\"#Profite\">Profite gerecht verteilen<\/a><br \/><a href=\"#Saatgutzucht\">Neue Kriterien bei der Saatgutzucht<\/a><br \/><a href=\"#Landzugang\">Landzugang erleichtern<\/a><br \/><a href=\"#NachhaltigeES\">Nachhaltige Ern\u00e4hrungssysteme f\u00fcr St\u00e4dte<\/a><br \/><a href=\"#Lagern\">Weizen lagern statt verf\u00fcttern<\/a><br \/><a href=\"#Genossenschaften\">Genossenschaften st\u00e4rken Bauern<\/a><br \/><a href=\"#Getreidehandel\">50 Prozent des Getreideandels l\u00e4uft \u00fcber die Schweiz<\/a><br \/><a href=\"#Zusammenhaenge\">In Zusammenh\u00e4ngen denken<\/a><\/p> <p><a href=\"https:\/\/welternaehrungstag.ch\/rueckblick\/2020-undrop\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Webseite der Tagung \u2192<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Tagung zum Weltern\u00e4hrungstag am 16.10. 2020 stand im Zeichen der Rechte der Bauern und B\u00e4uerinnen, die den gr\u00f6ssten Anteil an der Nahrungsmittelproduktion beitragen, aber mit dem kleinsten Teil der Wertsch\u00f6pfung abgespeist werden.<\/strong><\/p>\n<p>Er\u00f6ffnet wurde der Vortragsreigen an der Tagung \u00abIn den M\u00fchlen der Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 Die Rechte der B\u00e4uerinnen und Bauern\u00bb vom Z\u00fcrcher SP-Nationalrat und Swissaid-Co-Pr\u00e4sident Fabian Molina. Mit der Vergabe des Friedensnobelpreises an die Weltern\u00e4hrungsorganisation FAO h\u00e4tte das Nobelpreiskomitee ein deutliches und zeitgem\u00e4sses Zeichen gesetzt. \u00abOhne Nahrung kein Frieden\u00bb sagte Molina und pr\u00e4zisierte, dass die grosse Mehrheit der 850 Millionen akut unter Hunger leidenden Menschen mehrheitlich in Kriegs- und Krisengebieten leben. \u00abHunger ist ein Kriegsmittel. Hunger ist rohe Gewalt\u00bb.<\/p> <p>Zur Zeit seien 80 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Sowohl vor Krieg, Unterdr\u00fcckung und eben auch Hunger. Die Coronakrise\u00a0 verdr\u00e4ngt zwar die Thematik aus der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung aber, so Molina, \u00absie wirkt wie ein Brennglas f\u00fcr die wachsende Ungerechtigkeit.\u00bb<\/p> <p>Die Uno-Deklaration der Rechte von Bauern, B\u00e4uerinnen und Menschen in l\u00e4ndlicher Umgebung sei ein wichtiger Schritt. \u00abDoch Papier ist geduldig. Es ist auch an uns, diese Rechte international umzusetzen.\u00bb<\/p>\n<h3>Was sind internationale Ern\u00e4hrungssysteme?<\/h3> <p>Was man unter Ern\u00e4hrungssystemen zu verstehen hat, erl\u00e4uterte die Politikwissenschaftlerin und Juristin, Dr. Ana Maria Suarez Franco.<\/p> <p>Suarez Franco, die auch die Menschenrechtsorganistaion FIAN (International \u2013 FoodFirst Information and Action Network) in der UNO vertritt, erkl\u00e4rte, dass Ern\u00e4hrungssysteme holistisch seien. Dass heisst, dass sie verschiedenste Faktoren vernetzt miteinbeziehen. Wogegen die traditionelle Agrarpolitik und \u00abEntwicklungshilfe\u00bb fragmentarisch organisiert sei. So liessen sich aber komplexe Probleme nicht l\u00f6sen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Hungerleidenden auf der Welt um j\u00e4hrlich 60 Millionen Menschen gewachsen. 2019 waren es 690 Millionen Menschen. Und es sei keine Trendwende in Sicht. Im Gegenteil. Bezugnehmend auf die von Molina genannte Zahl, erkl\u00e4rte Suarez, dass durch die Corona-Krise allein in diesem Jahr weitere 132 Millionen hinzu kommen k\u00f6nnten.<\/p> <p>Die Industrialisierung der Landwirtschaft leiste dieser Entwicklung Vorschub. 