{"id":6462,"date":"2013-07-15T11:36:00","date_gmt":"2013-07-15T09:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/?p=6462"},"modified":"2022-01-10T20:50:35","modified_gmt":"2022-01-10T19:50:35","slug":"vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-6462\" data-postid=\"6462\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-6462 themify_builder tf_clear\">\n    \t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"TOC\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_n5d4340 tb_first tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_37a4351 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_u3jn352  repeat \" data-lazy=\"1\">\n    <h3 class=\"module-title\">Inhaltsverzeichnis<\/h3>    <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><a href=\"#paragraph1\">Einleitung<\/a><br \/><a href=\"#paragraph2\">Geldsch\u00f6pfung bringt Wirtschaftswachstum<\/a><br \/><a href=\"#paragraph3\">Wirtschaftswachstum als perpetum mobile<\/a><br \/><a href=\"#paragraph4\">Erkl\u00e4rung zur &#8222;Wachstumsspirale&#8220; und Wachstumszwang<\/a><br \/><a href=\"#paragraph5\">Die Krisen<\/a><br \/><a href=\"#paragraph6\">Reform des Geldsystems<\/a><br \/><a href=\"#paragraph7\">Neue Unternehmensformen<\/a><br \/><a href=\"#paragraph8\">Schlussfolgerung<\/a><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraphe1\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_e3nc340 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_de1u354 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_ddu3355   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Der bekannte deutsche Schriftsteller Botho Strauss schreibt: \u201cIm Grunde bleibt jeder von einer Zukunft \u00fcberzeugt, die auf Prolongation und Steigerungsraten hinausl\u00e4uft.\u201c Gleichzeitig bekennt sich jeder aber zu der \u00dcberzeugung, \u201ddass es so nicht weiter gehen kann. Beim vielbeschworenen Umdenken verh\u00e4lt sich der Mensch im Grunde genommen nicht anders als ein Tier. Erst die Not macht es ihm notwendig sich anders zu verhalten\u201d. Ich meine nun, dass wir uns doch soweit \u201cder Not\u201d gen\u00e4hert haben, dass wir uns mindestens eindringlicher als fr\u00fcher die Frage stellen, ob nicht mit den st\u00e4ndigen Steigerungsraten des Sozialprodukts, d.h. mit dem unendlichen Wachstum der Wirtschaft, Kollateralsch\u00e4den verbunden sind, die wir zur Kenntnis nehmen m\u00fcssen, um uns aus dieser \u201cNot\u201d zu befreien. Dabei handelt es sich um eine zweifache Not: Es geht erstens um die steigende Tendenz zur Bildung von spekulativen Finanzblasen, die, wenn sie platzen, zu Wirtschaftskrisen, zu staatlichen Schuldenkrisen und\/oder zur Inflation f\u00fchren. Es geht zweitens um die drohende Energie- und Rohstoffknappheit, die Umweltzerst\u00f6rung und die Schrumpfung der nat\u00fcrlichen Lebenswelt. Die Zunahme dieser N\u00f6te legen es nahe, Wege zur M\u00e4ssigung zu suchen, die aus der Gefahrenzone des unkontrollierten Wachstums hinaus- und in eine nachhaltige Wirtschaft hineinf\u00fchren. Die Frage ist: Wie muss man dabei vorgehen? Bevor ich darauf eingehe, m\u00f6chte ich einige Ausf\u00fchrungen machen, die die Diagnose betreffen. Diese muss der Therapie vorausgehen! Anschliessend m\u00f6chte ich auf m\u00f6gliche Schritte zur Realisierung des von mir vorgeschlagenen Wegs zur Nachhaltigkeit eingehen.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraphe2\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_01uc341 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_csmc358 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_khke359   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Die Entwicklung der modernen Wirtschaft und Gesellschaft wird gepr\u00e4gt durch die st\u00e4ndige Tendenz zum Wirtschaftswachstum. Sie ist zur Generallinie der Entwicklung geworden. Das Wachstum beruht in einem wesentlichen Ausmass auf der sich ins Unendliche fortsetzenden Geldsch\u00f6pfung und der daraus resultierenden Dynamik.<\/p><p>Wenn es also auf die Geldsch\u00f6pfung ankommt, muss man zuerst wissen, was Geld ist, was <em>heute<\/em> Geld ist. Geld ist alles, womit man zahlen kann. Heute kann man zahlen mit Banknoten der Zentralbank, also mit Papiergeld, sowie mit Sichtguthaben bei den Banken, d.h. mit Guthaben, die auf den Girokonten bei den Banken verbucht werden; man spricht daher auch von Bank- oder Buchgeld. Man zahlt mit Buchgeld entweder durch \u00dcberweisungsauftr\u00e4ge oder mittels Kreditkarten. Heute erfolgen ca. 95% der Zahlungen mit Buchgeld, und nur 5% mit Banknoten inkl. M\u00fcnzen. Das Buchgeld kann in Banknoten eingel\u00f6st werden, aber die Banknoten nicht mehr wie fr\u00fcher in Goldm\u00fcnzen. Die letzten Reste einer solchen Einl\u00f6sungspflicht sind anfangs der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts dahingefallen. Seither kann die Zentralbank ohne R\u00fccksicht auf irgendwelche Goldreserven den Banken Papiergeld in beliebiger Menge zur Verf\u00fcgung stellen. Auf diese Weise kann die Menge des Geldes \u2212 des Buchgeldes und des Zentralbankgeldes \u2212 von Jahr zu Jahr erh\u00f6ht werden. Man spricht zu Recht von Geldsch\u00f6pfung in Analogie zur Weltsch\u00f6pfung. Vor allem in der amerikanischen \u00d6konomie spricht man daher auch vom \u201efiat-money\u201c in Anspielung auf die Sch\u00f6pfungsgeschichte in der Bibel, wo es heisst: Gott sprach \u201efiat lux et lux facta est\u201c. (Es werde Licht, und es ward Licht.) So sprechen die Banken heute: Es werde Geld, und es wird Geld. Diese Geldsch\u00f6pfung kann unendlich weitergehen, ohne an Grenzen zu stossen, die fr\u00fcher durch die begrenzten Goldvorr\u00e4te gegeben waren.<\/p><p>Die Geldsch\u00f6pfung erfolgt prim\u00e4r in Buchgeld der Banken. Sie erfolgt \u2013 das ist entscheidend \u2013 durch die Kreditgew\u00e4hrung der Banken an Unternehmen, an den Staat und an die Haushalte \u2212 zur Hauptsache an Unternehmen. Die Banken sind Produzenten von Geld. Sie schaffen Geld durch die Gew\u00e4hrung von Krediten. Dies geschieht, indem die Banken den Kreditnehmern einen dem Kredit entsprechenden Betrag auf einem Girokonto bei sich gutschreiben. Diese Gutschrift ist das Buchgeld. Es ist zu 100% <em>neues<\/em> Geld, denn es wird kein Betrag auf einem anderen Konto dadurch reduziert. Ein kleiner Teil davon wird zwar in Banknoten eingel\u00f6st. Diesen Teil m\u00fcssen die Banken daher in gen\u00fcgender Menge bereithalten. Die Zentralbanken k\u00f6nnen sie aber den Banken stets nachliefern, indem sie von den Banken Kredite, die diese in steigender Menge gegeben haben, \u00fcbernehmen, und daf\u00fcr den Banken die Banknoten, das Papiergeld, in ebenfalls stets steigender Menge zur Verf\u00fcgung stellen, weil sie es ja selbst \u2013 ich wiederhole \u2013 nicht mehr in Gold einl\u00f6sen m\u00fcssen.<\/p><p>Entscheidend ist dabei: Die Vermehrung der Geldmenge, die durch die Vermehrung der Kredite erfolgt, f\u00fchrt in der Regel zu realem wirtschaftlichem Wachstum, denn die Unternehmen verwenden das Geld normalerweise dazu, um es zu investieren, d.h. um damit Produktionsleistungen zu kaufen \u2212 Arbeitsleistungen, Energie, Rohstoffe, Maschinen usw. \u2212 und mit diesen Leistungen die Produktionskapazit\u00e4t und die Produktion zu erh\u00f6hen. Auf diese Weise wird das neu gesch\u00f6pfte Geld nachtr\u00e4glich doch einl\u00f6sbar, allerdings nicht mehr in Gold, sondern in zus\u00e4tzlich produzierte G\u00fcter. Die Geldsch\u00f6pfung, die durch Kreditsch\u00f6pfung erfolgt, f\u00fchrt so zu einer realen Wertsch\u00f6pfung. So w\u00e4chst auf der Grundlage der Geldsch\u00f6pfung das Bruttoinlandprodukts, das BIP, ohne dass vorher gespart werden muss.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_uz3i360 rounded  image-top tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n\t\t    \t\n\t\t<\/div>\n\t<!-- \/image-wrap -->\n    \n    \t<\/div>\n<!-- \/module image -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraph3\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_o4kw341 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner direction_rtl col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_p65s362 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_5pq0363   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p><strong>Das Wachstum hat sich zu einem perpetuum mobile entwickelt<\/strong>, zu einem Prozess, der sich selbst in Gang h\u00e4lt, indem er selbst die Voraussetzung schafft, die seine st\u00e4ndige Fortsetzung erm\u00f6glichen. Wie geschieht dies? Um die zu erkl\u00e4ren, m\u00f6chte ich in drei Schritten vorgehen.<\/p><p><strong>Erster Schritt:<\/strong> Es gilt die Notwendigkeit des Einsatzes von Geld zur Kapitalbildung und damit zur Gr\u00fcndung und Erweiterung der Unternehmungen und der Erzielung von Gewinnen, die die Kapitalbildung rechtfertigen, aufzuzeigen.