70 Prozent der Nahrungsmittel w\u00fcrden von b\u00e4uerlichen Betrieben produziert. Die Industrielle Landwirtschaft trage nur 30 Prozent bei, weil sie einen Grossteil der potenziellen Nahrungsmittel als Tierfutter, \u00abBio-Treibstoff\u00bb und \u00e4hnliches zweckentfremdet. Dadurch entst\u00fcnden der Allgemeinheit, also den Staaten, sprich Steuerzahlerinnen und -zahler, enorme soziale und \u00f6kologische Kosten. Sie w\u00fcrden ganz nach neoliberalem Denkmuster die Verluste der Gemeinschaft aufgelastet und die Gewinne von privaten Grosskonzernen abgerahmt.<\/p> <p>\u00abEs braucht einen Paradigmenwechsel. Die weltweite aktive F\u00f6rderung von Kleinbetrieben, K\u00fcstenfischern und Landarbeitenden. Agro\u00f6kologie statt Agrobusiness. Die politische Teilhabe der Kleinbauern und Landarbeitenden und den konzentrierten Schutz und die Regeneration der Umwelt.\u00bb<\/p> <p>Ausserdem eine Rechenschaftspflicht f\u00fcr eine menschenrechtsbasierte Durchsetzung dieser Forderungen, der Frauenrechte, menschenw\u00fcrdige Arbeitsbedingungen und die Umverteilung des Reichtums. Der Schweiz komme dabei eine besondere Rolle zu, weil sie als eines der wenigen Industriel\u00e4nder die UNO-Deklaration zu den Bauernrechten unterzeichnet hat.<\/p>\n<h3>Grosse Erfolge in Mali<\/h3> <p>Dass Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t \u2013 die im wesentlichen mit der UNO-Deklaration \u00fcbereinstimmt \u2013 auch im gr\u00f6sseren volkswirtschaftlichen Zusammenhang durchaus funktionieren kann, best\u00e4tigte Dr. Mamadou Go\u00efta von der malischen IRPAD (Institut de Recherche et de Promotion des Alternatives en D\u00e9veloppement). Der Souial\u00f6konom, der auch an der Deklaration der Bauernrechte mitbeteiligt war, hat seine Arbeit ganz in den Dienst der Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t und die Interessen der b\u00e4uerlichen Landbev\u00f6lkerung und der viehz\u00fcchtenden Halbnomaden gestellt. Mit hart erk\u00e4mpften, aber ausgesprochen ermutigenden Resultaten. Heute funktioniert die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t dank und durch die Regierung. Doch dahin war es ein langer Weg. Um auf nationaler Ebene eine holistische Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t aufzubauen, m\u00fcsse man zuerst die Kleinbauern und Landarbeitendende zu einer Bauernbewegung mit einheitlichen Forderungen und klarer Strategie organisieren, sowie B\u00fcndnisse mit Forschern und anderen Organisationen eingehen. So gelang es den B\u00e4uerinnen und Bauern in Mali 2006 ein Gesetz durchzusetzen das 2007 das mittlerweile zu den Kernforderungen der internationalen Kleinbauernbewegung von Via Campesina z\u00e4hlt.<\/p>\n<h3>Ern\u00e4hrungssicherheit und neue Arbeitspl\u00e4tze<\/h3> <p>Mit dem Gesetz erkannte die malische Regierung das Recht der Kleinbauern und Halbnomaden auf Zugang zum Land an. In der Organisation der staatlichen Landwirtschaft sind auch die Kleinbauern stark involviert. Mittlerweile stammen fast 100 Prozent des malischen Saatgutes aus eigener Produktion und muss nicht mehr importiert werden. 