<\/p><p>Vor allem ist zu beachten: Die Unternehmen m\u00fcssen die Produktionsleistungen der Haushalte und die Produktionsmittel anderer Unternehmen <em>heute<\/em> bezahlen, wenn sie eingesetzt werden, d.h. wenn die Unternehmen die Produktion in Gang setzen. Die Unternehmen k\u00f6nnen die Produkte aber erst <em>morgen<\/em> verkaufen, wenn sie produziert worden sind. Die Produktion braucht ja Zeit! Die Unternehmen ben\u00f6tigen daher einen Vorschuss an Geld, d.h. Geld, das sie noch nicht verdient haben, um die Produktionsleistungen und Produktionsmittel zu bezahlen, bevor sie sich bezahlt gemacht haben. Der Vorschuss ist das, was wir Kapital nennen, das Kapital der Unternehmung. Das Kapital setzt sich zusammen aus Fremdkapital \u2212 das sind die Kredite, die vor allem die Banken geben \u2212 und aus Eigenkapital, das entweder den Unternehmen von den Haushalten zur Verf\u00fcgung gestellt wird, heute vor allem durch Kauf von Aktien, oder das der Teil des Gewinnes ist, der von den Unternehmen zur\u00fcckbehalten, also reinvestiert und nicht als Dividende ausgesch\u00fcttet wird. Ohne eine Vorfinanzierung, also ohne die Verwandlung des Geldes in Kapital, ohne Vorschuss gibt es keinen Markt, keine Investitionen und kein Wachstum der Wirtschaft.<\/p><p><strong>Zweiter Schritt:<\/strong> Das Kapital als Vorschuss beansprucht einen Gewinn. Warum? Weil der Einsatz des Kapitals ein Risiko enth\u00e4lt, das entgolten werden muss. Das Risiko ergibt sich daraus, dass die Unternehmen im Moment, da sie das Kapital investieren, nicht wissen k\u00f6nnen, in welchem Ausmass das Geld, das sie investiert haben, morgen durch den Verkauf der Produkte wieder zur\u00fcckfliesst. Denn der R\u00fcckfluss erfolgt ja erst in der Zukunft. Die Zukunft ist aber immer unsicher. Damit die Unternehmen das entsprechende Risiko eingehen, m\u00fcssen sie daher \u2212 berechtigterweise \u2212 einen Gewinn erwarten d\u00fcrfen, aus dem sowohl der Zins f\u00fcr das Fremdkapital bezahlt werden kann sowie ein gen\u00fcgend grosser Reingewinn f\u00fcr das Eigenkapital \u00fcbrig bleibt, der mindestens das Risiko deckt.<\/p><p>Dies muss im <em>Durchschnitt<\/em> f\u00fcr alle Unternehmungen gelten, wenn die Wirtschaft funktionieren soll. Das heisst: Es muss die Chance eines Gewinns stets gr\u00f6sser sein als die Chance eines Verlusts. Der Erwartungswert des Gewinns in der Gesamtwirtschaft muss also positiv sein. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn erfahrungsgem\u00e4ss die H\u00e4ufigkeit des Gewinns insgesamt stets gr\u00f6sser war und weiterhin gr\u00f6sser ist als die H\u00e4ufigkeit des Verlusts, wenn also die Unternehmungen im Saldo stets Gewinne gemacht haben und machen, also aus der Summe von Gewinnen und Verlusten aller Unternehmen zusammen ein Gewinn\u00fcberschuss resultiert.<\/p><p><strong>Dritter Schritt:<\/strong> Es geht um die Frage, wie ein solcher gesamtwirtschaftlicher Gewinn\u00fcberschuss entstehen kann? Dies ist genauer zu erkl\u00e4ren. Die Gewinne der Unternehmungen sind grunds\u00e4tzlich gleich der Differenz zwischen den Einnahmen und den Ausgaben der Unternehmen \u2013 genauer: zwischen den Einnahmen und den Ausgaben der Unternehmen f\u00fcr die Herstellung der Produkte, aus denen die Unternehmungen die Einnahmen erzielen, also gleich der Differenz zwischen Ertrag und Kosten. Damit die Unternehmen zusammen im Saldo stets Gewinne erzielen k\u00f6nnen, m\u00fcssen daher die Einnahmen der Unternehmen zusammen stets gr\u00f6sser sein als die Ausgaben der Unternehmen zusammen. Wie soll dies vor sich gehen? Wie k\u00f6nnen alle mehr einnehmen als ausgeben? Es ist offensichtlich nicht m\u00f6glich, wenn das Geld nur im Kreis l\u00e4uft, d.h. wenn das Geld, das die Unternehmen den Haushalten f\u00fcr ihre Produktionsleistungen bezahlen, einfach wieder von den Haushalten dazu verwendet wird, um die Produkte zu kaufen, die die Unternehmen mit ihrer Hilfe hergestellt haben. Denn dann w\u00fcrden sich Einnahmen und Ausgaben der Unternehmen nur immer gerade ausgleichen. Es g\u00e4be also in der Summe von Gewinnen und Verlusten kein positiver Gewinnsaldo. Ein solcher kann somit gesamtwirtschaftlich nur entstehen, wenn st\u00e4ndig Geld zufliesst.<\/p><p>Wie fliesst aber in der modernen Wirtschaft Geld zu? Wir wissen es bereits: indem die Unternehmungen bei den Banken Kredite aufnehmen, die die Banken mindestens zum Teil durch Geldsch\u00f6pfung bereitstellen, also durch Vermehrung der Geldmenge auf dem Kreditweg oder anders ausgedr\u00fcckt auf dem Weg der Verschuldung, denn jeder Kredit entspricht ja einer Verschuldung. Die Unternehmen brauchen die Kredite \u2013 es sei wiederholt \u2013 um zu investieren, um das aufgenommene Geld, zusammen mit dem reinvestierten Reingewinn, f\u00fcr den Kauf von zus\u00e4tzlichen Produktionsleistungen zu verwenden, also um zu wachsen. Die Einkommen der Haushalte als Anbieter dieser Arbeits- und Produktionsleistungen steigen auf diese Weise mit dem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP), und die Gewinne der Unternehmen mit dem Wachstum der Einkommen der Haushalte, indem diese das Einkommen f\u00fcr den Kauf der Produkte ausgeben, die die Unternehmen mit ihrer Hilfe hergestellt haben. So rechtfertigt sich der Kredit bzw. die Schuld.<\/p><p>Entscheidend ist: Die Haushalte geben ihr Einkommen f\u00fcr den Kauf der Produkte, welche die Unternehmen mit ihrer Hilfe herstellen, <em>sofort<\/em> aus, denn die Haushalte m\u00fcssen ja \u00fcberleben. Sie werden daher <em>sofort<\/em> zu Einnahmen der Unternehmen. In diesem Zeitpunkt k\u00f6nnen die Unternehmen aber nur die Produkte verkaufen, die schon produziert worden sind, die sie also <em>vor<\/em> der neuen Investition und der damit verbundenen Kredit- und Geldvermehrung hergestellt haben. Dies bedeutet, dass die Einnahmen der Unternehmen vor den Ausgaben f\u00fcr die Produkte, die schon produziert worden sind und die sie jetzt verkaufen k\u00f6nnen, steigen und so die Ertr\u00e4ge gr\u00f6sser sind als die Kosten. Auf diese Weise entsteht in der Volkswirtschaft im Saldo aller Gewinne und Verluste gesamtwirtschaftlich ein Gewinn, wenn sich das Wachstum der Wirtschaft fortsetzt.<\/p><p>Auf diese Weise entwickelt sich der Wirtschaftskreislauf zur Wachstumsspirale, zum perpetuum mobile, indem das Wachstum der Produktion mit Hilfe der Geldsch\u00f6pfung die Voraussetzung daf\u00fcr schafft, dass Gewinne entstehen, und mit den Gewinnen wieder die Voraussetzung daf\u00fcr, dass Geld als Kapital eingesetzt wird und so ein weiteres Wachstum m\u00f6glich wird (vgl. Bild 1 \u2013 zur Vergr\u00f6sserung bitte darauf klicken).<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraph4\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_3c46342 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner direction_rtl col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_c9ps364 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_9qms365   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <h2><strong>Erkl\u00e4rung zur \u201cWachstumsspirale\u201d<\/strong><\/h2><p>Der wirtschaftliche Kreislauf zwischen Haushalten und Unternehmungen \u2212 Kauf der Produktionsleistungen der Haushalte von den Unternehmungen und Kauf der Produkte der Unternehmungen von den Haushalten \u2212 weitet sich bei jeder \u201cUmdrehung\u201d aus a) durch die Investitionen der Unternehmungen und b) durch die Einkommenssteigerung der Haushalte. So entsteht eine Wachstumsspirale.<\/p><p>Die Zahlungen der Unternehmungen an die Haushalte und der Haushalte an die Unternehmungen erfolgt \u00fcber das Bankensystem. Das Bankensystem weitet sich aus durch das Wachstum der Bankbilanzen.<br \/>Die Erweiterung der Kreisl\u00e4ufe zur Wachstumsspirale erfolgt a) durch die Geldsch\u00f6pfung auf dem Kreditweg (fetter Pfeil) und b) durch die Entnahme von Ressourcen aus der Natur (bei gleichzeitiger Abgabe von Abf\u00e4llen und Emissionen an die Natur) und c) durch die Imagination des Menschen, der neue Produkte und Verfahren erfindet.<\/p><p>Das Wachstum des BIP m\u00fcndet allerdings \u2212 das ist nun die Kehrseite der Medaille \u2212 in einen <strong>Wachstumszwang<\/strong>. Der Wachstumsprozess <em>muss<\/em> immer weiter gehen, denn wenn nicht immer eine neue Ausweitung der Geldmenge aufgrund neuer Investitionen erfolgt, die eine zus\u00e4tzliche Nachfrage erzeugt, f\u00e4llt die aus der letzten Investition nachr\u00fcckende Angebotserh\u00f6hung sozusagen ins Leere. Dann steht kein entsprechender Zuwachs der Nachfrage dem schon erfolgten Zuwachs des Angebots gegen\u00fcber. Der Kapazit\u00e4ts- bzw. Produktionseffekt der Investitionen der vergangenen Periode tritt ein, ohne dass er vom Einkommenseffekt einer neuen Investition aufgenommen wird. Entsprechend sinkt die Gewinnrate. Sinkt die Gewinnrate schlie\u00dflich unter die H\u00f6he, welche die Unternehmungen bzw. die Kapitalgeber im Minimum f\u00fcr das Eingehen des Investitionsrisikos erwarten, werden die Unternehmungen auch nicht mehr f\u00fcr Ersatzinvestitionen sorgen und so allm\u00e4hlich die Produktion auslaufen lassen. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen auch die Zinsen nicht mehr bezahlt werden. Ein immer gr\u00f6\u00dferer Teil der Unternehmungen wird Verluste machen und daher durch Bankrott aus dem Produktionsprozess ausscheiden. An die Stelle des Wachstums der Wirtschaft tritt eine fortlaufende Schrumpfung der Wirtschaft. Die Wachstumsspirale kehrt sich um und m\u00fcndet in eine Schrumpfungsspirale.<\/p><p>Daraus ergibt sich ein Wachstums<em>zwang<\/em> in dem Sinne, dass, wenn eine minimale Wachstumsrate unterschritten wird, die Alternative zum Wachstum Schrumpfung ist. Das hei\u00dft: Stabilit\u00e4t und Null-Wachstum sind in der heute gegebenen modernen Wirtschaft nicht m\u00f6glich. Es darf bei den gegebenen Bedingungen unseres Geldsystems kein Ende des Wachstums geben (vgl. Bild 2 \u2013 zur Vergr\u00f6sserung bitte darauf klicken).<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_l0d3366 rounded  image-top tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n\t\t    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"720\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumsspirale.jpg\" class=\"wp-post-image wp-image-6465\" title=\"wachstumsspirale\" alt=\"Wachstumsspirale (H-C. Binswanger)\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumsspirale.jpg 960w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumsspirale-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumsspirale-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/>\t\n\t\t<\/div>\n\t<!-- \/image-wrap -->\n    \n    \t<div class=\"image-content\">\n\t    \n\t    \t\t<div class=\"image-caption tb_text_wrap\">\n\t\t    Wachstumsspirale (H-C. Binswanger)\t    <\/div>\n\t    <!-- \/image-caption -->\n\t    \t<\/div>\n\t<!-- \/image-content -->\n    \t<\/div>\n<!-- \/module image --><!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_9zgf606   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Wachstumsrate beliebig hoch sein muss. Es gen\u00fcgt eine minimale Wachstumsrate, die es m\u00f6glich macht, dass das Risiko gedeckt wird, das die Unternehmen eingehen. Aufgrund plausibler Annahmen habe ich die n\u00f6tige H\u00f6he der globalen (!) minimalen Wachstumsrate in meinem Buch \u201eDie Wachstumsspirale\u201c auf 1,8% berechnet. Sie sollte aber noch weiter gesenkt werden k\u00f6nnen, wenn das Risiko vermindert werden kann.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_sfe1253   image-top tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n\t\t    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1655\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang.jpg\" class=\"wp-post-image wp-image-6463\" title=\"wachstumszwang\" alt=\"Wachstumszwang (H.-C. Binswanger)\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang.jpg 1655w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang-300x196.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang-1024x668.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang-768x501.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang-1536x1002.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1655px) 100vw, 1655px\" \/>\t\n\t\t<\/div>\n\t<!-- \/image-wrap -->\n    \n    \t<div class=\"image-content\">\n\t    \n\t    \t\t<div class=\"image-caption tb_text_wrap\">\n\t\t    Wachstumszwang (H.-C. Binswanger)\t    <\/div>\n\t    <!-- \/image-caption -->\n\t    \t<\/div>\n\t<!-- \/image-content -->\n    \t<\/div>\n<!-- \/module image -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_mwfs342 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_ea28367 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_83tb368   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\"><em>\u00ab<strong>Das Wachstum hat sich zu einem perpetuum mobile entwickelt<\/strong><\/em><\/span><em>\u00bb<\/em><span style=\"color: #333333;\"><em>,<\/em><\/span><\/h2><p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\"><em>zu einem Prozess, der sich selbst in Gang h\u00e4lt, indem er selbst die Voraussetzung schafft, die seine st\u00e4ndige Fortsetzung erm\u00f6glichen.<\/em><\/span><\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraph5\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_0j1l342 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_40rq370 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_px42371   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <h2><strong>Nun zu den Krisen<\/strong><\/h2>\n<p>Die Voraussetzung f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Wachstums ist allerdings, dass sich ihm keine Hindernisse entgegenstellen. Dies ist nicht garantiert. Es wird durch Krisen gef\u00e4hrdet, die immer akuter werden, je st\u00e4rker sich die Dynamik des Wachstums entwickelt.<\/p>\n<p>Im Vordergrund steht die Gefahr von Finanz- und Wirtschaftskrisen, wie wir sie jetzt erlebt haben und weiter erleben. Sie sind in erster Linie die Folge einer \u00fcbertriebenen Geldsch\u00f6pfung, die nicht zur Finanzierung realer Produktionszuw\u00e4chse dient, sondern zum spekulativen Kauf von Verm\u00f6genswerten (Aktien, Grundst\u00fccke) in Erwartung, dass deren Preise gerade wegen der st\u00e4ndigen Geldvermehrung immer weiter steigen werden. Wenn die erwartete k\u00fcnftige Preissteigerung h\u00f6her ist als der Zins, nimmt man auch Kredite auf, um die Verm\u00f6genswerte zu kaufen und sich so ohne M\u00fche bereichern zu k\u00f6nnen. Die Spekulation ist aber dadurch gef\u00e4hrdet, dass die Zinsen steigen k\u00f6nnen. Dies tritt dann ein, wenn die Zentralbanken gerade wegen der durch die spekulativen Kredite aufgebl\u00e4hten Geldmenge eine inflation\u00e4re Entwicklung bef\u00fcrchten, und, um dies zu verhindern, die Zinsen erh\u00f6hen. Dann kommt es, weil sie Zinsen zu hoch werden, um die spekulativen Kredite zu rechtfertigen, zur Finanzkrise. So geschehen im Jahr 2008. Um dieser auszuweichen, mussten und m\u00fcssen weiterhin die Staaten einspringen. Sie k\u00f6nnen dies tun, indem sie sich bei den Zentralbanken verschulden. Diese k\u00f6nnen, wie wir festgestellt haben, unendlich Geld geben. Dann droht aber erneut eine Inflation. Vor dieser Gefahr stehen wir heute.<\/p>\n<p>Was ist aber, wenn es keine Finanz- und Staatsschuldenkrise geben w\u00fcrde? W\u00e4re dann alles in Ordnung? Nein, weil sich der Wachstumstendenz nur durchsetzen l\u00e4sst, wenn gen\u00fcgend nat\u00fcrliche Ressourcen vorhanden sind, aus denen die Rohstoffe und die Energie gewonnen wird, welche die Basis der Mehrproduktion bilden. Mehr und mehr wird aber das Wirtschaftswachstum mit der langfristigen Knappheit der Natur sowohl auf der Ressourcen- wie auf der Abfall- und Emissionsseite konfrontiert, denn die Welt und damit die Natur ist nicht unendlich gross. Ihre Nutzung kann daher nicht beliebig ausgedehnt werden. Die absehbare Verknappung vor allem von Energie, bestimmten Rohstoffen und Nahrungsmitteln hat bereits vor der gegenw\u00e4rtigen Krise zu starken Preissteigerungen gef\u00fchrt. Sie w\u00fcrden nach einer allf\u00e4lligen \u00dcberwindung der jetzigen Krise wieder akut, wodurch sich auch die Gefahr einer inflation\u00e4ren Entwicklung zus\u00e4tzlich zu der Inflationsgefahr wegen der \u00fcberbordenden Geldsch\u00f6pfung massiv erh\u00f6ht, w\u00e4hrend gleichzeitig unser nat\u00fcrlicher Lebensraum immer weiter schrumpft.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraph6\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_x6t215 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_8ii016 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_3d2g560   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Die Analyse der f\u00fcr das Wirtschaftswachstum massgebenden Bedingungen gibt an, wo die Reformen zur Kontrolle des Wachstums prim\u00e4r einsetzen m\u00fcssen: am Geld. Es geht darum, anders zu Geld zu kommen als nur durch eine ausufernde und unkontrollierte Geldsch\u00f6pfung der Gesch\u00e4ftsbanken.<\/p>\n<p>Dies bedingt eine Reform des Geldsystems. Der Ausgangspunkt kann die Idee des 100%-Geldes des amerikanischen \u00d6konomen Irving Fisher, des bedeutendsten amerikanischen \u00d6konomen des 20. Jahrhunderts, sein, den er nach der Krise von 1929 entwickelt hat. (Vgl. Irving Fisher, 100%-Money, und Joseph Huber\/James Robertson, Geldsch\u00f6pfung in \u00f6ffentlicher Hand.) Er wird heute wieder \u2013 oder erst recht \u2013 aktuell. Gem\u00e4ss diesem Vorschlag erh\u00e4lt die Zentralbank das ausschliessliche Recht zur Geldsch\u00f6pfung, indem die Banken verpflichtet werden, die Sichtguthaben, also das Buch- oder Bankgeld zu 100% statt nur zu ca. 2,5% wie heute durch Zentralbankguthaben bzw. Banknoten zu decken. Die Zentralbank \u2013 und nur die Zentralbank \u2013 kann so das n\u00f6tige zus\u00e4tzliche Geld in eigener Regie sch\u00f6pfen. Dadurch erh\u00e4lt die Zentralbank die M\u00f6glichkeit und die Verpflichtung, das Ausmass der Geldsch\u00f6pfung proaktiv \u2013 und nicht nur reaktiv \u2013 so zu bestimmen, dass krisenhafte Entwicklungen und Kollateralsch\u00e4den des Wachstums m\u00f6glichst vermieden werden, also<\/p>\n<ul>\n<li>keine spekulative Aufbl\u00e4hung der Geldmenge mit der Folge von Inflation und real ungerechtfertigter Steigerung von Verm\u00f6genswerten erfolgt, und<\/li>\n<li>das Wachstum der Wirtschaft insoweit in Grenzen gehalten wird, dass eine nachhaltige Nutzung der nat\u00fcrlichen Ressourcen m\u00f6glich wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei geht es auch um die Zuteilung des von der Zentralbank neugesch\u00f6pften Geldes. Es gibt verschiedene M\u00f6glichkeiten. Eine erste M\u00f6glichkeit besteht in der Zuteilung des Geldes an die Gesch\u00e4ftsbanken. Diese L\u00f6sung lehnt sich am engsten an die bisherige Praxis an.<\/p>\n<p>Eine zweite M\u00f6glichkeit ist die Zuteilung des neugesch\u00f6pften Geldes an den Staat. Der Staat bezahlt in diesem Fall keine Zinsen. Indem er die eingesparten Zinsen dazu verwendet, die Kredite, die ihm die Gesch\u00e4ftsbanken gegeben haben, zur\u00fcckzuzahlen, kann er die Schuldenlast verringern, f\u00fcr die heute ein bedeutender Teil des Steuerertrags ausgeben werden muss, und damit die Steuern senken. Der Steuerzahler hat entsprechend mehr Geld zur Verf\u00fcgung, das er entweder f\u00fcr Konsumzwecke oder f\u00fcr Investitionen verwenden kann.