80 Prozent der Nahrungsmittel werden im Inland produziert und verarbeitet. Eine Quote, die keine westliche Industrienation auch nur ann\u00e4hernd erreicht. Die Ertr\u00e4ge und der Versorgungsgrad der Bev\u00f6lkerung hat sich durch die Agrar\u00f6kologie\u00a0 stark verbessert. Dank der Verarbeitung im Inland entstehen zudem stetig neue Arbeitspl\u00e4tze. In der Produktion werden auch die Konsumenten einbezogen. Zwar gab es anf\u00e4nglich Konflikte zwischen den Viehz\u00fcchtern und Ackerbauern. Doch durch die jetzt aktive Bodenrechtskommission konnten nicht nur zahlreiche Konflikte gel\u00f6st werden. Auch der Landzugang f\u00fcr Frauen und Jungbauern sei mittlerweile gew\u00e4hrleistet. Das malische Projekt hat Signalwirkung und beeinflusst \u2013 je nach politischer Lage \u2013 die Landwirtschaftspolitik der anderen westafrikanischen Staaten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><em>\u00abDer Anteil des Getreides am Gesamtpreis ist gerade mal 10 Prozent.\u00bb<\/em><\/h2>\n<h3>Beispiel Schweizer Brotgetreide<\/h3> <p>Dr. Sophie Reviron von der landwirtschaftlichen Beratungszentrale der kantonalen Fachstellen erl\u00e4uterte die ungerechte Wertsch\u00f6pfungskette am Beispiel des Schweizer Brotgetreides. L\u00f6hne f\u00fcr die Produktion (also Getreideanbau, M\u00fchlenarbeit und B\u00e4cker) machen alles in allem gerade mal ein Viertel des Brotpreises aus. Der Anteil des Getreides am Gesamtpreis ist gerade mal 10 Prozent.<\/p> <p>Es gelte im Wesentlichen die Situation der kleinen b\u00e4uerlichen Betriebe, zum Beispiel durch \u00f6konomischen Allianzen zu verbessern. Um nur einige zu nennen mit M\u00fcllereien und B\u00e4ckereien.<\/p>\n<h3>Bauernrechte im Detail<\/h3> <p>Christophe Golay, Forschungsbeauftragter f\u00fcr Menschenrechte und humanit\u00e4res Recht an der Genfer Acadamy of international und humanitarian rights erl\u00e4uterte im Wesentlichen die durchaus fortschrittliche aber noch verbessungsw\u00fcrdige Rolle der Schweiz bei der Umsetzung der Uno-Erkl\u00e4rung zu den Rechten der Kleinb\u00e4uerinnen und -Bauern (Link:\u00a0<a href=\"https:\/\/fian-ch.org\/de\/unser-einsatz\/themen\/bauernrechte.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/fian-ch.org\/de\/unser-einsatz\/themen\/bauernrechte.html<\/a>).<\/p> <p>Im Anschluss wurde von konkreten Projekten im Sinne der Uno-Erkl\u00e4rung vorgestellt.<\/p>\n<h3>Konkrete Projekte<\/h3> <p>Den Anfang machte Monika Baumann vom Verein f\u00fcr biodynamischen Pflanzenz\u00fcchtungen GZPK. Sie schilderte die Rolle der Sortenz\u00fcchtungen f\u00fcr einen nachhaltigen Getreideanbau. Im Schnitt dauere es 15 Jahre eine neue Sorte zu entwickeln. Von den j\u00e4hrlich 120 neu ausgelegten Kreuzungen bleiben am Ende 1-2 Sorten, die die erforderlichen Kriterien bez\u00fcglich Bodenbeschaffenheit, N\u00e4hrwert, Verarbeitungsqualit\u00e4t und Geschmack erf\u00fcllen.<\/p> <p>Die aufw\u00e4ndige Entwicklungsarbeit der GZPK leide unter akuten Finanzproblemen. Obwohl letztlich die ganze Wertsch\u00f6pfungskette und nat\u00fcrlich die Konsumenten von der Forschung des Vereins produzieren, sind die einzigen offiziellen Kostentr\u00e4ger die Bauern, mit 15 Prozent des Budgets. Der Rest kommt \u00fcber Mitgliederbeitr\u00e4ge und Spenden zusammen.<\/p> <p>\u00abDie Frage ist, wie Bioz\u00fcchtungen in Zukunft in der Schweiz finanziert werden soll\u00bb, so Baumann abschliessend. Dies gilt insbesondere Nischenprodukte, die einen grossen Beitrag zur Biodiversit\u00e4t und Ern\u00e4hrungsvielfalt leisten.<\/p>\n<h3>Erfolgreiches Basisprojekt<\/h3> <p>Wie regionale Direktvermarktung \u00fcber Gem\u00fcseabos auch als Kollektiv funktioniert, erkl\u00e4rte Tamara K\u00f6ke vom Verein TaPatate.