<\/p>\n<p>Eine dritte M\u00f6glichkeit ist die Zuteilung des neugesch\u00f6pften Geldes an die Privathaushalte als Zusatzeinkommen. Die Zuteilung k\u00f6nnte ihnen \u00fcber die Gemeinden in Form eines Regionalgeldes \u2013 wir k\u00f6nnen es neben dem vollg\u00fcltigen A-Geld als B-Geld oder R-Geld bezeichnen \u2013 zur Verf\u00fcgung gestellt werden, das nur f\u00fcr regional produzierte G\u00fcter und Dienstleistungen ausgeben werden kann. Die zweite L\u00f6sung w\u00fcrde eine geographisch ausgeglichenere Entwicklung f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Das Regionalgeld, k\u00f6nnte auch als sog. Schwundgeld ausgegeben werden, das nach einer gewissen Zeit an Kaufkraft verliert, wenn es nicht entweder an gemeinn\u00fctzige Institutionen und Stiftungen vor allem f\u00fcr soziale und kulturelle Zwecke weitergegeben wird oder den Banken f\u00fcr eine bestimmte Zeit ausgeliehen wird \u2212 ohne Zinsen, aber auch ohne Geldschwund. In diesem Fall w\u00fcrden die Haushalte den ausgeliehenen Betrag nach einer gewissen Zeit wieder vollst\u00e4ndig bzw. zus\u00e4tzlich mit einem Teuerungsausgleich zur\u00fcckerhalten. Den Haushalten k\u00f6nnte f\u00fcr die Weiterverleihung des Geldes durch die Banken auch ein Mitbestimmungsrecht zuerkannt werden, das es ihnen erm\u00f6glichen w\u00fcrde, bestimmte Gemeinschaftszielsetzungen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Der Einbezug der Haushalte in die Geldsch\u00f6pfung w\u00fcrde die Position der Haushalte als Konsumenten von G\u00fctern und Dienstleistungen, als Spender von Geld f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Zwecke und als Kreditgeber wesentlich aufwerten und damit die Konsumentensouver\u00e4nit\u00e4t, die unter dem Druck des Wachstumszwangs weitgehend verloren zu gehen droht, st\u00e4rken, und so den Menschen neue Freir\u00e4ume erschliessen.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraph7\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_la0v9 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_inbd9 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_78oh10   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>Die Reform des Geldsystems muss durch eine <em>Reform des Unternehmungsrechts<\/em> erg\u00e4nzt werden. Dabei geht esvor allem um eine \u00dcberpr\u00fcfung des Rechts der Publikumsaktiengesellschaft. Aktiengesellschaften sind eine Kreation des Staates. Daher haben die Eigentumsrechte der Aktion\u00e4re nur bedingten Charakter \u2013 bedingt durch die Gesetzgebung des Staates. Es besteht somit im Grundsatz auch die M\u00f6glichkeit, durch \u00c4nderung der Gesetzgebung deren Inhalt zu ver\u00e4ndern. Dazu k\u00f6nnte eine (Wieder-)Aufteilung der Aktien in Namensaktien und Inhaberaktien geh\u00f6ren. Die Namensaktien h\u00e4tten eine unendliche Dauer, k\u00f6nnten aber nicht an der B\u00f6rse gehandelt werden, und f\u00fcr den ausserb\u00f6rslichen Handel w\u00e4re ein Verkauf nur nach einer dreij\u00e4hrigen Sperrfrist m\u00f6glich. Die Inhaberaktien k\u00f6nnten weiterhin an den B\u00f6rsen gehandelt werden, h\u00e4tten aber nur eine Geltungsdauer von 20 oder 30 Jahren, mit einer R\u00fcckzahlung des urspr\u00fcnglichen Kapitaleinsatzes nach Ablauf der Geltungsdauer. Wie sich rein mathematisch zeigen l\u00e4sst, w\u00fcrde durch eine solche Begrenzung in beiden F\u00e4llen die Steigerung der Aktienwerte automatisch verringert. Es w\u00fcrde aber auch \u2212 das ist der Vorteil \u2212 der m\u00f6gliche Fall des Aktienwerts nach unten begrenzt. Damit w\u00fcrde sich das Risiko, dass sich immer neue Blasen bilden, die nach immer k\u00fcrzerer Frist wieder platzen, wesentlich vermindern. Gleichzeitig liessen sich Massnahmen zum Umweltschutz und f\u00fcr eine gerechtere Einkommensverteilung leichter durchsetzen.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  id=\"paragraph8\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_mt0f176 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_awzg177 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_azlh178   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n    <p>F\u00fcr sehr langfristige Vorhaben sollten Unternehmensformen geschaffen werden, die sich st\u00e4rker am Stiftungsgedanken oder am Genossenschaftsgedanken orientieren.<\/p>\n<p>Die Stiftung ist auf einen bestimmten Stiftungszweck und nicht allein auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Die Stifter k\u00f6nnen zwar eine Rente erhalten, die aus den Gewinnen finanziert wird, aber der Grossteil der Gewinne wird im Sinne des Stiftungszwecks reinvestiert. Die Anteile am Stiftungsverm\u00f6gen, die das Eigenkapital der Stiftung darstellen, werden nicht an der B\u00f6rse gehandelt. Auf diese Weise ist die Stiftung der Spekulation entzogen. Die Stiftung kann eine zus\u00e4tzliche Aktionsfreiheit erlangen durch die Eingliederung einer GmbH, die die operativen Gesch\u00e4fte durchf\u00fchrt. \u2212 Eine andere M\u00f6glichkeit ist die Aufwertung der Genossenschaftsidee. Die Genossenschafts-Unternehmung ist als Solidargemeinschaft konzipiert und damit st\u00e4rker personenbezogen. Die Gewinne bleiben grunds\u00e4tzlich in der Unternehmung. Jeder Genossenschafter hat einen gleichen Anteil am Genossenschaftskapital und gleiches Stimmrecht. Er kann den Anteil normalerweise nur zur\u00fcckerhalten, wenn er einen neuen Genossenschafter findet, der f\u00fcr ihn einspringt. Ein Handel an der B\u00f6rse ist nicht vorgesehen. Somit ist auch die Genossenschaft der Spekulation entzogen.<\/p>\n<p>Mit solchen Reformen im Geld- und Unternehmensbereich w\u00fcrde nicht nur die Krisenanf\u00e4lligkeit der Wirtschaft wesentlich verringert, sondern es w\u00fcrden auch die sozialen und \u00f6kologischen Probleme entsch\u00e4rft. Allerdings ben\u00f6tigen wir erg\u00e4nzende Einzelmassnahmen. \u00dcber solche Massnahmen ist schon viel diskutiert worden, so dass ich mich hier auf diesen Hinweis beschr\u00e4nken m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Betonen m\u00f6chte ich aber, dass \u2212 umgekehrt \u2212 alle Einzelmassnahmen nicht gen\u00fcgen, um eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu erm\u00f6glichen. Die Wachstumsraten m\u00fcssen auf jeden Fall entscheidend gesenkt werden, um eine nachhaltige Wirtschaftsweise realisieren zu k\u00f6nnen. Dies ist eine grosse Aufgabe. Aber ihre L\u00f6sung ist \u2212 wie ich zu zeigen versucht habe \u2212 m\u00f6glich.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t\t\t\t\t<!-- module_row -->\n\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_ihou343 tf_w tf_clearfix\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n\t\t\t\t\t<div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_8ix6376 first\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"tb-column-inner tf_box tf_w\">\n\t\t\t\t<!-- module post -->\n<div  class=\"module module-post tb_o9ls377 \">\n    <h3 class=\"module-title\">Artikel zum gleichen Thema<\/h3>    <div  class=\"builder-posts-wrap loops-wrapper list-post classic tf_clear tf_clearfix\" data-lazy=\"1\">\n\t<article id=\"post-17811\" class=\"post tf_clearfix post-17811 type-post status-publish format-standard hentry category-macht category-schweizer-politik tag-pouvoir-de no-post-title no-post-date has-post-category has-post-tag has-post-comment has-post-author \">\n\t\n\t\t<div class=\"post-content\">\n\t\t<div class=\"post-content-inner\">\n\t\t\t<div class=\"post-taxonomies\">\n\t<\/div>\n\n\t\t\t\n\t\t\t\n\t\t\t\n\t\t\t\n\t\t<\/div>\n\t\t<!-- \/.post-content-inner -->\n\t<\/div>\n\t<!-- \/.post-content -->\n\t\n<\/article>\n<!-- \/.post -->\n<article id=\"post-16944\" class=\"post tf_clearfix post-16944 type-post status-publish format-standard hentry category-verschiedene-de category-wirtschaft tag-pouvoir-de no-post-title no-post-date has-post-category has-post-tag has-post-comment has-post-author \">\n\t\n\t\t<div class=\"post-content\">\n\t\t<div class=\"post-content-inner\">\n\t\t\t<div class=\"post-taxonomies\">\n\t<\/div>\n\n\t\t\t\n\t\t\t\n\t\t\t\n\t\t\t\n\t\t<\/div>\n\t\t<!-- \/.post-content-inner -->\n\t<\/div>\n\t<!-- \/.post-content -->\n\t\n<\/article>\n<!-- \/.post -->\n<\/div><!-- .builder-posts-wrap -->\n    <\/div>\n    <!-- \/module post -->\n\t\t\t\t<\/div><!-- .tb-column-inner -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .module_column -->\n\t\t\t\t\t\t<\/div><!-- .row_inner -->\n\t\t<\/div><!-- .module_row -->\n\t\t\t\t<\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kommen wir aus der Gefahrenzone des unkontrollierten Wachstums raus?<br \/>\nProf. H.C.Binswanger, 2013<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":6467,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[65],"tags":[],"class_list":["post-6462","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft","has-post-title","has-post-date","has-post-category","has-post-tag","has-post-comment","has-post-author",""],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.8 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft - Agrarinfo<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Wie kommen wir aus der Gefahrenzone des unkontrollierten Wachstums raus? Prof. H.C.Binswanger, 2013\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft - Agrarinfo\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wie kommen wir aus der Gefahrenzone des unkontrollierten Wachstums raus? Prof. H.C.Binswanger, 2013\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Agrarinfo\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/agrarinfo.ch\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2013-07-15T09:36:00+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2022-01-10T19:50:35+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"610\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"343\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Hans Christoph Binswanger\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@agrar_info\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@agrar_info\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Hans Christoph Binswanger\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/\"},\"author\":{\"name\":\"Hans Christoph Binswanger\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/person\/010aef059031bf61d638df9c70be8bfd\"},\"headline\":\"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft\",\"datePublished\":\"2013-07-15T09:36:00+00:00\",\"dateModified\":\"2022-01-10T19:50:35+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/\"},\"wordCount\":9,\"commentCount\":0,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg\",\"articleSection\":[\"Wirtschaft\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/\",\"url\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/\",\"name\":\"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft - Agrarinfo\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg\",\"datePublished\":\"2013-07-15T09:36:00+00:00\",\"dateModified\":\"2022-01-10T19:50:35+00:00\",\"description\":\"Wie kommen wir aus der Gefahrenzone des unkontrollierten Wachstums raus? Prof. H.C.Binswanger, 2013\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg\",\"width\":610,\"height\":343},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Accueil\",\"item\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/\",\"name\":\"Agrarinfo\",\"description\":\"Just another bienvu.ch site\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#organization\",\"name\":\"agrarinfo.ch\",\"alternateName\":\"agrarinfo.ch\",\"url\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/03\/agrarinfo_A_quadrat.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/03\/agrarinfo_A_quadrat.jpg\",\"width\":1107,\"height\":1105,\"caption\":\"agrarinfo.ch\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/logo\/image\/\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/www.facebook.com\/agrarinfo.ch\",\"https:\/\/x.com\/agrar_info\",\"https:\/\/www.instagram.com\/agrarinfo.ch\/\",\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/agrarinfo-ch-8894342a0\/\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/person\/010aef059031bf61d638df9c70be8bfd\",\"name\":\"Hans Christoph Binswanger\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/ad6e49f3484e3f70c4e296f04ea6026b406d07360a601acbac6cc13945a26ecb?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/ad6e49f3484e3f70c4e296f04ea6026b406d07360a601acbac6cc13945a26ecb?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Hans Christoph Binswanger\"},\"sameAs\":[\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans_Christoph_Binswanger\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft - Agrarinfo","description":"Wie kommen wir aus der Gefahrenzone des unkontrollierten Wachstums raus? Prof. H.C.Binswanger, 2013","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft - Agrarinfo","og_description":"Wie kommen wir aus der Gefahrenzone des unkontrollierten Wachstums raus? Prof. H.C.Binswanger, 2013","og_url":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/","og_site_name":"Agrarinfo","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/agrarinfo.ch","article_published_time":"2013-07-15T09:36:00+00:00","article_modified_time":"2022-01-10T19:50:35+00:00","og_image":[{"width":610,"height":343,"url":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Hans Christoph Binswanger","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@agrar_info","twitter_site":"@agrar_info","twitter_misc":{"Verfasst von":"Hans Christoph Binswanger"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/"},"author":{"name":"Hans Christoph Binswanger","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/person\/010aef059031bf61d638df9c70be8bfd"},"headline":"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft","datePublished":"2013-07-15T09:36:00+00:00","dateModified":"2022-01-10T19:50:35+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/"},"wordCount":9,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg","articleSection":["Wirtschaft"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/","url":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/","name":"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft - Agrarinfo","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg","datePublished":"2013-07-15T09:36:00+00:00","dateModified":"2022-01-10T19:50:35+00:00","description":"Wie kommen wir aus der Gefahrenzone des unkontrollierten Wachstums raus? Prof. H.C.Binswanger, 2013","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/hanschristoph_binswanger.jpg","width":610,"height":343},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/gesellschaft\/wirtschaft\/vorwaerts-zur-maessigung-perspektiven-einer-nachhaltigen-wirtschaft\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Vorw\u00e4rts zur M\u00e4ssigung \u2013 Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#website","url":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/","name":"Agrarinfo","description":"Just another bienvu.ch site","publisher":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#organization","name":"agrarinfo.ch","alternateName":"agrarinfo.ch","url":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/03\/agrarinfo_A_quadrat.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/03\/agrarinfo_A_quadrat.jpg","width":1107,"height":1105,"caption":"agrarinfo.ch"},"image":{"@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/agrarinfo.ch","https:\/\/x.com\/agrar_info","https:\/\/www.instagram.com\/agrarinfo.ch\/","https:\/\/www.linkedin.com\/in\/agrarinfo-ch-8894342a0\/"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/person\/010aef059031bf61d638df9c70be8bfd","name":"Hans Christoph Binswanger","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/ad6e49f3484e3f70c4e296f04ea6026b406d07360a601acbac6cc13945a26ecb?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/ad6e49f3484e3f70c4e296f04ea6026b406d07360a601acbac6cc13945a26ecb?s=96&d=mm&r=g","caption":"Hans Christoph Binswanger"},"sameAs":["https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans_Christoph_Binswanger"]}]}},"builder_content":"<h3>Inhaltsverzeichnis<\/h3> <p><a href=\"#paragraph1\">Einleitung<\/a><br \/><a href=\"#paragraph2\">Geldsch\u00f6pfung bringt Wirtschaftswachstum<\/a><br \/><a href=\"#paragraph3\">Wirtschaftswachstum als perpetum mobile<\/a><br \/><a href=\"#paragraph4\">Erkl\u00e4rung zur \"Wachstumsspirale\" und Wachstumszwang<\/a><br \/><a href=\"#paragraph5\">Die Krisen<\/a><br \/><a href=\"#paragraph6\">Reform des Geldsystems<\/a><br \/><a href=\"#paragraph7\">Neue Unternehmensformen<\/a><br \/><a href=\"#paragraph8\">Schlussfolgerung<\/a><\/p>\n<p>Der bekannte deutsche Schriftsteller Botho Strauss schreibt: \u201cIm Grunde bleibt jeder von einer Zukunft \u00fcberzeugt, die auf Prolongation und Steigerungsraten hinausl\u00e4uft.\u201c Gleichzeitig bekennt sich jeder aber zu der \u00dcberzeugung, \u201ddass es so nicht weiter gehen kann. Beim vielbeschworenen Umdenken verh\u00e4lt sich der Mensch im Grunde genommen nicht anders als ein Tier. Erst die Not macht es ihm notwendig sich anders zu verhalten\u201d. Ich meine nun, dass wir uns doch soweit \u201cder Not\u201d gen\u00e4hert haben, dass wir uns mindestens eindringlicher als fr\u00fcher die Frage stellen, ob nicht mit den st\u00e4ndigen Steigerungsraten des Sozialprodukts, d.h. mit dem unendlichen Wachstum der Wirtschaft, Kollateralsch\u00e4den verbunden sind, die wir zur Kenntnis nehmen m\u00fcssen, um uns aus dieser \u201cNot\u201d zu befreien. Dabei handelt es sich um eine zweifache Not: Es geht erstens um die steigende Tendenz zur Bildung von spekulativen Finanzblasen, die, wenn sie platzen, zu Wirtschaftskrisen, zu staatlichen Schuldenkrisen und\/oder zur Inflation f\u00fchren. Es geht zweitens um die drohende Energie- und Rohstoffknappheit, die Umweltzerst\u00f6rung und die Schrumpfung der nat\u00fcrlichen Lebenswelt. Die Zunahme dieser N\u00f6te legen es nahe, Wege zur M\u00e4ssigung zu suchen, die aus der Gefahrenzone des unkontrollierten Wachstums hinaus- und in eine nachhaltige Wirtschaft hineinf\u00fchren. Die Frage ist: Wie muss man dabei vorgehen? Bevor ich darauf eingehe, m\u00f6chte ich einige Ausf\u00fchrungen machen, die die Diagnose betreffen. Diese muss der Therapie vorausgehen! Anschliessend m\u00f6chte ich auf m\u00f6gliche Schritte zur Realisierung des von mir vorgeschlagenen Wegs zur Nachhaltigkeit eingehen.