<\/p> <p>Die Gem\u00fcseabonnenten kaufen ihr Gem\u00fcse faktisch im Voraus. Sie setzen mit TaPatate im Vorfeld fest, welches saisonale Gem\u00fcse sie zu welchem Preis in welcher Menge bestellen. So sind die Produktionskosten im Vornherein gedeckt und es werden keine \u00dcbersch\u00fcsse produziert. TaPatate nennen ihre Abonnenten nicht Konsumenten, sondern Prosumenten. Denn die Abonnenten haben nicht nur Mitspracherecht. Sie arbeiten auch an zwei Tagen im Jahr in der Landwirtschaft mit, was laut K\u00f6ke nicht nur das Gemeinschaftsgef\u00fchl f\u00f6rdert, sondern auch einen Bildungseffenkt f\u00fcr die St\u00e4dter hat. Mit vier Teilzeitangestellten und der Arbeitsleistung der Abonnenten produziert der Verein mit zusammengenommen ca 2,5 Vollzeitstellen Gem\u00fcse f\u00fcr 200 Abonnenten im Umkreis von 30 Kilometern.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><em>\u00abDer Grossteil des Foodwaste findet in Privathaushalten statt\u00bb<\/em><\/h2>\n<h3>Die St\u00e4dte einbeziehen<\/h3> <p>Das der Einblick der Stadtbev\u00f6lkerung in die Produktionsumst\u00e4nde ihrer Nahrungsmittel von grosser Bedeutung ist, erl\u00e4uterte Alessandra Roversi von der Schweizer Stiftung Biovision.<\/p> <p>\u00abDie Bauernschaft wird immer \u00e4lter, w\u00e4hrend es die Jungen in die Stadt zieht.\u00bb Allerdings biete die spezielle Schweizer Geographie und Topographie aber eine ideale Voraussetzung, um Br\u00fccken zwischen Stadt und Land zu schlagen.<\/p> <p>Es w\u00fcrde gern vergessen, dass Bauernh\u00f6fe eben auch Unternehmen sind. Im Rahmen des Projektes der 2000-Watt Gesellschaft h\u00e4tten die St\u00e4dte bereits zahlreiche Projekte lanciert, die ein besseres Verst\u00e4ndnis \u00fcber den Zusammenhang zwischen Produktion und Konsum von Nahrungsmitteln vermitteln. Sei es mit dem st\u00e4dtischen Tomatenanbau, Kompostprogrammen gegen Foodwaste oder dem Urban Gardening. \u00abSolche \u00f6kosystemischen Ans\u00e4tze haben durchaus auch eine soziale und kulturelle Komponente.\u00bb<\/p> <p>Die Stadt Genf h\u00e4tte eigens eine \u00abStadtm\u00fchle\u00bb gebaut. Saftanlagen unterst\u00fctzen die regionale Gastronomie. Restaurants und L\u00e4den wiederum\u00a0 k\u00f6nnen im Gegenzug regionale Produktion f\u00f6rdern, was sie h\u00e4ufig bereits tun.<\/p> <p>Die St\u00e4dte an sich seien auch Grosskonsumentinnen. Mit speziellen Kochkursen kann man auch finanzschwachen Haushalten helfen, sich gesund und preiswert zu ern\u00e4hren. Grosse Erfolge verzeichne man bei der zunehmenden Nachhaltigkeit von Schulkantinen. Solche Ans\u00e4tze sind um so wichtiger, da der Grossteil des Foodwaste in Privathaushalten stattfindet.<\/p>\n<h3>Weizen als Foodwaste-Beispiel<\/h3> <p>Diesem Thema widmete sich Karin Spori von Foodwaste.ch eingehender mit ihrem Vortrag \u00abWeizen \u2013 Vom Feld (nicht) auf den Teller\u00bb.<\/p> <p>Es gibt in der Schweiz zahlreiche einfallsreiche Projekte zur verminderung von Foodwaste. Die \u00ab\u00c4ss-Bar\u00bb in Z\u00fcrich, Bern, Basel, St. Gallen, Winterthur, Luzern, Fribourg, Biel und Lausanne ist nur ein Beispiel qualitativ hochwertige Nahrungsmittel vor dem M\u00fcllkontainer zu bewahren. \u00abBackwaren frisch von Gestern\u00bb oder das Basler Backwarenoutlet. Etliche Foodsharing-Projekte oder Restess-Bars und Cateringdienste sind weitere von mittlerweile wohl hunderten Schweizer Modelle gegen Foodwaste. Den L\u00f6wenanteil der weggeworfenen essbaren Lebensmittel machen Brot und Backwahren aus. Dass sei von der Umweltwirkung pro Kilo zwar weit weniger sch\u00e4dlich als das Wegwerfen von Fleisch, Kakao oder Kaffe. Doch die schiere Menge macht das weggeworfene Brot zu einem der Hauptprobleme.