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der modernen Wirtschaft und Gesellschaft wird gepr\u00e4gt durch die st\u00e4ndige Tendenz zum Wirtschaftswachstum. Sie ist zur Generallinie der Entwicklung geworden. Das Wachstum beruht in einem wesentlichen Ausmass auf der sich ins Unendliche fortsetzenden Geldsch\u00f6pfung und der daraus resultierenden Dynamik.<\/p><p>Wenn es also auf die Geldsch\u00f6pfung ankommt, muss man zuerst wissen, was Geld ist, was <em>heute<\/em> Geld ist. Geld ist alles, womit man zahlen kann. Heute kann man zahlen mit Banknoten der Zentralbank, also mit Papiergeld, sowie mit Sichtguthaben bei den Banken, d.h. mit Guthaben, die auf den Girokonten bei den Banken verbucht werden; man spricht daher auch von Bank- oder Buchgeld. Man zahlt mit Buchgeld entweder durch \u00dcberweisungsauftr\u00e4ge oder mittels Kreditkarten. Heute erfolgen ca. 95% der Zahlungen mit Buchgeld, und nur 5% mit Banknoten inkl. M\u00fcnzen. Das Buchgeld kann in Banknoten eingel\u00f6st werden, aber die Banknoten nicht mehr wie fr\u00fcher in Goldm\u00fcnzen. Die letzten Reste einer solchen Einl\u00f6sungspflicht sind anfangs der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts dahingefallen. Seither kann die Zentralbank ohne R\u00fccksicht auf irgendwelche Goldreserven den Banken Papiergeld in beliebiger Menge zur Verf\u00fcgung stellen. Auf diese Weise kann die Menge des Geldes \u2212 des Buchgeldes und des Zentralbankgeldes \u2212 von Jahr zu Jahr erh\u00f6ht werden. Man spricht zu Recht von Geldsch\u00f6pfung in Analogie zur Weltsch\u00f6pfung. Vor allem in der amerikanischen \u00d6konomie spricht man daher auch vom \u201efiat-money\u201c in Anspielung auf die Sch\u00f6pfungsgeschichte in der Bibel, wo es heisst: Gott sprach \u201efiat lux et lux facta est\u201c. (Es werde Licht, und es ward Licht.) So sprechen die Banken heute: Es werde Geld, und es wird Geld. Diese Geldsch\u00f6pfung kann unendlich weitergehen, ohne an Grenzen zu stossen, die fr\u00fcher durch die begrenzten Goldvorr\u00e4te gegeben waren.<\/p><p>Die Geldsch\u00f6pfung erfolgt prim\u00e4r in Buchgeld der Banken. Sie erfolgt \u2013 das ist entscheidend \u2013 durch die Kreditgew\u00e4hrung der Banken an Unternehmen, an den Staat und an die Haushalte \u2212 zur Hauptsache an Unternehmen. Die Banken sind Produzenten von Geld. Sie schaffen Geld durch die Gew\u00e4hrung von Krediten. Dies geschieht, indem die Banken den Kreditnehmern einen dem Kredit entsprechenden Betrag auf einem Girokonto bei sich gutschreiben. Diese Gutschrift ist das Buchgeld. Es ist zu 100% <em>neues<\/em> Geld, denn es wird kein Betrag auf einem anderen Konto dadurch reduziert. Ein kleiner Teil davon wird zwar in Banknoten eingel\u00f6st. Diesen Teil m\u00fcssen die Banken daher in gen\u00fcgender Menge bereithalten. Die Zentralbanken k\u00f6nnen sie aber den Banken stets nachliefern, indem sie von den Banken Kredite, die diese in steigender Menge gegeben haben, \u00fcbernehmen, und daf\u00fcr den Banken die Banknoten, das Papiergeld, in ebenfalls stets steigender Menge zur Verf\u00fcgung stellen, weil sie es ja selbst \u2013 ich wiederhole \u2013 nicht mehr in Gold einl\u00f6sen m\u00fcssen.<\/p><p>Entscheidend ist dabei: Die Vermehrung der Geldmenge, die durch die Vermehrung der Kredite erfolgt, f\u00fchrt in der Regel zu realem wirtschaftlichem Wachstum, denn die Unternehmen verwenden das Geld normalerweise dazu, um es zu investieren, d.h. um damit Produktionsleistungen zu kaufen \u2212 Arbeitsleistungen, Energie, Rohstoffe, Maschinen usw. \u2212 und mit diesen Leistungen die Produktionskapazit\u00e4t und die Produktion zu erh\u00f6hen. Auf diese Weise wird das neu gesch\u00f6pfte Geld nachtr\u00e4glich doch einl\u00f6sbar, allerdings nicht mehr in Gold, sondern in zus\u00e4tzlich produzierte G\u00fcter. Die Geldsch\u00f6pfung, die durch Kreditsch\u00f6pfung erfolgt, f\u00fchrt so zu einer realen Wertsch\u00f6pfung. So w\u00e4chst auf der Grundlage der Geldsch\u00f6pfung das Bruttoinlandprodukts, das BIP, ohne dass vorher gespart werden muss.<\/p>\n\n<p><strong>Das Wachstum hat sich zu einem perpetuum mobile entwickelt<\/strong>, zu einem Prozess, der sich selbst in Gang h\u00e4lt, indem er selbst die Voraussetzung schafft, die seine st\u00e4ndige Fortsetzung erm\u00f6glichen. Wie geschieht dies? Um die zu erkl\u00e4ren, m\u00f6chte ich in drei Schritten vorgehen.<\/p><p><strong>Erster Schritt:<\/strong> Es gilt die Notwendigkeit des Einsatzes von Geld zur Kapitalbildung und damit zur Gr\u00fcndung und Erweiterung der Unternehmungen und der Erzielung von Gewinnen, die die Kapitalbildung rechtfertigen, aufzuzeigen.<\/p><p>Vor allem ist zu beachten: Die Unternehmen m\u00fcssen die Produktionsleistungen der Haushalte und die Produktionsmittel anderer Unternehmen <em>heute<\/em> bezahlen, wenn sie eingesetzt werden, d.h. wenn die Unternehmen die Produktion in Gang setzen. Die Unternehmen k\u00f6nnen die Produkte aber erst <em>morgen<\/em> verkaufen, wenn sie produziert worden sind. Die Produktion braucht ja Zeit! Die Unternehmen ben\u00f6tigen daher einen Vorschuss an Geld, d.h. Geld, das sie noch nicht verdient haben, um die Produktionsleistungen und Produktionsmittel zu bezahlen, bevor sie sich bezahlt gemacht haben. Der Vorschuss ist das, was wir Kapital nennen, das Kapital der Unternehmung. Das Kapital setzt sich zusammen aus Fremdkapital \u2212 das sind die Kredite, die vor allem die Banken geben \u2212 und aus Eigenkapital, das entweder den Unternehmen von den Haushalten zur Verf\u00fcgung gestellt wird, heute vor allem durch Kauf von Aktien, oder das der Teil des Gewinnes ist, der von den Unternehmen zur\u00fcckbehalten, also reinvestiert und nicht als Dividende ausgesch\u00fcttet wird. Ohne eine Vorfinanzierung, also ohne die Verwandlung des Geldes in Kapital, ohne Vorschuss gibt es keinen Markt, keine Investitionen und kein Wachstum der Wirtschaft.<\/p><p><strong>Zweiter Schritt:<\/strong> Das Kapital als Vorschuss beansprucht einen Gewinn. Warum? Weil der Einsatz des Kapitals ein Risiko enth\u00e4lt, das entgolten werden muss. Das Risiko ergibt sich daraus, dass die Unternehmen im Moment, da sie das Kapital investieren, nicht wissen k\u00f6nnen, in welchem Ausmass das Geld, das sie investiert haben, morgen durch den Verkauf der Produkte wieder zur\u00fcckfliesst. Denn der R\u00fcckfluss erfolgt ja erst in der Zukunft. Die Zukunft ist aber immer unsicher. Damit die Unternehmen das entsprechende Risiko eingehen, m\u00fcssen sie daher \u2212 berechtigterweise \u2212 einen Gewinn erwarten d\u00fcrfen, aus dem sowohl der Zins f\u00fcr das Fremdkapital bezahlt werden kann sowie ein gen\u00fcgend grosser Reingewinn f\u00fcr das Eigenkapital \u00fcbrig bleibt, der mindestens das Risiko deckt.<\/p><p>Dies muss im <em>Durchschnitt<\/em> f\u00fcr alle Unternehmungen gelten, wenn die Wirtschaft funktionieren soll. Das heisst: Es muss die Chance eines Gewinns stets gr\u00f6sser sein als die Chance eines Verlusts. Der Erwartungswert des Gewinns in der Gesamtwirtschaft muss also positiv sein. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn erfahrungsgem\u00e4ss die H\u00e4ufigkeit des Gewinns insgesamt stets gr\u00f6sser war und weiterhin gr\u00f6sser ist als die H\u00e4ufigkeit des Verlusts, wenn also die Unternehmungen im Saldo stets Gewinne gemacht haben und machen, also aus der Summe von Gewinnen und Verlusten aller Unternehmen zusammen ein Gewinn\u00fcberschuss resultiert.<\/p><p><strong>Dritter Schritt:<\/strong> Es geht um die Frage, wie ein solcher gesamtwirtschaftlicher Gewinn\u00fcberschuss entstehen kann? Dies ist genauer zu erkl\u00e4ren. Die Gewinne der Unternehmungen sind grunds\u00e4tzlich gleich der Differenz zwischen den Einnahmen und den Ausgaben der Unternehmen \u2013 genauer: zwischen den Einnahmen und den Ausgaben der Unternehmen f\u00fcr die Herstellung der Produkte, aus denen die Unternehmungen die Einnahmen erzielen, also gleich der Differenz zwischen Ertrag und Kosten. Damit die Unternehmen zusammen im Saldo stets Gewinne erzielen k\u00f6nnen, m\u00fcssen daher die Einnahmen der Unternehmen zusammen stets gr\u00f6sser sein als die Ausgaben der Unternehmen zusammen. Wie soll dies vor sich gehen? Wie k\u00f6nnen alle mehr einnehmen als ausgeben? Es ist offensichtlich nicht m\u00f6glich, wenn das Geld nur im Kreis l\u00e4uft, d.h. wenn das Geld, das die Unternehmen den Haushalten f\u00fcr ihre Produktionsleistungen bezahlen, einfach wieder von den Haushalten dazu verwendet wird, um die Produkte zu kaufen, die die Unternehmen mit ihrer Hilfe hergestellt haben. Denn dann w\u00fcrden sich Einnahmen und Ausgaben der Unternehmen nur immer gerade ausgleichen. Es g\u00e4be also in der Summe von Gewinnen und Verlusten kein positiver Gewinnsaldo. Ein solcher kann somit gesamtwirtschaftlich nur entstehen, wenn st\u00e4ndig Geld zufliesst.<\/p><p>Wie fliesst aber in der modernen Wirtschaft Geld zu? Wir wissen es bereits: indem die Unternehmungen bei den Banken Kredite aufnehmen, die die Banken mindestens zum Teil durch Geldsch\u00f6pfung bereitstellen, also durch Vermehrung der Geldmenge auf dem Kreditweg oder anders ausgedr\u00fcckt auf dem Weg der Verschuldung, denn jeder Kredit entspricht ja einer Verschuldung. Die Unternehmen brauchen die Kredite \u2013 es sei wiederholt \u2013 um zu investieren, um das aufgenommene Geld, zusammen mit dem reinvestierten Reingewinn, f\u00fcr den Kauf von zus\u00e4tzlichen Produktionsleistungen zu verwenden, also um zu wachsen. Die Einkommen der Haushalte als Anbieter dieser Arbeits- und Produktionsleistungen steigen auf diese Weise mit dem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP), und die Gewinne der Unternehmen mit dem Wachstum der Einkommen der Haushalte, indem diese das Einkommen f\u00fcr den Kauf der Produkte ausgeben, die die Unternehmen mit ihrer Hilfe hergestellt haben. So rechtfertigt sich der Kredit bzw. die Schuld.<\/p><p>Entscheidend ist: Die Haushalte geben ihr Einkommen f\u00fcr den Kauf der Produkte, welche die Unternehmen mit ihrer Hilfe herstellen, <em>sofort<\/em> aus, denn die Haushalte m\u00fcssen ja \u00fcberleben. Sie werden daher <em>sofort<\/em> zu Einnahmen der Unternehmen. In diesem Zeitpunkt k\u00f6nnen die Unternehmen aber nur die Produkte verkaufen, die schon produziert worden sind, die sie also <em>vor<\/em> der neuen Investition und der damit verbundenen Kredit- und Geldvermehrung hergestellt haben. Dies bedeutet, dass die Einnahmen der Unternehmen vor den Ausgaben f\u00fcr die Produkte, die schon produziert worden sind und die sie jetzt verkaufen k\u00f6nnen, steigen und so die Ertr\u00e4ge gr\u00f6sser sind als die Kosten. Auf diese Weise entsteht in der Volkswirtschaft im Saldo aller Gewinne und Verluste gesamtwirtschaftlich ein Gewinn, wenn sich das Wachstum der Wirtschaft fortsetzt.<\/p><p>Auf diese Weise entwickelt sich der Wirtschaftskreislauf zur Wachstumsspirale, zum perpetuum mobile, indem das Wachstum der Produktion mit Hilfe der Geldsch\u00f6pfung die Voraussetzung daf\u00fcr schafft, dass Gewinne entstehen, und mit den Gewinnen wieder die Voraussetzung daf\u00fcr, dass Geld als Kapital eingesetzt wird und so ein weiteres Wachstum m\u00f6glich wird (vgl. Bild 1 \u2013 zur Vergr\u00f6sserung bitte darauf klicken).<\/p>\n<h2><strong>Erkl\u00e4rung zur \u201cWachstumsspirale\u201d<\/strong><\/h2><p>Der wirtschaftliche Kreislauf zwischen Haushalten und Unternehmungen \u2212 Kauf der Produktionsleistungen der Haushalte von den Unternehmungen und Kauf der Produkte der Unternehmungen von den Haushalten \u2212 weitet sich bei jeder \u201cUmdrehung\u201d aus a) durch die Investitionen der Unternehmungen und b) durch die Einkommenssteigerung der Haushalte. So entsteht eine Wachstumsspirale.<\/p><p>Die Zahlungen der Unternehmungen an die Haushalte und der Haushalte an die Unternehmungen erfolgt \u00fcber das Bankensystem. Das Bankensystem weitet sich aus durch das Wachstum der Bankbilanzen.<br \/>Die Erweiterung der Kreisl\u00e4ufe zur Wachstumsspirale erfolgt a) durch die Geldsch\u00f6pfung auf dem Kreditweg (fetter Pfeil) und b) durch die Entnahme von Ressourcen aus der Natur (bei gleichzeitiger Abgabe von Abf\u00e4llen und Emissionen an die Natur) und c) durch die Imagination des Menschen, der neue Produkte und Verfahren erfindet.<\/p><p>Das Wachstum des BIP m\u00fcndet allerdings \u2212 das ist nun die Kehrseite der Medaille \u2212 in einen <strong>Wachstumszwang<\/strong>. Der Wachstumsprozess <em>muss<\/em> immer weiter gehen, denn wenn nicht immer eine neue Ausweitung der Geldmenge aufgrund neuer Investitionen erfolgt, die eine zus\u00e4tzliche Nachfrage erzeugt, f\u00e4llt die aus der letzten Investition nachr\u00fcckende Angebotserh\u00f6hung sozusagen ins Leere. Dann steht kein entsprechender Zuwachs der Nachfrage dem schon erfolgten Zuwachs des Angebots gegen\u00fcber. Der Kapazit\u00e4ts- bzw. Produktionseffekt der Investitionen der vergangenen Periode tritt ein, ohne dass er vom Einkommenseffekt einer neuen Investition aufgenommen wird. Entsprechend sinkt die Gewinnrate. Sinkt die Gewinnrate schlie\u00dflich unter die H\u00f6he, welche die Unternehmungen bzw. die Kapitalgeber im Minimum f\u00fcr das Eingehen des Investitionsrisikos erwarten, werden die Unternehmungen auch nicht mehr f\u00fcr Ersatzinvestitionen sorgen und so allm\u00e4hlich die Produktion auslaufen lassen. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen auch die Zinsen nicht mehr bezahlt werden. Ein immer gr\u00f6\u00dferer Teil der Unternehmungen wird Verluste machen und daher durch Bankrott aus dem Produktionsprozess ausscheiden. An die Stelle des Wachstums der Wirtschaft tritt eine fortlaufende Schrumpfung der Wirtschaft. Die Wachstumsspirale kehrt sich um und m\u00fcndet in eine Schrumpfungsspirale.<\/p><p>Daraus ergibt sich ein Wachstums<em>zwang<\/em> in dem Sinne, dass, wenn eine minimale Wachstumsrate unterschritten wird, die Alternative zum Wachstum Schrumpfung ist. Das hei\u00dft: Stabilit\u00e4t und Null-Wachstum sind in der heute gegebenen modernen Wirtschaft nicht m\u00f6glich. Es darf bei den gegebenen Bedingungen unseres Geldsystems kein Ende des Wachstums geben (vgl. Bild 2 \u2013 zur Vergr\u00f6sserung bitte darauf klicken).<\/p>\n<img src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumsspirale.jpg\" title=\"wachstumsspirale\" alt=\"Wachstumsspirale (H-C. Binswanger)\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumsspirale.jpg 960w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumsspirale-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumsspirale-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/> Wachstumsspirale (H-C. Binswanger)\n<p>Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Wachstumsrate beliebig hoch sein muss. Es gen\u00fcgt eine minimale Wachstumsrate, die es m\u00f6glich macht, dass das Risiko gedeckt wird, das die Unternehmen eingehen. Aufgrund plausibler Annahmen habe ich die n\u00f6tige H\u00f6he der globalen (!) minimalen Wachstumsrate in meinem Buch \u201eDie Wachstumsspirale\u201c auf 1,8% berechnet. Sie sollte aber noch weiter gesenkt werden k\u00f6nnen, wenn das Risiko vermindert werden kann.<\/p>\n<img src=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang.jpg\" title=\"wachstumszwang\" alt=\"Wachstumszwang (H.-C. Binswanger)\" srcset=\"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang.jpg 1655w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang-300x196.jpg 300w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang-1024x668.jpg 1024w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang-768x501.jpg 768w, https:\/\/www.agrarinfo.ch\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2022\/01\/wachstumszwang-1536x1002.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1655px) 100vw, 1655px\" \/> Wachstumszwang (H.-C. Binswanger)\n<h2 style=\"text-align: center;\"><em>\u00ab<strong>Das Wachstum hat sich zu einem perpetuum mobile entwickelt<\/strong><\/em><em>\u00bb<\/em><em>,<\/em><\/h2><p style=\"text-align: center;\"><em>zu einem Prozess, der sich selbst in Gang h\u00e4lt, indem er selbst die Voraussetzung schafft, die seine st\u00e4ndige Fortsetzung erm\u00f6glichen.<\/em><\/p>\n<h2><strong>Nun zu den Krisen<\/strong><\/h2> <p>Die Voraussetzung f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Wachstums ist allerdings, dass sich ihm keine Hindernisse entgegenstellen. Dies ist nicht garantiert. Es wird durch Krisen gef\u00e4hrdet, die immer akuter werden, je st\u00e4rker sich die Dynamik des Wachstums entwickelt.<\/p> <p>Im Vordergrund steht die Gefahr von Finanz- und Wirtschaftskrisen, wie wir sie jetzt erlebt haben und weiter erleben. Sie sind in erster Linie die Folge einer \u00fcbertriebenen Geldsch\u00f6pfung, die nicht zur Finanzierung realer Produktionszuw\u00e4chse dient, sondern zum spekulativen Kauf von Verm\u00f6genswerten (Aktien, Grundst\u00fccke) in Erwartung, dass deren Preise gerade wegen der st\u00e4ndigen Geldvermehrung immer weiter steigen werden. Wenn die erwartete k\u00fcnftige Preissteigerung h\u00f6her ist als der Zins, nimmt man auch Kredite auf, um die Verm\u00f6genswerte zu kaufen und sich so ohne M\u00fche bereichern zu k\u00f6nnen. Die Spekulation ist aber dadurch gef\u00e4hrdet, dass die Zinsen steigen k\u00f6nnen. Dies tritt dann ein, wenn die Zentralbanken gerade wegen der durch die spekulativen Kredite aufgebl\u00e4hten Geldmenge eine inflation\u00e4re Entwicklung bef\u00fcrchten, und, um dies zu verhindern, die Zinsen erh\u00f6hen. Dann kommt es, weil sie Zinsen zu hoch werden, um die spekulativen Kredite zu rechtfertigen, zur Finanzkrise. So geschehen im Jahr 2008. Um dieser auszuweichen, mussten und m\u00fcssen weiterhin die Staaten einspringen. Sie k\u00f6nnen dies tun, indem sie sich bei den Zentralbanken verschulden. Diese k\u00f6nnen, wie wir festgestellt haben, unendlich Geld geben. Dann droht aber erneut eine Inflation. Vor dieser Gefahr stehen wir heute.<\/p> <p>Was ist aber, wenn es keine Finanz- und Staatsschuldenkrise geben w\u00fcrde? W\u00e4re dann alles in Ordnung? Nein, weil sich der Wachstumstendenz nur durchsetzen l\u00e4sst, wenn gen\u00fcgend nat\u00fcrliche Ressourcen vorhanden sind, aus denen die Rohstoffe und die Energie gewonnen wird, welche die Basis der Mehrproduktion bilden. Mehr und mehr wird aber das Wirtschaftswachstum mit der langfristigen Knappheit der Natur sowohl auf der Ressourcen- wie auf der Abfall- und Emissionsseite konfrontiert, denn die Welt und damit die Natur ist nicht unendlich gross. Ihre Nutzung kann daher nicht beliebig ausgedehnt werden. Die absehbare Verknappung vor allem von Energie, bestimmten Rohstoffen und Nahrungsmitteln hat bereits vor der gegenw\u00e4rtigen Krise zu starken Preissteigerungen gef\u00fchrt. Sie w\u00fcrden nach einer allf\u00e4lligen \u00dcberwindung der jetzigen Krise wieder akut, wodurch sich auch die Gefahr einer inflation\u00e4ren Entwicklung zus\u00e4tzlich zu der Inflationsgefahr wegen der \u00fcberbordenden Geldsch\u00f6pfung massiv erh\u00f6ht, w\u00e4hrend gleichzeitig unser nat\u00fcrlicher Lebensraum immer weiter schrumpft.