<\/p> <p>Kommt hinzu, dass ein grosser Teil des Getreides nicht einmal zu Nahrung f\u00fcr Menschen verarbeitet w\u00fcrde. \u00ab21\u2019000 Tonnen Brotweizen wurden dieses Jahr in der Schweiz zu (billigerem) Futterweizen degradiert. Das bedeutet , wegen dem geringeren Finanzertrag, auch Verluste f\u00fcr die Getreidebauern.\u00bb Ein weiteres Problem sei, dass dem Weissmehl die Kleie entzogen wird, obwohl gerade hierin die meisten N\u00e4hrstoffe enthalten seien. Ausserdem seien laut der eines Forschungsprojektes der Z\u00fcrcher Fachhochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften 25 Prozent des Weizenz mit zum Teil giftigen Schimmelarten befallen. Allerdings sei es mittlerweile m\u00f6glich, den Weizen mit Enzymen und gezielt eingesetzten Microorganismen wieder Essbar zu machen.<\/p>\n<h3>Profite gerecht verteilen<\/h3> <p>Zur\u00fcck zum Kernthema der Veranstaltung kam letztlich Rahel Wyss von der Organisation Equal Profit (http.de.equalprofit.org).<\/p> <p>\u00abAktuell\u00bb, so Wyss, \u00abbesitzt ein Prozent der Weltbev\u00f6lkerung gleich viel, wie die \u00fcbrigen 99 Prozent. Noch nie waren die Reichen so reich wie heute und durch Corona sind sie sogar noch reicher geworden.\u00bb<\/p> <p>Am meisten von Armut (und den wirtschaftlichen Coronafolgen) seien vor allem die Produzierendem auf dem Land. Kurz: Diejenigen die den gr\u00f6ssten Teil zur Wertsch\u00f6fpung von Nahrungsmittel beitragen, erhalten den geringsten Anteil der Profite. Vorl\u00e4ufig organisiert Equal Profit ein Pilotprojekt mit kollektiv, biologisch und fair produzierenden indigenen Kaffeebauern aus Mexiko, die Verarbeitung und Vertrieb ohne Zwischenh\u00e4ndler gemeinsam mit dem Schweizer Kaffeeverarbeiter und H\u00e4ndler XalaLa. Das Ziel von Equal Profit ist, dass der Profit entlang der Wertsch\u00f6pfungskette prozentual gerecht an die Akteurinnen und Profit nach G\u00f6nnern, Partnern und vor allem Produzenten und Produkten geht.\u00a0<\/p> <p>\u00a0<\/p> <p>Nach der Mittagspause zogen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Tagung in Arbeitsgruppen, sogenannte \u00abPanels\u00bb zur\u00fcck, um L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die genannten Probleme anzudenken und -diskutieren. Das Resultat war ein umfassender Katalog mal mehr, mal weniger durchdachter Handlungsans\u00e4tze.<\/p> <p>Die Panels gliederten sich unter den Arbeitsthemen Saatgut, Landzugang, urbane Ern\u00e4hrungssysteme, Foodwaste, Wertsch\u00f6pfungsketten und Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n<h3>Neue Kriterien bei der Saatgutzucht<\/h3> <p>Zuerst pr\u00e4sentierte das Saatgutpanel seine L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge. In der Schweiz sollte die Sortenpr\u00fcfung des Saatguts vermehrt auf traditionelles Saatgut ausgerichtet werden. Es brauche generell einen neuen Kriterienkatalog f\u00fcr die Saatgutzulassung, zum Beispiel mit gr\u00f6sserem Augenmerk auf Saatgut f\u00fcr h\u00f6here Lagen. Ausserdem gelte es b\u00e4uerliche Saatgutsysteme zu f\u00f6rdern und alternative Zertifizierungen zu Gunsten der Bauern anstatt der Saatgutkonzerne zuzulassen. Ausserdem m\u00fcssen bei der Saatgutentwicklung auch die St\u00e4dte und die realen Bed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung einbezogen werden.