<\/p>\n<p>Die Analyse der f\u00fcr das Wirtschaftswachstum massgebenden Bedingungen gibt an, wo die Reformen zur Kontrolle des Wachstums prim\u00e4r einsetzen m\u00fcssen: am Geld. Es geht darum, anders zu Geld zu kommen als nur durch eine ausufernde und unkontrollierte Geldsch\u00f6pfung der Gesch\u00e4ftsbanken.<\/p> <p>Dies bedingt eine Reform des Geldsystems. Der Ausgangspunkt kann die Idee des 100%-Geldes des amerikanischen \u00d6konomen Irving Fisher, des bedeutendsten amerikanischen \u00d6konomen des 20. Jahrhunderts, sein, den er nach der Krise von 1929 entwickelt hat. (Vgl. Irving Fisher, 100%-Money, und Joseph Huber\/James Robertson, Geldsch\u00f6pfung in \u00f6ffentlicher Hand.) Er wird heute wieder \u2013 oder erst recht \u2013 aktuell. Gem\u00e4ss diesem Vorschlag erh\u00e4lt die Zentralbank das ausschliessliche Recht zur Geldsch\u00f6pfung, indem die Banken verpflichtet werden, die Sichtguthaben, also das Buch- oder Bankgeld zu 100% statt nur zu ca. 2,5% wie heute durch Zentralbankguthaben bzw. Banknoten zu decken. Die Zentralbank \u2013 und nur die Zentralbank \u2013 kann so das n\u00f6tige zus\u00e4tzliche Geld in eigener Regie sch\u00f6pfen. Dadurch erh\u00e4lt die Zentralbank die M\u00f6glichkeit und die Verpflichtung, das Ausmass der Geldsch\u00f6pfung proaktiv \u2013 und nicht nur reaktiv \u2013 so zu bestimmen, dass krisenhafte Entwicklungen und Kollateralsch\u00e4den des Wachstums m\u00f6glichst vermieden werden, also<\/p> <ul> <li>keine spekulative Aufbl\u00e4hung der Geldmenge mit der Folge von Inflation und real ungerechtfertigter Steigerung von Verm\u00f6genswerten erfolgt, und<\/li> <li>das Wachstum der Wirtschaft insoweit in Grenzen gehalten wird, dass eine nachhaltige Nutzung der nat\u00fcrlichen Ressourcen m\u00f6glich wird.<\/li> <\/ul> <p>Dabei geht es auch um die Zuteilung des von der Zentralbank neugesch\u00f6pften Geldes. Es gibt verschiedene M\u00f6glichkeiten. Eine erste M\u00f6glichkeit besteht in der Zuteilung des Geldes an die Gesch\u00e4ftsbanken. Diese L\u00f6sung lehnt sich am engsten an die bisherige Praxis an.<\/p> <p>Eine zweite M\u00f6glichkeit ist die Zuteilung des neugesch\u00f6pften Geldes an den Staat. Der Staat bezahlt in diesem Fall keine Zinsen. Indem er die eingesparten Zinsen dazu verwendet, die Kredite, die ihm die Gesch\u00e4ftsbanken gegeben haben, zur\u00fcckzuzahlen, kann er die Schuldenlast verringern, f\u00fcr die heute ein bedeutender Teil des Steuerertrags ausgeben werden muss, und damit die Steuern senken. Der Steuerzahler hat entsprechend mehr Geld zur Verf\u00fcgung, das er entweder f\u00fcr Konsumzwecke oder f\u00fcr Investitionen verwenden kann.<\/p> <p>Eine dritte M\u00f6glichkeit ist die Zuteilung des neugesch\u00f6pften Geldes an die Privathaushalte als Zusatzeinkommen. Die Zuteilung k\u00f6nnte ihnen \u00fcber die Gemeinden in Form eines Regionalgeldes \u2013 wir k\u00f6nnen es neben dem vollg\u00fcltigen A-Geld als B-Geld oder R-Geld bezeichnen \u2013 zur Verf\u00fcgung gestellt werden, das nur f\u00fcr regional produzierte G\u00fcter und Dienstleistungen ausgeben werden kann. Die zweite L\u00f6sung w\u00fcrde eine geographisch ausgeglichenere Entwicklung f\u00f6rdern.<\/p> <p>Das Regionalgeld, k\u00f6nnte auch als sog. Schwundgeld ausgegeben werden, das nach einer gewissen Zeit an Kaufkraft verliert, wenn es nicht entweder an gemeinn\u00fctzige Institutionen und Stiftungen vor allem f\u00fcr soziale und kulturelle Zwecke weitergegeben wird oder den Banken f\u00fcr eine bestimmte Zeit ausgeliehen wird \u2212 ohne Zinsen, aber auch ohne Geldschwund. In diesem Fall w\u00fcrden die Haushalte den ausgeliehenen Betrag nach einer gewissen Zeit wieder vollst\u00e4ndig bzw. zus\u00e4tzlich mit einem Teuerungsausgleich zur\u00fcckerhalten. Den Haushalten k\u00f6nnte f\u00fcr die Weiterverleihung des Geldes durch die Banken auch ein Mitbestimmungsrecht zuerkannt werden, das es ihnen erm\u00f6glichen w\u00fcrde, bestimmte Gemeinschaftszielsetzungen zu f\u00f6rdern.<\/p> <p>Der Einbezug der Haushalte in die Geldsch\u00f6pfung w\u00fcrde die Position der Haushalte als Konsumenten von G\u00fctern und Dienstleistungen, als Spender von Geld f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Zwecke und als Kreditgeber wesentlich aufwerten und damit die Konsumentensouver\u00e4nit\u00e4t, die unter dem Druck des Wachstumszwangs weitgehend verloren zu gehen droht, st\u00e4rken, und so den Menschen neue Freir\u00e4ume erschliessen.<\/p>\n<p>Die Reform des Geldsystems muss durch eine <em>Reform des Unternehmungsrechts<\/em> erg\u00e4nzt werden. Dabei geht esvor allem um eine \u00dcberpr\u00fcfung des Rechts der Publikumsaktiengesellschaft. Aktiengesellschaften sind eine Kreation des Staates. Daher haben die Eigentumsrechte der Aktion\u00e4re nur bedingten Charakter \u2013 bedingt durch die Gesetzgebung des Staates. Es besteht somit im Grundsatz auch die M\u00f6glichkeit, durch \u00c4nderung der Gesetzgebung deren Inhalt zu ver\u00e4ndern. Dazu k\u00f6nnte eine (Wieder-)Aufteilung der Aktien in Namensaktien und Inhaberaktien geh\u00f6ren. Die Namensaktien h\u00e4tten eine unendliche Dauer, k\u00f6nnten aber nicht an der B\u00f6rse gehandelt werden, und f\u00fcr den ausserb\u00f6rslichen Handel w\u00e4re ein Verkauf nur nach einer dreij\u00e4hrigen Sperrfrist m\u00f6glich. Die Inhaberaktien k\u00f6nnten weiterhin an den B\u00f6rsen gehandelt werden, h\u00e4tten aber nur eine Geltungsdauer von 20 oder 30 Jahren, mit einer R\u00fcckzahlung des urspr\u00fcnglichen Kapitaleinsatzes nach Ablauf der Geltungsdauer. Wie sich rein mathematisch zeigen l\u00e4sst, w\u00fcrde durch eine solche Begrenzung in beiden F\u00e4llen die Steigerung der Aktienwerte automatisch verringert. Es w\u00fcrde aber auch \u2212 das ist der Vorteil \u2212 der m\u00f6gliche Fall des Aktienwerts nach unten begrenzt. Damit w\u00fcrde sich das Risiko, dass sich immer neue Blasen bilden, die nach immer k\u00fcrzerer Frist wieder platzen, wesentlich vermindern. Gleichzeitig liessen sich Massnahmen zum Umweltschutz und f\u00fcr eine gerechtere Einkommensverteilung leichter durchsetzen.<\/p>\n<p>F\u00fcr sehr langfristige Vorhaben sollten Unternehmensformen geschaffen werden, die sich st\u00e4rker am Stiftungsgedanken oder am Genossenschaftsgedanken orientieren.<\/p> <p>Die Stiftung ist auf einen bestimmten Stiftungszweck und nicht allein auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Die Stifter k\u00f6nnen zwar eine Rente erhalten, die aus den Gewinnen finanziert wird, aber der Grossteil der Gewinne wird im Sinne des Stiftungszwecks reinvestiert. Die Anteile am Stiftungsverm\u00f6gen, die das Eigenkapital der Stiftung darstellen, werden nicht an der B\u00f6rse gehandelt. Auf diese Weise ist die Stiftung der Spekulation entzogen. Die Stiftung kann eine zus\u00e4tzliche Aktionsfreiheit erlangen durch die Eingliederung einer GmbH, die die operativen Gesch\u00e4fte durchf\u00fchrt. \u2212 Eine andere M\u00f6glichkeit ist die Aufwertung der Genossenschaftsidee. Die Genossenschafts-Unternehmung ist als Solidargemeinschaft konzipiert und damit st\u00e4rker personenbezogen. Die Gewinne bleiben grunds\u00e4tzlich in der Unternehmung. Jeder Genossenschafter hat einen gleichen Anteil am Genossenschaftskapital und gleiches Stimmrecht. Er kann den Anteil normalerweise nur zur\u00fcckerhalten, wenn er einen neuen Genossenschafter findet, der f\u00fcr ihn einspringt. Ein Handel an der B\u00f6rse ist nicht vorgesehen. Somit ist auch die Genossenschaft der Spekulation entzogen.<\/p> <p>Mit solchen Reformen im Geld- und Unternehmensbereich w\u00fcrde nicht nur die Krisenanf\u00e4lligkeit der Wirtschaft wesentlich verringert, sondern es w\u00fcrden auch die sozialen und \u00f6kologischen Probleme entsch\u00e4rft. Allerdings ben\u00f6tigen wir erg\u00e4nzende Einzelmassnahmen. \u00dcber solche Massnahmen ist schon viel diskutiert worden, so dass ich mich hier auf diesen Hinweis beschr\u00e4nken m\u00f6chte.<\/p> <p>Betonen m\u00f6chte ich aber, dass \u2212 umgekehrt \u2212 alle Einzelmassnahmen nicht gen\u00fcgen, um eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu erm\u00f6glichen. Die Wachstumsraten m\u00fcssen auf jeden Fall entscheidend gesenkt werden, um eine nachhaltige Wirtschaftsweise realisieren zu k\u00f6nnen. Dies ist eine grosse Aufgabe. Aber ihre L\u00f6sung ist \u2212 wie ich zu zeigen versucht habe \u2212 m\u00f6glich.<\/p>","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6462"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6462\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6497,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6462\/revisions\/6497"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.agrarinfo.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}