<\/p> <p>Der Staat sollte, unter anderem, entsprechende lokale Diskussionen anstossen, einen gr\u00f6sseren Beitrag zur Finanzierung leisten und die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette zur Finanzierung der Saatgutforschung zur Kasse bitten. Zum Beispiel durch ein Kulturpflanzenpromill von Verarbeitern und Einzelhandel. Die Saatgutmonopole sollte der Staat st\u00e4rkeren Restriktionen unterwerfen und stattdessen Z\u00fcchtung und Bauern besser vernetzen.<\/p>\n<h3>Landzugang erleichtern<\/h3> <p>Das Panel Landzugang erkl\u00e4rte, dass das geltende Schweizer Bodenrecht die aktuellen Machtverh\u00e4ltnisse wiederspiegele. \u00abWenige Grossbetriebe werden bevorzugt, wodurch auch die Bodenpreise steigen, was jungen Kleinb\u00e4uerinnen und Kleinbauern mit Berufsausbildung den Einstieg ohne \u00dcberschuldung erschwert. Da die Bodenpreise unter anderem durch die Direktzahlung pro Hektar in die H\u00f6he getrieben w\u00fcrden, sollte diese Form der Subvention gestrichen werden. Mit Bodenpreisbindungen und langj\u00e4hrigen Pachtvertr\u00e4gen k\u00f6nnte man der Spekulation ebenfalls Vorschub leisten. Und schliesslich m\u00fcsste man das Arbeits- und Bodenrecht harmonisieren.<\/p>\n<h3>Nachhaltige Ern\u00e4hrungssysteme f\u00fcr St\u00e4dte<\/h3> <p>Drei Viertel der Schweizer Bev\u00f6lkerung lebt in der Stadt. Entsprechend sollte man die Stadtbev\u00f6lkerung in die Produktionsplanung einbeziehen und f\u00fcr die Situation der Produktionsbetriebe sensibilisieren. Minibauernh\u00f6fe in der Stadt k\u00f6nnten nicht nur diese Sensibilisierung f\u00f6rdern, sondern dank geschlossener Wertsch\u00f6pfungskreisl\u00e4ufe auch einen Beitrag zur Vermeidung von Foodwaste leisten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><em>\u00abGr\u00f6ssere Transparenz \u00fcber die Entsehungskosten w\u00e4ren m\u00f6glicherweise ein wirksames Mittel gegen Foodwaste.\u00bb<\/em><\/h2>\n<p>Das Foodwaste-Panel veranschaulicht L\u00f6sungsans\u00e4tze am Beispiel Weizen.<\/p> <p>Beim Weizen gehen insgesamt 50 Prozent der Energie verloren. Das Degradieren von gutem Brotweizen zu Futtergetreide sei zu verhindern, wenn man \u00dcberproduktionen einlagern und die Anbaufl\u00e4chen vor\u00fcbergehend zu Biodiversit\u00e4tsfl\u00e4chen umfunktionierte. Preisbindungskommissionen unter Mitsprache der B\u00e4uerinnen und Bauern w\u00e4ren zudem geeignet, \u00dcberproduktion und Einkommensverluste einzud\u00e4mmen. Was die nahrhafte Abfallkleie angeht, so k\u00f6nne man die Menschen kaum zwingen mehr Vollkornprodukte zu essen. Aber so, wie beim Joghurt schrittweise der Zuckergehalt gesenkt wurde, k\u00f6nne man ja auch dem Weissmehl schrittweise mehr Vollkornmehl zuf\u00fchren. Ausserdem sei der Anteil des Budgets in Schweizer Haushalten mit 7 bis 10 Prozent im internationalen Vergleich sehr niedrig. H\u00f6here Preise und gr\u00f6ssere Transparenz \u00fcber die Entsehungskosten w\u00e4ren m\u00f6glicherweise ein wirksames Mittel gegen Foodwaste.<\/p>\n<h3>Genossenschaften st\u00e4rken Bauern<\/h3> <p>Das Panel \u00abWertsch\u00f6pfungskette\u00bb empfiehlt zum Beispiel Milchbauern, sich zu Genossenschaften zusammenzuschliessen. Genossenschaftliche Milchproduktion k\u00f6nnte k\u00fcrzere Transportwege, bessere Vermarktungsm\u00f6glichkeiten durch Direktverkauf, aber auch eine bessere Verhandlungsposition f\u00fcr faire Milchpreise von den Einzelh\u00e4ndlern f\u00f6rdern.<\/p> <p>Auf internationaler Ebene fordert das Panel gr\u00f6ssere Transparenz \u00fcber die tats\u00e4chlichen Produktionskosten und Bedingungen. Zum Beispiel dar\u00fcber, wer die Akteure der Wertsch\u00f6pfungskette sind, wer die Entscheidungstr\u00e4ger sind und wie die Preise diktiert werden. \u00dcber den Kakaopreis zum Beispiel wird nicht verhandelt, sondern er werde von den Konzernen fix festgelegt.<\/p>\n<h3>50 Prozent des Getreidehandels l\u00e4uft \u00fcber die Schweiz<\/h3> <p>Der Nahrungsmittelhandel, so das Panel Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t, sei ein komplexes globales System. Die internationale Wertsch\u00f6pfungskette bedeute eigentlich die Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr die Konzerne und die Kette f\u00fcr die Bauern. 50 Prozent des globalen Getreidehandels l\u00e4uft \u00fcber die Schweiz. Diese m\u00fcsse deshalb dringend das Kartellrecht st\u00e4rken, ernstnehmen und durchsetzen. \u00abTransparenz allein n\u00fctzt gar nichts. Wir m\u00fcssen weg von den Ketten und hin zu Netzwerken.\u00bb<\/p> <p>Solidarische Landwirtschaftsprojekte, auch in Europa, m\u00fcssten auf jeden Fall den Kampf aufrecht erhalten um nicht noch mehr Macht an die Konzerne zu verlieren. Die UN-Deklaration sei dabei ein wertvolles Instrument. Es gebe zahlreiche Ans\u00e4tze zur dringend n\u00f6tigen Frauenf\u00f6rderung in der Landwirtschaft. Lebensmittel und Wasser d\u00fcrfen nicht zu Spekulationsobjekten werden. Zum ersten mal gehe es in dem UN-Papier, von offizieller Seite, bei der Landfrage nicht nur um Besitz- sondern auch Nutzungsrechte. Auch in Europa gebe es noch zahlreiche Kleinbauern. Statt die bei uns mittlerweile \u00fcblichen industriellen Ern\u00e4hrungssysteme zu exportieren, t\u00e4ten wir gut daran, uns Inspiration von sozialen und \u00f6kologischen Ern\u00e4hrungssystemen aus den Schwellenl\u00e4ndern und dem S\u00fcden zu holen. Denn solche Systeme k\u00f6nnen, bei gen\u00fcgend Interesse und dem n\u00f6tigen politischen Willen, durchaus auch bei uns Funktionieren.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><em>\u00abDie besten Reformer, die die Welt gesehen hat, waren immer die, die bei sich selbst anfangen.\u00bb<\/em><\/h2>\n<h3>In Zusammenh\u00e4ngen denken<\/h3> <p>Das Fazit der Veranstaltung zog die Kantonsr\u00e4tin (Gr\u00fcne) und Uniterre-B\u00e4uerin Sylvie Bonvin-Sasonnens. \u00abIn der Landwirtschaft besteht die Tendenz, die Einzelaspekte losgel\u00f6st zu betrachten. Es ist ratsam, in Zusammenh\u00e4ngen, auch internationalen, und solidarisch zu denken, um die katastrophalen Folgen der Globalisierung r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.\u00bb Dabei w\u00fcrden wir auf grosse Widerst\u00e4nde stossen, aber wir m\u00fcssen die Akteure der Lebensmittelproduktion zusammenf\u00fchren und uns nach vorw\u00e4rts orientieren. Ihren Beitrag beendete Bonvin mit einem Zitat von George Bernhard Shaw: \u00abDie besten Reformer, die die Welt gesehen hat, waren immer die, die bei sich selbst anfangen.\u00bb<\/p>","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5622"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5622\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10590,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5622\/revisions\/10590"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9171"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}